Benzinpreisdiskussion

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Ralph Schneider

Benzinpreisdiskussion

Beitrag von Ralph Schneider » Mittwoch 28. Mai 2008, 10:10

Hallo.

In Bezug auf den von Rosemarie versandten Aufruf, Total und Shell zu boykottieren, um einen Preiskrieg zu entfachen, habe ich folgende Meinung:

Von dem Aufruf halte ich nichts. Meines Erachtens ist das Argument darin falsch, dass Öl ohne Ende zur Verfügung steht. Das mag zwar im Moment so scheinen, aber langfristig gesehen sind die Erdölvorräte dieser Welt beschränkt und werden zu Ende gehen, weswegen wir ökologisch handeln müssen. Ökologisch handeln heißt in dem Fall sparsam fahren, wenn überhaupt mit dem Auto fahren. Durch Sparsamkeit sinkt die Nachfrage nach Öl. Und sinkende Nachfrage kann m.E. vielleicht ein Auslöser für sinkende Preise sein. Außerdem suggeriert aber der Aufruf, dass sich alles Streben nur um die jeweils eigenen Geldbeutel dreht. Aber m.E. muss man auch an die Umwelt denken: wenn wir weiterhin so "frei" fahren wie bisher, werden wir den Klimawandel nicht aufhalten können. Und da wird uns ein ganz großer Reichtum verloren gehen, nämlich unsere natürliche Lebensgrundlage.

Schönen Gruß,
Ralph

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ellen
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Beitrag von ellen » Mittwoch 28. Mai 2008, 15:13

Ich traue mich mal zu antworten - es ist nämlich alles nicht so einfach, viel komplexer, als die Mail und als Ralphs Antwort.
Anders ausgedrückt, es ist ein bißchen eng gedacht, das Thema nur ökologisch zu denken; man sollte auch ökologisch denken, aber nicht nur. Zuvörderst würde ich gerne fragen wollen, wie Klima, und insbesondere, wo Klima entsteht.
Dies bezieht sich etwa auf den CO2-Ausstoß, will sagen, dies ist bei weitem nicht der einzige und wohl auch nicht der größte Klimakiller. Was ist mit den Aerosolen, was mit dem Methan-Gas? Wie und wo arbeitet überhaupt der Glashaus-/Treibhauseffekt? Ökologisch wäre z.B. auch, die leidigen Plastik-Tüten zu hinterfragen - auch Öl. Vielleicht sollte man die einfach verbieten? ;-)
Zudem: natürlich richtet sich in Deutschland alles nach dem eigenen Geldbeutel. Man braucht sich nur umzuhören und zu lesen - alle sollen machen, nur man selber nicht (von wenigen Ausnahmen abgesehen, ich will ja niemanden angreifen).
Eine ganz andere Frage ist, was stattdessen zu tun ist oder bleibt. Einfach mit dem Auto fahren aufhören, ist ja kaum machbar, abgesehen von einer Einstellung der Ölproduktion. Aber dann funktionieren noch ein paar andere Dinge nicht. Die Bild-Zeitung berichtet, dass angeblich "Millionen" derzeit auf die Bahn umsteigen, hätte die DB berichtet, das ich nicht lache. Und steigt der Deutsche im nahenden Urlaub auf die Bahn um, um wohin zu verreisen? Er wird fliegen und er wird sich in den Stau stellen. Der höhere Benzinpreis ist lange einkalkuliert. Der deutsche Tourismus taugt leider nicht viel - in Bezug auf Dienstleistungen, um es dem Urlauber angenehmer zu machen mit dem Zug, wenn er denn in Deutschland bliebe. Gepäckträger gibt es nicht mehr.
Es heißt aber auch endlich das Geld in die richtigen Kanäle zu pumpen, also endlich Wissenschaft und Forschung in die Lage zu versetzen entsprechende Technologien zu erforschen. Es ist sehr interessant sich mal darüber schlau zu machen, warum die Erforschung und damit auch Realisierung der Solarenergie auf dem Stand ist, auf dem sie heute leider ist. Da ging es nämlich bisher um andere Technologien, die im Augenblick gewinnträchtiger sind und eine stärkere Lobby haben. Die Politiker, die darauf hören, haben wir gewählt! Bitte vorsicht mit der Schuldzuweisung.

Ich hoffe ich habe genug Stoff zur Diskussion geliefert? Lasst uns streiten! Ellen

Horst Glameyer
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Benzinpreise

Beitrag von Horst Glameyer » Mittwoch 28. Mai 2008, 17:42

Von den steigenden Benzinpreisen sind vor allem berufstätige Pendler betroffen, die auf dem Lande wohnen. Seit Jahren wird ihnen und allen Autofahrern empfohlen, u.a. aus ökologischen Gründen Busse und Bahnen statt des eigenen Wagens zu benutzen. Da macht es sich gut, dass die Deutsche Bahn AG beabsichtigt, für das Parken auf den noch gebührenfreien Park + Ride - Plätzen vor ihren Bahnhöfen in Bayern künftig Gebühren zu erheben, wie die Fernsehsendung „Quer“ im Bayrischen Rundfunk (BR) kürzlich meldete. :lol:
Horst

Roli Huber

keine Lösung in Sicht, weder politisch noch technisch

Beitrag von Roli Huber » Donnerstag 29. Mai 2008, 12:09

Liebe Ellen,

die folgenden Sätze Deines Beitrages gehen mir runter wie Öl.


"Es heißt aber auch endlich das Geld in die richtigen Kanäle zu pumpen, also endlich Wissenschaft und Forschung in die Lage zu versetzen entsprechende Technologien zu erforschen. Es ist sehr interessant sich mal darüber schlau zu machen, warum die Erforschung und damit auch Realisierung der Solarenergie auf dem Stand ist, auf dem sie heute leider ist. Da ging es nämlich bisher um andere Technologien, die im Augenblick gewinnträchtiger sind und eine stärkere Lobby haben. Die Politiker, die darauf hören, haben wir gewählt! Bitte vorsicht mit der Schuldzuweisung. "


Zurzeit werden wir in Europa wieder auf den weiteren Einsatz von Kernenergie vorbereitet, mit modernsten Mitteln der Desinformation. Auf der ganzen Welt gibt es noch kein funktionierendes Endlager für atomare Abfälle. Ein Mediziner und Strahlenexperte sagte vor kurzem. Es ist wie ein fliegendes Flugzeug, für das erst noch der Flughafen zum Landen gebaut werden muss.


Hier ein Titel aus der italienischen Migros-Zeitung vom 27. Mai 2008:
Ihr könnt ihn verstehen, auch wenn Ihr nicht Italienisch kennt.

NUCLEARE
Scorie radioattive,
Ancora nessuna soluzione in vista, né politica né tecnica, per risolvere il problema

Kernenergie ist nur ein Thema, es gibt noch so vieles, wie der Skandal der Kinderarmut und der drohenden Altersarmut für die nächste Generation in Deutschland.

Darum die Frage an Euch: Können wir uns es leisten noch länger zu palavern? Ohne etwas zu tun? Kann sich Vile als moderner Verein der Zivilgesellschaft noch länger seine politische Abstinenz leisten, ohne unglaubwürdig zu werden. Nichts sagen, nichts tun ist hochpolitisch.
Unsere vornehme Zurückhaltung ist eine große Täuschung.
Und was sind die Bundes- und Landesseniorentage Seniorentage für Schlafmützenveranstaltungen.! Wir Senioren betteln um Teilhabe,
in Wirklichkeit hätten wir dringende gesellschaftliche Aufgaben zu erledigen.


viele Grüsse
Roland

cantstetter
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Beitrag von cantstetter » Donnerstag 29. Mai 2008, 23:06

Benzinboykott und die Folgen
Punkt 1: Kettenbriefe sind und bleiben ein Übel .Egal ob sie einen Millionengewinn oder Tausend Freunde oder einen Benzin Boykott suggerieren, sie halten nie was sie versprechen und sie werden nie die versprochene Wirkung zeigen. Schon weil es genügend denkende Kettenmitglieder gibt. .Deswegen raten auch alle mit Verbraucherschutzinteressen beauftrage Organisationen (wie Verbraucherzentralen) und Behörden, selbst Bundesministerien keinesfalls Kettenbriefe abzuschicken.
Punkt 2: Es scheint mir völlig unlogisch diese zwei Mineralölkonzerne mit Boykott zu belegen und die anderen munter zu unterstützen. Warum die zwei, Total und Shell, warum nicht Esso und Aral?
Punkt 3:Ralph Schneider hat völlig recht, was hilft es wenn der Benzinpreis wieder sinkt und wir alle wieder munter drauf los kutschieren.und die Klimakathastrophe noch schneller herbeiführen.
Was ist eigentlich wenn die neue Mittel- und Oberschicht in China und Indien verstärkt Auto fährt und pro Jahr 100te von Millionen neue Nutzer dazu kommen?
Dann ist der nicht erneuerbare Rohstoff Öl noch schneller zu Ende und nicht erst im Jahre 2050.Und wie beim Stahl erkennbar steigt der Preis noch viel schneller.
Also müssen jetzt schon neue Technologien her, die Autos antreiben, das Klima schonen und das auf der Basis erneuerbarer Energien . Die Technologien (Wasserstoff, Solar) gibt es schon, allein es fehlt die Entwicklung zur Marktreife, wie Ellen sehr richtig feststellt.
Punkt 4. Es gibt heute nur eine Methode das teure Benzingeld zu sparen, weniger mit dem Auto fahren.
Axel

helmutf

Treibhauseffekt

Beitrag von helmutf » Montag 2. Juni 2008, 15:03

Eine antwort auf die frage von Ellen zum treibhauseffekt.
Die heutige globale bodennahe mitteltemperartur der erde beträgt ca. 15º C. Diese temperatur kommt aber nur durch den sog. treibhauseffekt zustande. Gäbe es diesen effekt nicht wäre die erde ein eisball mit minus 18 grad C. Der treibhauseffekt bringt also einen temperaturanstieg von ca. 33 grad.
Für dieses „glashaus“ sorgen wasserdampf (ca. 60%), und gase wie CO2 (ca. 20%), methan, ozon, FCKW u.a (ca. 20%). Die von der sonnne abgestrahlte wärme trifft auf die erdeoberfläche und wird von dort zurückgeworfen. Die treibhausgase behindern die rückstrahlung und sorgen dafür, dass auch wiederum ein weitere teil der wärmestrahlung zurück zur erde strahlt. (eine art jojo-effekt)
Unter dieser „schutzhülle“ entsteht das klima der erde.
Unter klima sind langfristige und grossräumige erscheinungen zu verstehen, die das wetter beeinflussen bzw. hervorbringen. Veränderungen im klimasystem gehen sehr langsam, nahezu unmerklich vonstatten; in zeiträumen von jahrzehnten, jahrhunderten u.u. von jahrtausenden..
Bei der gestaltung des klimas spielen die atmosphäre, die kontinente, die ozeane, die sonneneinstrahlung, luft- und meersströmungen eine wichtige rolle.
Wesentlich für die gestaltung ggf. veränderung des klimas ist der jeweilige anteil der treibhausgase, da die wirkung und verweildauer unterschiedlich ist.
Für die gase (ohne wasserdampf) gelten in etwa folgende zahlen:
Gas CO2 anteil ca. 64% verweildauer in der atmosphähre unterschiedlich. Für methan gelten ca. 20% ca. 15 jahre und für FCKW
HFC / PFC ca. 20% bis zu 200 jahre.

Der anstieg dieser treibhausgase in den letzten 100 jahren geht sehr stark auf ursachen zurück, die wir menschen zu verantworten haben.

Ralph Schneider

Klimawandel

Beitrag von Ralph Schneider » Montag 2. Juni 2008, 15:30

Hallo.

Vielen Dank für die weiteren Beiträge. Zur Untermalung des Beitrags von Helmut hier noch ein Link zu einem Dossier mit Flashanimation zur Erklärung des Klimawandels:
http://service.tagesschau.de/multimedia ... limawandel

Ich möchte an dieser Stelle vorschlagen, zunächst über Ursachen und Folgen des Klimawandels zu sprechen und auch über Angrenzendes (Soziales, Wirtschaftliches, Politisches, andere damit verknüpfte ökologische Bereiche), um dann aber in einem nächsten Schritt auch zu überlegen, welchen Wert es haben kann, Alternativen zu folgen und was insbesondere jede/-r Einzelne tun kann und sollte, aber ggf. auch gesellschaftliche Gruppen. Ist dieser Weg in Ordnung oder gibt es andere Vorschläge?

Schönen Gruß,
Ralph

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ellen
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Beitrag von ellen » Montag 2. Juni 2008, 16:31

Eine schnelle Antwort auf Helmut:
"Bei der gestaltung des klimas spielen die atmosphäre, die kontinente, die ozeane, die sonneneinstrahlung, luft- und meersströmungen eine wichtige rolle.
Wesentlich für die gestaltung ggf. veränderung des klimas ist der jeweilige anteil der treibhausgase, da die wirkung und verweildauer unterschiedlich ist." Und was ist mit der Sonne selbst?
Diese beiden Sätze beißen sich, oder ?
Und Dein letzter Satz: Was heißt denn "stark"? Wenn so einfach zu argumentieren wäre, ob für oder gegen, dann wären wir wohl schon ein Stück weiter?
Ich fürchte, es endet wieder wie immer - alle haben Recht und keiner braucht etwas zu ändern. Ellen

Ralph Schneider

Temperaturanstieg / Meere

Beitrag von Ralph Schneider » Mittwoch 11. Juni 2008, 09:24

Hallo.

Gestern Abend lief auf ARTE ein Film "SOS - Wer rettet die Welt?", den ich für sehr interessant hielt. Unter anderem wurde Ellens Frage, was denn das Wort "stark" in Helmuts Satz "Der anstieg dieser treibhausgase in den letzten 100 jahren geht sehr stark auf ursachen zurück, die wir menschen zu verantworten haben." bedeute. Ein Wissenschaftler führte aus, dass seit Beginn der Industrialisierung die Durchschnittstemperatur auf der Welt um 0,8°C gestiegen sei und dass davon mindestens 0,5°C auf das Konto der Menschen gehe.

Hier auch kurze animierte, allerdings lautlose Grafiken über den bisherigen und den prognostizierten Temperaturanstieg:
http://www.arte.tv/de/Klimawandel---Ein ... 48678.html

In dem o.g. Film wurden interessante Aspekte benannt: z.B. sind die Ozeane in der Lage eines CO2 aufzunehmen, es gelangt aber nicht alles in die Atmosphäre. Allerdings ist warmes Wasser weniger in der Lage, CO2 aufzunehmen. Durch den Treibhauseffekt aber werden die Ozeane auch wärmer. Ergo wird die CO2-Aufnahme geringer, noch mehr CO2, das sich nicht binden lässt, gelangt in die Atmosphäre und verstärkt wiederum den Treibhauseffekt, wodurch die Ozeane noch wärmer werden usw. usw.

By the way noch eine andere Dimension: Nicht nur durch Abschmelzen von Eisflächen auf dem arktischen und antarktischen Festland steigt außerdem der Meeresspiegel, sondern auch durch das sich erwärmende Meer, das sich ausdehnt. Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden ca. 1 Milliarde (!) Menschen betroffen sein, sei es in den Küstenstaaten Asiens, in Florida oder an den deutschen Küsten.

Wer kennt weitere Fakten und Aspekte, die hier benannt werden könnten, um zu klären, wie Klima überhaupt entsteht?

Der Film, der auch auf den dezimierenden Einfluss der Menschheit auf den Artenreichtum einging, wird übrigens am 19.06.08 um 9.55 Uhr auf ARTE wiederholt.

Ralph

helmutf

Klima.

Beitrag von helmutf » Mittwoch 11. Juni 2008, 15:02

Zu Ellens einwand:
Es scheint als seien meine ausführungen zu kurz gefasst und daher missverständlich. Daher ergänzend:

"Bei der gestaltung des klimas spielen die atmosphäre, die kontinente, die ozeane, die sonneneinstrahlung, luft- und meersströmungen eine wichtige rolle."

Dies ist nur eine unvollständige aufzählung von faktoren, welche das klima mit bestimmen. Die aktivitäten des menschen haben und können diese umstände, abgesehen von der sonnenaktivität, massgeblich beeinflussen und so zu einer veränderung des klimas beitragen.
In den letzten ca. 100 jahren ist die globale durchschnittstemperatur um ca. 0,8 grad gestiegen. Mehr als zweidrittel dieser erhöhung wird durch menschliche aktivitäten versursacht. Dies gilt inzwischen als unbestritten.
Die vermehrte abgabe von CO2 und anderer treibhausgase an die atmosphäre führt zu einer erhöhten rückstrahlung der von der erde abgegebenen wärme und somit zu steigenden temperaturen. Dieser kreislauf wird sich verstärken.
Was die erwärmung der ozeane und die daraus resultierenden folgen angeht schliesse ich mich den ausführungen von Ralph Schneider an. Als ergänzung füge ich an: eine erwärmung der ozeane kann zu einer verminderung der photosynthese in den gewässern führen, mit erheblichen negativen einfluss auf phytoplankton und fischpopulationen. Veränderungen im wärmehaushalt der meere können auch dramatischen einfluss auf die grossen meersströmungen haben.

Der anthropogene anstieg von CO2 wird das bild der kontinente verändern. Wetterextreme werden zunehmen – hitzeperioden, starkregen, tornados ect. - , Permafrostböden werden auftauen und zusätzlich methan freisetzen, Strassen und gebäude im weichen untergrund absinken.
Wüsten können sich weiter ausdehnen. Selbst im südlichen europa besteht die grosse gefahr der wüstenbildung, in ersten ansätzen bereits in Südspanien zu erkennen.
Ein steigender meeresspiegel wird viele küstenlinien verändern und hunderttausende von menschen zu einer völkerwanderung zwingen.

Und dann ist da noch die Sonne. Ist sie für den globalen temparaturanstieg verantwortlich? Es hat im laufe der jahrmillionen auf der erde immer mal wieder warm- und kaltzeiten gegeben, die aber in wesentlich längeren zeiträumen abliefen. Eine so schnelle erwärmung wie in den letzten 100 jahren ist bisher einmalig.
Zur sonnenaktivität ein artikel aus „Spiegel-online“.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/welt ... 08,00.html

helmutf.

helmutf

Energie und umwelt – Was ist zu tun?

Beitrag von helmutf » Donnerstag 12. Juni 2008, 10:10

Vor etwa 15jahren wurde einmal behauptet – wenn der liter benzin DM 2,-- kostet wird kein mensch mehr auto fahren. Denkste – heute liegen die treibstoffpreise bei +/- €1,50 also zurück gerechnet etwa DM 3,-- und es wird im prinzip nicht weniger mit dem auto gefahren. Nun gut, etwas schon. Bei diesen energie preisen wird vielfach schon überlegt ob die eine oder andere fahrt notwendig ist und pendler weichen, wenn möglich, auf den ÖPNV aus. Wer kann steigt auf ein sparsameres fahrzeug um; dies bedeutet aber eine zusätzliche inverstition, die sich nicht jeder leisten kann. Ausserdem ist das angebot an wirklich sparsamen fahrzeugen gering. In grossstädten ist es noch relativ einfach auf ÖPNV umzusteigen, da das angebot zumeist gut ist. In ländlichen regieonen wird das aber schon wesentlich schwieriger, da das angebot an ÖPNV sehr oft unzureichend ist. Bei der DB ist das angebot auf den hauptstreken inzwischen recht gut (bis auf den service – ist halt ein fremdwort), aber wie weiter ins flache land? Auf alle fälle ist es interessant geworden sich die angebote der DB anzusehen und wenn möglich davon gebrauch zu machen.

Können wir es uns in zukunft noch leisten Münchner bier in Flensburg und Bremer bier in München zu trinken? Wie viel eigentlich sinnlose transporte sind auf unseren strassen unterwegs. Braucht man zu jeder jahreszeit alle früchte dieser welt, die per flugzeug transportiert werden? Die transportkosten sind scheinbar so gering geworden, dass sie bezogen auf das produkt kaum noch eine rolle spielen. Nur die umwelt wird belastet und geschädigt.

Das umsteuern auf alternative energien ist noch immer ein zähes unterfangen, aber es gibt interessante ansätze. Bremen baut z.z. ein sog.“Bürgerkraftwerk“ konzipiert als wasserkraftwerk am weserwehr. Mit 51% sollen sich die bürger Bremens finanziel an dem projekt beteiligen. Auch anderen orts sind bei gemeinden und stadtwerken überlegungen bzw. planungen in gang um in sog. KWK-anlagen (kraft- wärmekopplung) zu investieren. Für den einsatz in einfamilienhäuser, wohnanlagen, hotels ect. werden Mikro-KWK-anlagen angeboten.
Der einsatz solcher anlagen sollten durch staatliche förderung forciert werden. Das gleiche gilt für windkraft- und solaranlagen.

Erdöl ist im prinzip viel zu wertvoll um daraus billige plastikartikel herzustellen. Diese kaum verrottbaren dinge belasten die umwelt für jahrzehnte. Viele dieser produkte könnten aus anderen z.b. kompostierbaren stoffen produziert werden. Und wer braucht schon wirklich plastiktüten?
Helmutf.

Ralph Schneider

Ökologischer Wert

Beitrag von Ralph Schneider » Mittwoch 25. Juni 2008, 14:12

Liebe Diskussionsteilnehmer/-innen,

danke zunächst für die letzten Ausführungen von Helmut. Das ganze Thema ist aus meiner Sicht schwierig einzugrenzen, aber ich will einen Versuch wagen. Mein Ansatz ist, dass Helmut neben dem Handelswert von Produkten auch erwähnt hat, dass sie auch eine ökologische Komponente haben. Deswegen habe ich gerade überlegt, ob es schon den Begriff des "ökologischen Werts" gibt. Spontan gesucht bin ich sogleich hier fündig geworden: http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wue ... 59209.html

Dort wird der ökologische Wert in Bezug auf Lebensmittel definiert:
Der ökologische Wert macht eine Aussage über die Wirtschaftsweise bei der Erzeugung und über den Energieverbrauch und die Umweltbelastung bei der Produktion des Lebensmittels. Außerdem spielen der Transport des Lebensmittels und die Verpackung eine Rolle. Regionalen und saisonale Produkten wird deswegen meist ein höherer ökologischer Wert zugemessen als importierten Lebensmitteln.
Ich schlage nun vor - entsprechend meines Vorschlags vom 02.06. zunächst noch bei den Ursachen und Folgen des Klimawandels zu bleiben - und um einzugrenzen, dass wir einmal betrachten, was bei der Erzeugung von Fleisch bis hin zu dessen Verkauf neben den ökonomischen Werten auch an ökologischen Werten gebraucht oder verbraucht wird. Wer hat dazu Ideen und möchte diese in die Diskussion einbringen? Wo gibt es Informationen darüber im Netz und was sagen diese aus? Und was sind die kritischen Punkte?

Schönen Gruß,
Ralph

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