Zum Besuch von ViLE-Nord der Falckenberg-Sammlung in Hamburg

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Horst Glameyer
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Zum Besuch von ViLE-Nord der Falckenberg-Sammlung in Hamburg

Beitrag von Horst Glameyer » Donnerstag 14. August 2008, 17:41

Der Besuch der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg am 6. August 2008 ist von Axel und Horst in Wort und Bild treffend wiedergegeben worden, obgleich der/die Einzelne vermutlich in den schneeweißen, fast aseptisch wirkenden Ausstellungsräumen beim Anblick der unterschiedlichsten zeitgenössischen Kunstwerke ganz eigene Gedanken und Gefühle entwickelte.

Seitdem die Künstler in ihrer Themenwahl von kirchlichen, adligen und großbürgerlichen Auftraggebern mehr und mehr unabhängiger wurden und man von der „autonom“ gewordenen Kunst spricht, fällt es dem mit zeitgenössischer Kunst weniger vertrauten Betrachter nicht immer leicht, ihre Werke zu verstehen und angemessen zu würdigen. Selbst eine fach- und sachkundige Führung mit eingehender Werkinterpretation versetzt den Laien bisweilen in die Rolle eines schweigsamen, staunenden, mitunter sogar leicht verwirrten Ausstellungsbesuchers, der sich unter keinen Umständen durch eine naiv wirkende Frage ungewollt eine Blöße geben möchte. Am Ende stünde er unter lauter ernst dreinblickenden Kunstkennern als Kunstbanause da.

So war es vielleicht auch in den ehemaligen Harburger Phoenix-Fabrikhallen hin und wieder angebracht, mit möglichst ernster, Kennerschaft heuchelnder Miene vor dieses oder jenes Ausstellungsobjekt zu treten und den Kopf in eine nachdenkliche Schräge zu legen, während unterdessen in einem ganz allmählich der peinliche Verdacht keimte, man verhielte sich genauso wie die Hofschranzen und nicht wie das ehrliche Kind in Hans Christian Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. :wink:
Horst Glameyer

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