Sarrazin statt Atomstrom

Diskussion zur Laufzeitverlängerung der AKWs
hwest

Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von hwest » Mittwoch 15. September 2010, 10:59

Das war wohl ein Glücksfall für die Koalition, dass Sarrazin sein Buch vorstellte, als die schwerwiegenden Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke beschlossen wurden. So drehte sich bundesweit in Parteien, Medien und Talkshows die Diskussion überwiegend um Sarrazins Thesen.

Dabei ist der Atombeschluß eine Entscheidung, die das Leben der Bürger über Jahrzehnte beeinflussen wird. Welche Bürde überlassen wir unseren Nachkommen: 21.600 Tonnen hochstrahlender Brennelemente-Müll entsteht bis 2040 und bisher ist nach 30jähriger Suche noch kein Endlager in Sicht. Erstaunlich, wie gleichgültig viele Bürger dies hinnehmen.
Horst

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ellen
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von ellen » Montag 20. September 2010, 18:43

Heute gab es zu diesem Thema eine interessante Sendung bei DLF - kontrovers um 10 Uhr. Man kann sie nachhören, herunterzuladen unter diesem Link: http://www.dradio.de/rss/podcast/sendungen/kontrovers/
Es gab etliche Hörerfragen, die man auch hier prima diskutieren könnte. Eine war z.B. bezüglich der Kosten, die wir Steuerzahler für Lagerung, Transport von Atommüll tragen müssen. Die Antwort en darauf waren sehr inetressant, umwerfend einfach :? Aber auch interessant, wie heute in den Nachrichten zu hören war, wer die Kosten der Polizei für Transportsicherung und Demo-Auflösungen u.a. in Niedersachen tragen soll, das Land möchte also, dass sich der Bund daran beteiligt. Was geht da eigentlich in der CDU ab?
Darüber hinaus gab es natürlich jede Menge Diskussionsstoff zum Thema "brauchen oder nicht brauchen" von Atomenergie. Einfach mal reinhören, vielleicht ergibt sich daraus ja ein Gespräch hier im Forum? Ellen

oelgaard
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von oelgaard » Mittwoch 22. September 2010, 22:18

MEIN STROM KOMMT AUS DER STECKDOSE :roll:
Ein grosses Interesse am Thema Atomstrom - ja danke scheint nicht zu bestehen. An der seit dem 17. September 2010 laufenden Umfrage von Markus: Wer soll für die Lagerkosten von Atommüll aufkommen? haben bisher 3 Personen teilgenommen.
Die Umfrage läuft noch bis zum 17. Oktober 2010 (das nur als kleiner Hinweis für alle Interessierten)

Hallo Ellen, vielen Dank für Deinen Hinweis auf die Sendung im Deutschlandradio (Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur)
mit dem Thema "Von Laufzeitverlängerung bis Endlagersuche - Der neue Streit um die Atomenergie
sehr hörenswert!!

oelgaard
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von oelgaard » Mittwoch 22. September 2010, 22:55

Markus stellt in seiner Umfrage die Frage;
Wie und wo können über 21.600 Tonnen Müll aus den Atomkraftwerken - hoch radioaktiver Schwermetalle, vor allem Uran und Plutonium -sicher gelagert werden?
Die FDP/CDU/CSU Koalition hat am 5.9.2010 die Forderung der Atomkonzerne EnBW, RWE, Vattenfall und E.ON erfüllt und sich auf eine Verlängerung für die deutschen Atomkraftwerke verständigt.
Die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre.
Man verlängert die Laufzeiten für Atomkraftwerke - aber eine sichere Endlagerung des Mülls aus Atomkraftwerken gibt es nicht!! Das ist für mich unverständlich !
Vielleicht kann mir jemand von Euch einen Hinweis auf ein in Deutschland bestehendes, sicheres Endlager geben?? Ich kenne keines!

Mark
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von Mark » Donnerstag 23. September 2010, 16:49

Die Diskussion um den Atomausstieg war vor Jahren eigentlich schon abgeschlossen. Nun ist sie wieder in vollem Gange.

Die Gründe warum ich gegen den atomaren Wiedereinstieg bin:

• Ich finde ich es unmöglich, ein Gesetz, das vor kurzem – allerdings unter einer anderen Regierung – nach langwierigen Verhandlungen in Kraft getreten ist, einfach zu kippen. Das heißt doch, dass überhaupt keine langfristigen Entscheidungen mehr getroffen werden können.

• Die westeuropäischen AKWs sind zwar viel sicherer, als der ukrainische Exreak-tor in Tschernobyl, ABER sicher ist keiner der existierenden Reaktoren. Selbst der in Bau befindliche angeblich supersichere, supermoderne Reaktor in Finnland ist nach Aussage eines der leitenden Entwicklungsingenieure keineswegs 100prozentig sicher.

• Auch hat man für die Endlagerung immer noch keine Lösung gefunden – weder in Deutschland, noch weltweit.

• Sobald über eine Verzögerung des Atomausstiegs geredet wird, ist der Wille zur Entwicklung alternativer Energien nicht mehr besonders intensiv und vor allem geht der Investitionswillen für solche Alternativen verloren. Dabei könnten – eben-falls laut Experten – alternative Energien bei weitem die Leistungen der derzeit in Deutschland am Netz hängenden AKWs ersetzen.

Zur Erinnerung: Die rot-grüne Bundesregierung und die deutsche Atomwirtschaft unterzeichneten am 11.6.2001 im Berliner Kanzleramt das Abkommen zum Atom-ausstieg. Es enthält u.a. folgende Punkte: Für jede Anlage wird auf Basis einer Ge-samtlaufzeit von 32 Kalenderjahren ab Beginn ihres kommerziellen Betriebs festge-legt, wie viel Atomstrom sie noch produzieren darf. Während der Restlaufzeit wird der bisher geforderte Sicherheitsstandard gewährleistet. Im Atomgesetz wurde eine Pflicht zu regelmäßigen Sicherheitsprüfungen neu verankert. Die Unternehmen sol-len so zügig wie möglich an den Standorten der Kernkraftwerke oder in deren Nähe Zwischenlager errichten.
Die Inhalte der Vereinbarung flossen in das Atomgesetzes in der Fassung vom April 2002 ein. Dieses Gesetz ist gültiges Recht.

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Markus
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Zwischen- und Endlagerung muss geklärt werden

Beitrag von Markus » Donnerstag 23. September 2010, 19:32

Mark hat geschrieben:Die Diskussion um den Atomausstieg war vor Jahren eigentlich schon abgeschlossen. Nun ist sie wieder in vollem Gange.
Ohne die Entscheidung der Bundesregierung verteidigen zu wollen, steht der Atomausstieg derzeit nicht in Frage sondern wurde nur um ca. 12 Jahre verschoben. Derzeit strebt keine Partei im Bundestag eine grundsätzliche Kehrwende in der Atompolitik an, ob aus Überzeugung oder aus politischem Kalkühl´sei dahingestellt.

Eigentlich müssen wir der Bundesregierung sogar dankbar sein, denn nur durch die derzeitige Situation ist die Diskussion um die Zwischen- und Endlagerung wieder entbrannt. Leider hat man mit dem Ausstieg aus der Atomenergie dieses Thema einfach ausgeblendet. Welche Lösungen haben die verschiedenen politischen Parteien dazu? Wie sind deren Strategien? Kann diese Frage jemand beantworten?

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ellen
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von ellen » Donnerstag 23. September 2010, 20:29

Das sehe ich wie Markus, und daher, auch wenn dieser wie fast alle Vergleiche hinken, Sarrazin sei Dank, haben wir endlich auch die Diskussion. Aber zurück zur Atomenergie: Bauchschmerzen bereitet wirklich die ungeklärte Endlagerung, und umso mehr, weil herausgekommen ist, welcher Schmu da gemacht worden ist - Gorleben und Asse. Da kommt auch Rot-Grün nicht so ungeschoren raus. Bauchmerzen bereitet natürlich auch die Absprache mit den großen Vier - korrupt ist diese Republik.

Dann aber noch ein anderer, ein ganz anderer Gesichtspunkt: Deutschlands Kompetenz in Technologie. So ganz falsch kann es nicht sein, dass ein Hochtechnologieland diese Kraftwerkstechnologie beherrscht. Flugzeugbau kann D demnächst auch nicht mehr. Gut so? Wenn nicht alle Staaten mitziehen, dann ist der Verlust dieser Kompetenz nicht unbedingt von Vorteil. Denn heute schon etwas verteufeln, obwohl wir nicht wissen, ob es nicht doch bald beherrschbar ist? Denn diese Art der Energieerzeugung ist nicht nur schlecht. Wie kann man aber diesen Spagat vollbringen?

Eigentlich finde ich dieses Thema nur entsetzlich - wie lange geht das nun schon. Als ich im Gymnasium war, war meine erste poltische Aktivität gegen Atomkraftwerke zu protestieren, das ist wohl 35 Jahre her. Und was ist erreicht? Wenn ich den alten Sticker "Atomkraft - Nein danke" sehe, dann fällt es mir immer deutlich auf (auch das ich älter geworden bin). Und irgendwie bin ich darob auch müde geworden. War dieses Land vor 35 Jahren eigentlich auch schon so korrupt?
Ellen

P.S. Findet eigentlich jemand Offshore-Windparks schön und gibt es dazu schon tragfähige Gutachten zur Auswirkung auf die Fauna?

hwest

Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von hwest » Sonntag 26. September 2010, 11:41

Warum eigentlich dieses ganze Aufregung um die Verlängerung der AKW-Laufzeiten? Auf ein paar Jahre mehr oder weniger sollte es uns Menschen im Seniorenalter (oder im dritten Lebensabschnitt, wie man es so schön sagt) doch gar nicht ankommen. Wir werden wohl alle das Ende der Atomwirtschaft nicht mehr erleben. Es könnte uns daher auch egal sein, wieviele Tonnen hochstrahlender Brennstab-Abfälle noch lange strahlen. Eine Million Jahre, wer kann sich das überhaupt vorstellen? Am besten, man denkt gar nicht nach, kassiert seine Rente und lässt die da oben machen, was sie wollen. Wird schon gut gehen.
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von ellen » Montag 27. September 2010, 10:35

Ja genau, was schert uns die Zukunft, unsere Kinder und Enkelkinder genauso. Sehen "wir" Senioren das wirklich so?
In Stuttgart haben wir mit Stuttgart 21 ja die gleiche Frage. Dort sind auch viele Ältere auf der Strasse mit dabei - wir wollen jetzt unsere Lebensqualität, also keine Änderung des Staus quo. Und wie sehen das die Jüngeren? Ellen

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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von cantstetter » Mittwoch 29. September 2010, 22:37

Atomkraft , ja danke.

Die Bundesregierung hat endlich entschieden. Die Atomreaktoren dürfen 14 Jahre länger laufen. Die meisten jedenfalls. Das ist gut so.
Warum? Aus genau zehn Gründen:
1.) Die BRD hat die sichersten Atomkraftwerke der Welt. Bei uns ist noch keins explodiert.
2.) Und wenn es Probleme gibt, werden die Anlagen sofort abgeschaltet. Und bleiben abgeschaltet, bis die Sicherheit wieder gewährleistet ist. Darüber wachen die entsprechenden Behörden in den jeweiligen Bundesländern.
3.) Nur die Atomkraftwerke sorgen für die dauerhafte, kostengünstige und emissionfreie Stromversorgung unserer Bevölkerung und der Wirtschaft.
4.) Die Lebensdauer der Atomkraftwerke ist auf viele Jahrzehnte ausgerichtet und es gibt deswegen keinen vernünftigen Grund, sie aus politischen Gründen vorher vom Netz zu nehmen.
5.) Nur die Atomkraftwerke stellen die dauerhafte und kontinuierliche Stromversorgung, auch in Spitzenzeiten sicher.Egal ob es regnet, schneit, keine Sonne scheint oder kein Wind weht.
6.) Alle Länder um uns herum haben Atomkraftwerke, Dänemark ausgenommen. Wenn wir unsere abschalten, sind wir trotzdem genau so gefährdet von den umliegenden Atomkraftwerken. Und ob die unseren Sicherheitsstandards haben und einhalten kann niemand garantieren.Da sorgen wir doch lieber selber für unsere Sicherheit.
7.) Atomkraftwerke sind auch ein Exportartikel der BRD. Deutsche Firmen liefern ihre Atomkraftwerke in die ganze Welt. Wenn wir unsere eigen abschalten, kauft kein Mensch mehr deutsche Atomkraftwerke.
8.) Die Sicherheitstechnik auch bei der Atomkraft entwickelt sich immer weiter. Die ersten Anlagen sind überhaupt nicht mehr vergleichbar mit den neuesten Anlagen. Und auch diese Sicherheitstechnik wird in der ganzen Welt nachgefragt. Noch.
9.) Das Problem der Endlagerung ist nur deswegen ein Problem, weil die bisherigen Regierungen es versäumt haben, die notwendigen Standortuntersuchungen und Bodengutachten in der wissenschaftlich gebotenen Gründlichkeit durchzuführen. Mit der Beendigung des Moratoriums der rot/grünen Bundesregierung durch die jetzige Regierung wird die wissenschaftliche Erforschung der für Endlager geeigneten Standorte wieder aufgenommen.
10.) Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht billigen Strom, umweltfreundlich erzeugt, ohne Gefährdung der Bevölkerung . Das liefert die Atomkraft. Deswegen ist die Mehrheit der Bevölkerung auch für die Atomkraft.

Nun fragen sich sicher alle, die mich kennen, ob das wirklich meine Meinung ist.
Natürlich nicht. Aber das ist auch nicht entscheidend. Entscheidend ist, ob die angegeben Argumente wirklich zutreffen und möglichst stimmig sind. Was meint Ihr?

Axel

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ellen
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von ellen » Freitag 1. Oktober 2010, 18:08

ad 1: zu Biblis in Hessen hört man abenteuerliche Dinge ...
ad 2: bei einem GAU braucht man nicht mehr abschalten, beim Entweichen einer radioaktiven Wolke oder radioaktivem Wasser ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen
ad 3: das haben die großen vier ja schon angekündigt - der Strom wird teurer, und gemessen an den abgechriebenen AKWs müßten die Preise eigentlich sinken
ad 4: und die Endlagerung?
ad 5: na, alles auf einmal wird kaum eintreten, aber wie wär's mit der Forschung und Entwicklung von Speichermedien? Dafür kann es ja auch eine sehr viel moderatere Laufzeitverlängerung geben. Zudem: man hat schon ausgerechnet, dass es keine Not gäbe. Und ein bißchen Verbrauchskontrolle wäre ja auch nicht schlecht.
ad 6: ist richtig, ist ja egal welches hoch geht
ad 7: der Gedanke zählt nur, wenn man die Entsorgung geregelt hat, aber grundsätzlich ist das Thema nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht abder könnte man was anderes, besseres exportieren, z.B. eben Speichermedien?
ad 8: was nützt mir die Sicherheit, wenn ich nicht weiß wohin mit dem Müll?
ad 9: ist nicht von der Hand zu weisen, aber auch kein Grund dafür, einfach weiterzumachen
ad 10: vielleicht fühlt sie sich auch einfach nur ohnmächtig? Und manch einem ist es auch egal, sonst würden die Wahlen ja nicht so ausgehen, wie sie ausgehen. Oder sind die Wähler in weiten Teilen zu blöd?

Es gilt aber auch festzuhalten, dass viele Dinge hinsichtlich der erneuerbaren Energien im Argen liegen und auch von rot-grün vernachlässigt wurden, siehe Netzausbau. Aber wer das Leitungsnetz privatisiert, kann nichts anderes erwarten. Und dann müssen wir uns auch an unsere eigene Nase fassen, gibt es doch immer und überall Widerstand gegen Hochspannungsleitungen. Was also ist zu ertragen, was wollen wir für unseren Lebensstandard hergeben?

Ellen

Erna
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von Erna » Samstag 2. Oktober 2010, 14:01

Ich lese mir ganz gern Eure Argumente durch. Dabei habe ich das Gefühl, wage ja nicht etwas dagegen zu sagen, Du würdest nur einen Schrei der Entrüstung auslösen. Darin haben mich auch die Aufforderung für die Unterschriften und die Abstimmung bestärkt.
Erna

Margret Budde

Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von Margret Budde » Donnerstag 7. Oktober 2010, 18:03

Inzwischen haben sich ja nun doch einige Personen mit diesem Thema beschäftigt. Hier sind zwei Zuschriften, die mich auf meinen Hinweis zur "Tagespolitik" erreicht haben.
Ich möchte sie uns allen nicht vorenthalten. Vielleicht beteiligen sie sich ja noch selbst an der Diskussion.

>>.........mich hat schon "Atomstrom, ja danke"
entsetzt. Erneuerbare Energien fördern. Unbedingt.

........... und von den sogenannten Erneuerbaren Energien und deren unbestreitbaren Nachteilen haben viele gar keine Ahnung, obwohl sie ohne tiefer gehende Kenntnis bedingungslos dafür sind.<<


Margret

oelgaard
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von oelgaard » Sonntag 10. Oktober 2010, 23:27

Hallo Erna, Du schreibst am 2.10.

„………….Dabei habe ich das Gefühl, wage ja nicht etwas dagegen zu sagen, Du würdest nur einen Schrei der Entrüstung auslösen……………“

Ich gehe davon aus, dass unser Diskussionsforum ein Platz zum Austausch von Gedanken und Meinungen ist.
Wichtig ist doch die Erkenntnis, dass verschiedene Meinungen herrschen.
Eine Diskussion ist für mich die Möglichkeit, den Standpunkt anderer kennenzulernen und so die Dinge vielleicht auch aus einer bisher selbst nicht überdachten neuen Perspektive zu sehen.
Für mich ist jede Diskussion ein Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.
Deine Meinung zum Thema würde mich doch sehr interessieren.

cantstetter
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Re: Sarrazin statt Atomstrom

Beitrag von cantstetter » Montag 11. Oktober 2010, 11:22

Für alle, die sich zum Thema Atomkraft und/ oder alternative Energien einen neutralen Überblick verschaffen wollen gibt es von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg ein sehr gutes Dossier zum Thema:

Atomlaufzeiten werden gestaffelt

Darin sind enthalten:
Eckpunkte der Einigung zur Verlängerung der Laufzeiten
Rolle des Bundesverfassungsgerichtes
Energie-Konzept der Bundesregierung
Klima- Auswirkungen
Erneuerbare Energien
Gehen die Lichter aus wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden?
Endlager vom Atommüll
Situation im Ausland

Diese Dossier bietet aktuelle News, Hintergrundinformationen, Positionen und weiterführende links (faz ,heute.de ,spiegel-online ,tagesschau).
Zu finden unter: http://www.lpb-bw.de/atom_laufzeiten.html

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