Lohnt sich der Gang zur Wahlurne

Ein neues Projekt von VilE-Lübeck zur Bundestagswahl 2009.
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Gerd.S
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Lohnt sich der Gang zur Wahlurne

Beitrag von Gerd.S » Samstag 4. Juli 2009, 11:51

Wenn wir den Wahlurnen fernbleiben, tragen wir den Schaden davon. Denn eine geringe Beteiligung am Wahltag macht es extremistischen Wählern leichter, ihre Leute an die Macht zu bringen.
Liebe Renate, Du machst doch mit? Du wirst zur Wahlurne schreiten oder Briefwahl beantragen. Wir sollten uns gegenseitigt zum Mitmachen motivieren. Unsere Freiheit wollen wir nicht verlieren.
Gerd

RenateBowen
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Beitrag von RenateBowen » Samstag 4. Juli 2009, 19:18

Gar nicht zur Wahl zu gehen, ist für mich vollkommen abwegig, dafür bin ich ein viel zu politischer Mensch, Gerd.
Ich habe mich in meiner Jugend politisch engagiert und noch keine Wahl, seit ich zum Wählen berechtigt bin, versäumt. Ich erinnere mich genau an dieses Gefühl der Wichtigkeit bei meiner ersten Wahl.

Meine Bemerkungen sollten ein gewisses Verständnis dafür ausdrücken, weshalb dieses Desinteresse an Wahlen und Politik im Allgemeinen heute so ausgeprägt ist. Ich sehe ein großes Versäumnis bei unseren Politiker.
Renate

MariaGM
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Beitrag von MariaGM » Mittwoch 8. Juli 2009, 17:16

Theo Burkard

Lohnt sich der Gang zur Wahlurne

Ca. ein Drittel und mehr der wahlberechtigten Bevölkerung verzichtet auf ihr Wahlrecht;ein Teil davon aus Bequemlichkeit und Desinteresse, aber ein stetig wachsender Anteil auch, weil ihnen das Angebot nicht passt. Wählen/auswählen kann man nur, wenn man etwas findet, was einem zusagt, oder man lässt es.

Das Programm der Parteien ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben ist, wie die Vergangenheit zeigt; selbst die Grundlagen der großen Parteien werden mehr und mehr aufgeweicht, wenn es um die Macht geht.

Es verbleiben die Personen; wer sitzt in unseren Parlamenten? Zumindest in den großen Parteien sind es Menschen, die abhängig sind, entweder von der Partei selbst oder den großen Interessengruppen DGB, Arbeitgeber, Industrie, usw.Ihre Karrieren und Einkommen hängen davon ab, dass sie tun, was ihnen vorgeben wird. Leute mit Eigenprofil sind heute nicht mehr gefragt: Wie war das bei der vorletzten Bundespräsidentenwahl. Die Parteien hatten auch ausgewählte Bürger und Bürgerinnen zur Bundesversammlung geschickt, die nicht unbedingt als Parteigänger bekannt waren. Als einige nicht so wählten, wie sie sollten, gab es bei der letzten Wahl nur noch Parteisoldaten. Den Quereinsteiger, der aufgrund seiner beruflichen Erfahrung für eine oder auch zwei Legislaturperioden für eine der großen Parteien in ein Parlament einzieht, gibt es nicht mehr bzw. wird auch nicht mehr gewünscht. Falls sich jemand eine abweichende Meinung zutraut, wird er entweder herausgemobbt, siehe H. Merz, oder auch fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, siehe Prof. Kirchhoff. Leute mit Ecken und Kanten, wie es z.B. Strauß, Wehner, Schmidt, auch Kohl und ein wenig auch Schröder waren, sind heute nicht mehr denkbar. Dafür stehen Leute im Vordergrund, auch Minister, die Meinungen vertreten, über die man nur den Kopf schütteln kann, siehe z.B.H. Gabriel, H. Scholz oder H.Jung; so dumm können die Leute einfach nicht sein.

Wichtig für die moderne Kandidatenauswahl ist neben dem Fehlen einer eigenen Meinung, dass jemand lesbisch oder schwul ist oder auch zumindest einmal geschieden, denn damit zeigt er seine moderne Lebensauffassung. Ist es verwunderlich, dass manche Leute es bei dem Angebot vorziehen, zuhause zu bleiben. Es gibt eine Ausnahme bei diesen Kriterien: die direkten Bürgermeisterwahlen in übersichtlichen Städten und Gemeinden; hier gibt mehrheitlich noch die Person und nicht die Partei den Ausschlag.

Manche Leute glauben, dass eine direkte Wahl eine Verbesserung bringen könnte. Weit gefehlt! Man findet heute gegen jedes technische Projekt, sei es Kraftwerk, Kohle oder Atom- Gasleitung, CO2-Verbringung untertage, neue Straße, usw. geschürt durch die Medien, wobei wiederum das Fernsehen die Hauptlast trägt, genug moderne Rattenfänger, die den Widerstand schüren. Und sie alle merken nicht, wie kräftig sie an dem Ast sägen, auf dem sie alle sitzen.

oelgaard
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Beitrag von oelgaard » Freitag 17. Juli 2009, 11:45

:?: :wink:

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ellen
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Beitrag von ellen » Dienstag 21. Juli 2009, 11:39

Nach welchen Kriterien oder politischen Vorstellungen/Einstellungen/Vorlieben - oder was auch immer - wählt man nach dem gestrigen Tag eigentlich in Schleswig-Holstein? Oder eher gar nicht? Ellen

Horst Glameyer
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Beitrag von Horst Glameyer » Freitag 24. Juli 2009, 11:36

Heute (24.07.09) verkündete Schleswig-Holsteins amtierender Ministerpräsident den Bürgern des Landes, dass ihnen harte Zeiten bevorstehen. Er rechnet mit dem Verlust von etwa 600 Millionen € Steuereinnahmen und steigender Arbeitslosigkeit. Angesichts solcher Aussichten sind die Zuwendungen in Höhe von ca. 2,9 Millionen € an den Chef der HSH-Nordbank aus Steuermitteln, um ihn auf seinem Arbeitsplatz zu halten, zu vernachlässigende Ausgaben im Sinne von „Peanuts“ des branchenüblichen Bankjargons. Vermutlich wird man sie im beginnenden Wahlkampf nicht länger erwähnen; denn schließlich geht es um Größeres, nämlich wer künftig Schleswig-Holstein regieren wird. Bei soviel Aufrichtigkeit der Kandidaten fällt es dem Wähler gewiss leicht, sein Kreuz an die richtige Stelle zu setzen.

hwest

Das ist die Frage: Was kann man noch wählen ?

Beitrag von hwest » Freitag 24. Juli 2009, 11:41

Liebe Ellen,
deine Frage trifft den Punkt. Wir waren heute bei unserem Lübecker Gruppentreffen ziemlich ratlos. Und es ist zu erwarten, dass hier im Norden die Wahlenthaltungen noch größer werden.
Horst

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ellen
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Beitrag von ellen » Dienstag 28. Juli 2009, 12:39

Eigentlich hätte ich jetzt gerne über eine neue Webseite informieren wollen, sie ist heute offiziell gestartet worden und will zur und über die Bundestagswahl informieren. Unterstützt wird sie u.a. von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Deutschlandfunk, Bild-Zeitung ... Leider läßt sich die Seite nur mit dem Flash-Player 9 oder 10 öffnen. Theoretisch sollte das kein Problem sein diese neue Version herunterzuladen, wäre da nicht die Warnung vom 23./24. Juli durch das Bürger-CERT (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), dass der Adobe-Flash-Player und auch der neue Adobe-Reader und Acrobat Sicherheitslücken haben. Am 30. und 31.7. will Adobe diese Lücken schließen. Da kann man also nur hoffen, denn das, was ich heute zu dieser Webseite im DLF gehört habe, hörte sich sehr, sehr interessant an.

Zur Sicherheitslücke kann man sich hier informieren:
http://www.umweltruf.de/news/111/news0. ... mmer=28522

Einstweilen kann man ja das Interview zur Webseite nachlesen und/oder nachhören:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/inte ... f/1006286/

Wer dennoch die Seite aufrufen möchte bzw. für nach dem 31.07.:
www.buergerinfo09.de

Gruß Ellen

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