Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

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Margret Budde

Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Margret Budde » Mittwoch 14. November 2012, 06:55

Medienkultur im digitalen Zeitalter

Am Samstag, den 3. November startete im Hessischen Rundfunk hr2-Kultur das neue Funkkolleg. 23 Radiosendungen werden ausgestrahlt und stehen auch als podcast zur Verfügung. Ein breiter Adressatenkreis ist angesprochen. Für pädagogische Lehrkräfte wird es als Fortbildung anerkannt.

Es behandelt die Themenbereiche
I Freiheits-Versprechen (5 Sendungen)
II Vorsprung durch Technik (6 Sendungen)
III Das digitale Selbst (6 Sendungen)
IV Vom Glück der großen Zahl (5 Sendungen)
Das Funkkolleg greift auf bewährte Strukturen zurück. Neben den Sendungen gibt es als Begleitmaterial ein Reclam Taschenbuch für € 9,95.
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Neu für dieses Funkkolleg ist der offene Online-Kurs www.funkkolleg-medien.de „ein webgestütztes Informations- und Kommunikationsangebot für alle Interessenten“, das „frei zugänglich und kostenlos nutzbar ist.“

Ich bin gespannt darauf, ob dieses Funkkolleg die gesetzten Erwartungen erfüllen kann, und ob wir älteren Teilnehmer/Innen das Angebot nutzen können. Im Lesekreis Frankfurt werden wir auf jeden Fall bei unseren Präsenztreffen darüber diskutieren.

Renate Breiter
12. November 2012

Erna
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Re: Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Erna » Mittwoch 21. November 2012, 19:29

Zum Funkkolleg gibt es außer dem Buch auch noch schriftliches Material auf das man antworten kann. Hier ein Beispiel von der letzten Sendung
Einmal im Netz – immer im Netz
Die dritte Sendung ruft ja geradezu zu Reaktionen auf! Mit der Diskussion um die digitale Privatspäre schliesst sie hervorragend an dem letzten Thema, den Sozialen Medien an, und stellt in wunderbarer Weise den Spagat zwischen den Vertretern der Post-Privacy-Bewegungen auf der einen und den Bedenken zugunsten des Datenschutzes und Schutz der Privatspäre auf der anderen Seite dar.
Die ersten Reaktionen in Twitter und den Kommentaren zeigen die Divergenz der Meinungen auf. Wo sind Sie zu verorten? Twittern Sie Pprivates? Sollen wir mit den Überwachungstechnologien und den digitalen Möglichkeiten zum Ende der Privatheit leben, sie hinnehmen, dagegen angehen oder nur dafür sorgen, dass sie nicht in die falschen Hände geraten, wie David Brin in der Sendung in Bezug auf den Band “Auf dem Weg in die “transparente Gesellschaft” zitiert wird.
Teilen Sie Ihre Meinung hier im Netz mit. Gerne können Sie auch anonym Stellung beziehen wie der Beitrag von N.N. unter Zusatzmaterial zur dritten Sendung – auch dies ist willkommen! Wir freuen uns über Ihre Reaktionen.
Speziell für die Eltern und Lehrer unter Ihnen, aber auch für alle Interesierte, stellt sich hier auch die Frage: Welche Rolle den Schulen in diesem Kontext zukommt. Es gibt eine bewahrungspädagogische Haltung, Kinder und Jugendliche quasi vor Schaden im Netz zu bewahren. Oder sie aufklärerisch zu qualifizieren, sich selbst zu schützen. So spiegelt sich das Ziel, bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstseins über die Gefahren im Umgang mit Medien und einen entsprechend kompetenten Umgang zu entwickeln, sich z.B. auch als ein Kompetenzbereich in vielen Medienbildungskonzepten für Schulen der Länder wieder.
Welche Haltung haben Sie dazu?
Ich möchte schliessen mit einem Zitat von Bernhard Pörksen aus der Sendung:
“Handele stets so, dass Dir die öffentliche Effekte deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen, aber rechne damit daß Dir das nicht nützt”
Viel Spass mit der dritten Themenwoche!
Ihre Moderatoren, Claudia Bremer und Jochen Robes

Erna
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Re: Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Erna » Sonntag 2. Dezember 2012, 18:02

In www.hr2.de kann man die 5. Folge des Medienkollegs hören. Es handelt vom Urheberrecht und Copy -Paste. Gerade für die Redakteure des LernCafes dürfte es sehr interessant sein. Der Titel heißt: Alles umsonst?
Erna

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Re: Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Erna » Sonntag 16. Dezember 2012, 18:56

Im Funkkolleg Neue Medien 2.0 fängt eine neue Staffel an. Sie könnte vielleicht einige Leser interessieren. Daher stelle ich den Ausblick ins Forum. man findet das Funkkolleg bei www.hr2.de.


Eröffnung der Themenwoche 07: Kindergarten 2.0?
Heute eröffnen wir das erste Thema des zweiten Themenblocks, der mit dem Titel “Vorsprung durch Technik” überschrieben ist, und steigen hier in den Bereich des Lernens und der Bildung im und durch das Netz ein. Den Auftakt machen hier die jüngsten Mediennutzer bzw. deren erste professionelle Lernwelten, nämlich Kinderbetreuungseinrichtungen.
Der sehr populäre Hirnforscher Manfred Spitzer und der Gießener Erziehungswissenschaftler Norbert Neuss vertreten dort die beiden grundsätzlichen und konträren Positionen, welche die Debatte um Mediennutzung und Medienpädagogik prägt. Während für Neuss Medien und Medienerziehung natürlich und selbstverständlich zur Pädagogik im Vorschulalter gehören, da Sie Teil unseres Alltags sind, ist es für Spitzer die Aufgabe der Bildungsinstitutionen Kindergarten und Grundschule, zu verhindern, dass Kinder zu häufig mit Medien überhaupt zu tun haben
Da die Positionen gegensätzlicher nicht sein könnten sind die Fragestellungen: Arbeiten am PC/ Virtuell oder sinnliche Erfahrung? PC oder Pestalozzi bzw. Rudolph Steiner? Gibt es einen goldenen Mittelweg? Wie lange nutzen Sie selbst täglich digitale Medien und wie lange würde Sie Kinder unter 10 Jahren diese nutzen lassen?
Ähnlich kontrovers diskutieren dies auf Prof. Stefan Aufenanger Medienpädagoge an der Uni Mainz und der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer:
http:/40020/pro-contra-computer-im-kindergarten//bildungsklick.de/a/
Wir freuen uns über Kommentare, Hinweise und Fragestellungen – gerne zu allen Aspekten rund um dieses Thema. Wir wünschen Ihnen eine interessante Debatte zur siebten Themenwoche, zu der jeder sicherlich aus seiner eigenen Erfahrung und dem persönlichen Umfeld Beispiele findet und auch eine Haltung dazu hat. Wie immer geben die Zusatzmaterialien weitere Anregungen und eröffnen neue Aspekte zu diesem kontroversen Thema.

Ihre Moderatoren, Christoph Köck und Steffen Wachter

Brigitte Höfer
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Re: Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Brigitte Höfer » Freitag 22. März 2013, 14:12

Die 16. Sendung setzt sich mit einem umstrittenen Phänomen der digitalen Medienkultur auseinander: den digitalen Spielewelten. Jugendliche verstehen digitale Spiele als Erprobungs- und Erfahrungsraum, innerhalb dessen sie sich spielerisch mit anderen oder den Spielvorgaben messen und durch geschicktes Agieren in den digitalen Welten Selbstwirksamkeit erfahren, durch das gemeinsame Bewältigen von Quests kooperatives Verhalten einüben oder in Fantasiewelten oder Parallelwelten schlüpfen, um nicht ausgelebte Identitätsfragmente virtuell zu erleben. Demgegenüber befürchten viele Pädagogen, Kulturkritiker und vor allem Eltern, dass Kinder und Jugendlichen durch Computerspiele abhängig werden, ihr sozialen Verhalten beeinträchtigt wird (Gewalt), ihre Konzentration sich nur auf die digitale Welt bezieht und nicht auf das reale Leben, sie sich möglicherweise sogar in ihrem sozialen Verhalten und Kommunikationsverhalten zurückziehen (Wirklichkeitsflucht) und sie suchtähnliche Symptome zeigen. In der Sendung werden die unterschiedlichen Positionen differenziert entfaltet.

Verdeutlicht wird, dass die Bedeutung und Relevanz von „Spiel“ in unserer Gesellschaft einen höheren Stellenwert erhalten hat, „Spielen“ schon immer eine wesentliche Funktion dahingehend hatte, sich soziale Wirklichkeit und soziales Verhalten anzueignen. Zugleich wird aber auch akzentuiert, dass es Unterschiede gibt zwischen realen und virtuellen Spielen. Die Unendlichkeit von digitalen(Rollen-)Spielen, die Persistenz, wird als zentrales Problemfeld von möglichen Abhängigkeiten herausgestellt. Während in der Regel bei den Realtime-Spielen ein Spiel irgendwann zu Ende ist, gibt es bei virtuellen Rollenspielen keinen Schluss. Kinder und Jugendliche sind fasziniert von den Spielewelten und verschmelzen mit dem Spiel (Immersion). Die Notwendigkeit wird aufgezeigt, Alternativen zur Sucht zu finden und im Extremfall sind Therapien eine notwendige Handlungsoption. Allerdings werden Spieler nicht automatisch „spielesüchtig“. In der Regel gibt es ein systemisches Geflecht von Gründen, wie z.B. die Beziehungskultur, die Bindungserfahrung und Persönlichkeitsfaktoren, die als beeinflussende Attribute beteiligt sind, wenn eine Person suchtähnliches Verhalten aufzeigt.

In der Sendung wird erörtert, dass Wirklichkeitsflucht nicht nur mit digitalen Spielen möglich ist. Bereits in der Romantik gab es vergleichbare Phänomene. Jede Zeit hat scheinbar unterschiedliche Ausdrucksformen, sich mit realen und virtuellen Suchbewegungen zu beschäftigen.

Verblüffend ist, dass immer mehr Manager Bewerber bei Einstellungsverfahren bevorzugen, die eine wichtige Rolle in einer Gilde (z.B. bei World of Warcraft) spielen. Sie gehen davon aus, dass diese Personen besonders geeignet sind, die unterschiedlichen Fähigkeiten von mehreren Personen ideal zu synchronisieren. Während somit bei einigen die Computerspiele mit dem Untergang des Abendlandes verbunden werden, sehen andere darin Erfahrungsräume neuer Lernformen, nicht nur bezogen auf soziales Verhalten, sondern auf Aneignung von Wissen (game based learning).

In der Sendung und in den Zusatzmaterialien, die von Studierenden der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit, verfasst wurden, werden die unterschiedlichen Positionen erörtert.

Es gibt viele Ansatzpunkte zum Dialog und zur kritischen Auseinandersetzung.

Wir freuen uns auf Ihre Reaktionen, Ihre ModeratorInnen Jennifer Kreß, Jochen Pelzer und Franz Josef Röll.
(Entnommen dem Newsletter des Funkkollegs) Brigitte

Erna
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Re: Funkkolleg 2012/2013 - Wirklichkeit 2.0

Beitrag von Erna » Sonntag 24. März 2013, 18:44

Das Funkkolleg des hr2 bringt gerade etwas über Webblogs, das ich für interessant halte. Daher kopiere ich es für alle Interessenten. Schöne Grüße
Erna

Liebe Teilnehmenden,

Weblogs eröffnen neue Formen des dezentralisierenden Dialogs und damit neue individuelle und kollektive Kommunikationsformen. Ausgelöst durch die Blogosphäre entsteht im Moment eine electronic agora im Internet. Wir sind jedoch noch weit entfernt von medientheoretischen Utopien einer egalitären Kommunikation durch Weblogs. Gleichwohl gab es noch nie eine so günstige technologische Infrastruktur, so dass die Utopie von Bert Brecht umsetzbar wäre. Gefordert hatte er, dass die Medien vom Distributionsapparat in Kommunikationsapparate verwandelt werden sollten und zugleich könnten sie positive gesellschaftliche Veränderungen hervorrufen. Im Konstrast stehen dazu die Blogs, in denen mitgeteilt wird, dass der Autor gestern Frikadellen gebraten hat.

Jürgen Habermas hatte einst folgende Aspekte als Voraussetzung einer egalitären Öffentlichleit postuliert:

1. Gleicheit der Beteiligten.
2. Alles kann Gegenstand des Räsonnements (Kritik, Reflexion) werden.
3. Die Unabgeschlossenheit des Publikums.
4. Ein homogener Raum gleichberechtigter Subjekte, die in einem kritischen Diskurs sich um einen Konsens bemühen.

In der Sendung wird beispielhaft gezeigt, was von diesen Utopien in den Weblogs sich wiederfindet. Aus Sicht des Autors knüpfen am ehesten die Autoren von netzpolitik.org an derartigen Überlegungen an. Auf die Bedeutung von Milblogs wird in den Zusatzmaterialien hingewiesen.

Breiten Raum nimmt in der Sendung der Konflikt zwischen (professionellem) Journalismus und Laienreportern ein. Verdeutlicht wird, dass es durchaus zur positiven gegenseitigen Beeinflussung kommen kann. Erfolgreiche Onlinemagazine wie "Der Freitag" und "jetzt.de" belegen, dass der Spagat zwischen Jornalismus und Bloggerkultur gelingen kann.

Folgt man der Sendung, so scheint vor allem Selbstverwirklichung und die Erfahrung der Selbstwirksamkeit ein wichtiges Motiv für die Aktivität von Bloggern zu sein. Salopp gesprochen könnte man formulieren: "ich sende, also bin". Kommentare sind teilweise erwünscht, teilweise werden sie ausgeschaltet, da zu viele Störer diese Interaktivität missbrauchen. Blogs sind vor allem authentische Ausdrucksformen der Selbstvergewisserung und können wie ein Steinbruch von den Lesern benutzt werden, so dass eine parasoziale Kultur entsteht. Es geht in der Regel nicht um eine Veränderung der politischen und sozialen Kommunikation - abgesehen davon, dass durch diese Art der Kommunikation durchaus eine neue Kommunikationskultur ensteht - es geht um Lifestyle, Lebenskultur und darum, Geschichten zu erzählen (multimediale Narration der Identitätskonstruktion). 200 Millionen Blogs geben einen nicht zu übersehenden Hinweis auf den Bedarf, sich mitteilen zu wollen.

Die Zusatzmaterialien, die von Studierenden der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit, verfasst wurden, werden die in der Sendung diskutierten Themen erörtert. Es gibt viele Ansatzpunkte zum Dialog und zur kritischen Auseinandersetzung.

Wie schätzen Sie die Bedeutung der Blogosphäre ein? Welche Relevanz schreiben Sie ihr zu? Sind Blogs ein sinnvolles Ferment für eine veränderte Kommunikationskultur?

Ihre Moderatoren Jennifer Kress, Jochen Pelzer und Franz Josef Röll freuen sich über eine anregende Diskussion.

Erna
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Re: Im Internet gefunden ...

Beitrag von Erna » Mittwoch 22. Mai 2013, 19:49

Das Funkkolleg des hr2 Wirklichkeit 2.0 ist beendet-Zum Schluss hat es eine Zusammenfassung der einzelnen Blöcke gegeben, die ich ins Forum stelle. Interessierte können noch längere Zeit das Funkkolleg nachlesen.

Abschluss des hr2-Funkkollegs Wirklichkeit 2.0

Heute schließen wir das gesamte hr2-Funkkolleg „Wirklichkeit 2.0 – Medienkultur im digitalen Zeitalter“ ab. Seit November 2012 sind die 23 Radiofolgen des Funkkollegs auf hr2-kultur gelaufen und wurden hier im Netz von einem Offenen Online Kurs begleitet. In vier Themenabschnitten haben wir einen Überblick über aktuelle Fragestellungen rund ums Internet gegeben, kontroverse Positionen dargestellt und Debatten eröffnet. Ein Fazit ist bei so vielfältigen Themen kaum möglich – wohl aber eine kurze Rückschau:

„Freiheits-Versprechen“ war der erste Themenblock überschrieben, in dem es um die sozialen Medien, um das Ende der Privatheit, um Cybermobbing und einen Abgleich von Kommunikationskosten und –risiken im Netz ging. Große Aufmerksamkeit erzeugte beispielsweise Anfang Dezember die Funkkollegfolge zum Thema Urheberrecht. Aus gegebenem Anlass: Damals hatte der Bundestag gerade das neue Leitungsschutzrecht auf den Weg gebracht, das die Nutzung von Presseartikeln durch Suchmaschinen wie Google regulieren soll.

„Vorsprung durch Technik“ war der Titel des zweiten Themenblocks, der die Entwicklung von Medienkompetenzen in ihren verschiedenen Facetten untersuchte. Dabei stand die Medienerziehung bei den Jüngsten ebenso zur Diskussion wie das digitale Lernen in Schule, Beruf und nicht zuletzt im dritten Lebensalter - bei den sogenannten „Silver Surfern“. Auch die Organisationspotenziale und das Leseverhalten im Internetzeitalter wurden kritisch unter die Lupe genommen. Zugespitzte Positionen sorgten hier im Blog für kontroverse Reaktionen – wie die des Hirnforschers Manfred Spitzer, der bei allzu früher und intensiver Computernutzung vor einer „Digitalen Demenz“ warnt.

„Das digitale Selbst“ hieß ein dritter Themenblock, der sich unter den Stichworten „Narizismus und digitale Wunschbilder“, „Die digitale Bohème“ oder „Im digitalen Nirwana“ mit Fragen der Persönlichkeitsbildung im Internetzeitalter befasste. Auch das umstrittene Thema „Computerspiele“, insbesondere Shooting Games oder online Rollenspiele, behandelte eine Sendung. Sie wurde in Facebook lebhaft diskutiert. Einerseits gab es da kritische Stimmen, die bedauerten, dass die Suchtgefahren nicht genügend reflektiert worden seien. Andererseits hieß es: „Endlich mal keine Schelte der heutigen Jugend.“

Der vierte Themenblock nahm unter dem Titel „Vom Glück der großen Zahl“ gezielt wirtschaftliche und politische Problemstellungen in den Blick. Da ging es um digitale Geschäftsmodelle, um politische Willensbildung im Netz oder um die Frage: „Krieg der Welten. Apple, Facebook, Google: Wer beherrscht das Netz?“ Glücklich terminiert war insbesondere unsere Hintergrundsendung „Netzpolitik und Netzneutralität – Wie demokratisch ist das Internet?“: Sie lief kurz nach der Telekom-Ankündigung, künftig die Surf-Geschwindigkeit ab einem bestimmten Datenlimit drosseln zu wollen, die einen allgemeinen Sturm der Entrüstung weit über die Grenzen der Netzgemeinde hinaus auslöste.

Wir freuen uns über die engagierten Diskussionen und die rege Verbreitung unserer Angebote auch bei Facebook und Twitter. Schon einmal ankündigen möchten wir an dieser Stelle den Ergebnisband, der sämtliche Sendetexte des hr2-Funkkollegs in überarbeiteter Form versammeln wird. Er erscheint unter dem Titel „Wir nennen es Wirklichkeit - Denkanstöße zur Digitalen Debatte“ im Herbst 2013 im Reclam Verlag.

Mit dieser Buchveröffentlichung wird dann das gesamte Medienpaket zum hr2-Funkkolleg abgeschlossen. Sendungen, zwei Begleitbücher und zu jedem Thema ein ausführliches Zusatzmaterialpaket ermöglichen auch weiterhin eine ausführliche Beschäftigung mit der Thematik. Über Rückmeldungen - auch zum Einsatz in Bildungseinrichtungen - würden wir uns weiterhin freuen.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie uns gewogen,

Ihr hr2-Funkkolleg-Team.

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