Reichholf: Das letzte Jahrtausend

Vom Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten.
Erna
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Beitrag von Erna » Montag 12. Februar 2007, 18:26

Ursula Fritzle schrieb
Gerade eben habe ich bei Heise eine neue Meldung gelesen: es geht um die Empfehlungen für eine aktive Klimaschutzpolitik, die der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen heute der Bundesregierung übergeben hat.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/85151
Wer also interessiert ist, kann sich den Bericht durchlesen. Da er ca 20 Seiten stark ist, wollte ich ihn nicht ganz anhängen.
Erna

Horst Glameyer
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Die Zukunft der Erde.

Beitrag von Horst Glameyer » Dienstag 13. Februar 2007, 12:25

Erfreulicher Weise machen sich viele hierzulande über die Zukunft der Erde Gedanken, nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Bauern und Farmer. So berichtete NDR-Info von Bauern in Amelinghausen (Lüneburger Heide), die mit Blick auf die kommende Erderwärmung über ein neuartiges, vermutlich sehr kostspieliges Bewässerungssystem für ihre Felder nachdenken, während das Fernsehen von einem australischen Farmer berichtete, der sich mit allen Mitteln gegen die wachsenden Dürreperioden stemmen will.

Zur Zeit beschäftigen wir uns mit dem Kapitel „Das letzte Jahrtausend. Ein historisch-ökologischer Rückblick auf die Zeit, aus der die Gegenwart kommt.“ von Josef H. Reichholf, in dem er u.a. die Ansicht vertritt, dass die Klimaveränderungen in der Vergangenheit sehr stark die geschichtlichen Ereignisse mitbestimmten. Wie aber reagierten die Menschen in der Vergangenheit darauf? Häufig brachen sie zu Eroberungszügen auf, vertrieben oder unterjochten die Bewohner fruchtbarer Landstriche. Der Not, aber auch der Habgier gehorchend, führten sie unzählige Kriege.

Nach dem UN-Klimabericht bahnen sich bis zum Jahre 2100 infolge der Erderwärmung große Veränderungen an, die sich auf weite Bereiche des Lebens auswirken werden, z.B. durch bedrohlich wachsenden Wassermangel und erhebliche Landverluste an den Küsten durch das Ansteigen des Meeresspiegels. Diese Veränderungen werden sich nicht rückgängig machen, doch vielleicht etwas aufhalten lassen. Das gelingt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass alle Völker und Staatenlenker die sie bedrohenden Gefahren jetzt erkennen und entsprechend vorausschauend planen und handeln. Dafür bleibt für die Bewohner dieses Planeten nur noch wenig Zeit, global zu denken und füreinander Verantwortung zu übernehmen, anstatt wie in Vergangenheit und Gegenwart aus Habgier und Eigeninteresse gegeneinander Krieg zu führen.

Es gibt wohl nur wenige Sternstunden in der Geschichte der Menschheit, in der einsichtige Politiker die Menschheit vor dem Untergang durch einen Atomkrieg bewahrten. Hoffen wir, dass sich eine solche Einsicht auch auf die Klimaveränderung erstrecken wird; denn mehr noch als das veränderte Klima wird in Zukunft der Mensch und sein Verhalten das Problem sein.
Gruß
Horst

Roli Huber

Wasser ist mehr wert als Öl!

Beitrag von Roli Huber » Mittwoch 28. Februar 2007, 15:48

Zum letzten Beitrag von Horst hier eine aktuelle Ergänzung
aus einem heutigen Bericht der italienischen Tageszeitung (La Repubblica):
Die FAO sagt voraus, daß im Jahre 2050 fast ein Drittel der Menschheit
ohne Trinkwasser sein wird.
Weiter wird im Artikel erwähnt, daß man 2000-5000 Lister Wasser braucht, um ein Kilo Reis zu produzieren. Im Durchschnitt seien pro Kopf 3ooo Liter Wasser nötig, um die notwendigen Nahrungen zu erzeugen.

Erna
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Beitrag von Erna » Mittwoch 28. Februar 2007, 17:50

Heute las ich in der Zeitung, dass 2006 das wärmste Jahr seit 19001 war.
In einer Diskussion sagte eine Kreisbäuerin, wenn der Klimawandel so weiterginge, müssten die Bauern den Anbau von Lebensmitteln gänzlich umstellen. Ihrer Meinung nach, kann es auch zu einer Verknappung der Lebensmittel auf der ganzen Welt kommen.
Erna

GuenterF

Um was geht es eigentlich ?

Beitrag von GuenterF » Donnerstag 1. März 2007, 19:05

Liebe DiskutantInnen,

ist es wirklich so wichtig, ob ein Autor bezüglich seiner historischen Einschätzung recht hat oder sich irrt ?

Ich finde NEIN.....es ist halt lediglich eine (unmassgebliche ?!) Meinung ...ist es da nicht interessanter, wie können/solten wir uns verhalten, um unseren persönlichen Beitrag zur Abwendung der Klimakatasrophe zu tun , z.B. den Fleischverzehr gegen NULL gehen zu lassen.....

Sind wir nicht eigentlich zu erhaben und zu weise, um uns zu sehr in rein intellektuellen Auseinandersetzungen zu verzetteln ?

Günter

Roli Huber

Um was geht es eigentlich?

Beitrag von Roli Huber » Freitag 2. März 2007, 19:07

Hallo Günter,
herzlichen Dank für Deinen Impuls. Ja, ich möchte auch, daß wir ausreichend darüber diskutieren, was kann ich als einzelner und was können wir Bürger, wir Senioren, ..... und wir vom Verein Vile gegen diese ungeheuren Gefahren tun. Das sind wir unseren Kindern und Kindeskindern schuldig. Die Vorträge des Buches sollen uns eine gute Wissensgrundlage dazu vermitteln.
Noch etwas Organisatorisches. Wir haben eine Mailingliste für alle, die an unserem gemeinsamen Lesen teilnehmen wollen. Wenn Du Interesse daran hast und es Dir recht ist, dann teile mir doch Deine Mailingadresse mit. (Roli.Huber@t-online.de) .
mit freundlichem Gruß von der Südgrenze
roland
Zuletzt geändert von Roli Huber am Freitag 2. März 2007, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.

Roli Huber

Kontakt

Beitrag von Roli Huber » Freitag 2. März 2007, 19:13

Hallo Klaus Rüger in Dresden,
besten Dank für Deinen interessanten Beitrag.
Wir haben eine Mailingliste für alle, die an unserem gemeinsamen Lesen teilnehmen wollen. Wenn Du Interesse daran hast und es Dir recht ist, dann teile mir doch Deine Mailingadresse mit. (Roli.Huber@t-online.de) .
mit freundlichem Gruß vom Hegau zwischen Bodensee und Hochrhein.
roland

Roli Huber

Klimawandel als Chance?

Beitrag von Roli Huber » Freitag 2. März 2007, 19:21

Brigitte Höfer aus Frankfurt stellt uns folgende Pressemitteilung
der Technische Universität Darmstadt bereit:
:


Klimawandel als Chance?


Forscher der TU Darmstadt raten Regionen zur schnellen Anpassung.
Projekt KLARA-Net präsentiert sich in Berlin im Rahmen der
Forschungsoffensive "klimazwei".


Spätestens der 4. IPCC Bericht hat die Diskussionen rund um das Thema
Klimawandel wieder neu aufgeheizt. Die Chancen des Wandels sehen
bislang jedoch nur wenige: "Der Klimawandel wird in der Regel als
Bedrohung gesehen, doch man kann ihn auch als Chance begreifen", sagt
Prof. Hans Reiner Böhm von der TU Darmstadt. Er ist Leiter des
Pilotprojektes KLARA-Net, einer Klima-Initiative für die Region
Starkenburg, südlich von Frankfurt am Main. Sie ist eines der
Projekte, die im Rahmen der Förderlinie "klimazwei" vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt werden. Noch
bis zum 1. März kommen jetzt in Berlin alle bundesweiten Projektteams
zum Auftakt der neuen deutschen Forschungsoffensive zusammen.


KLARA-Net bereitet die Region Starkenburg gemeinsam mit regionalen
Akteuren konkret auf die zu erwartenden Klimaveränderungen vor. Die
Darmstädter Initiative gehört damit zu den in Berlin vertretenen
Projekten, die ihren Schwerpunkt auf ein Anpassen an den kommenden
Klimawandel gelegt haben.


Kiwis und Melonen aus dem Odenwald
Mit welchen Klimaveränderungen die Starkenburger rechnen müssen, geht
aus neuen Klimadaten des Max-Planck-Institutes für Meteorologie
hervor: Wärmere und feuchteren Winter, dafür aber heißeren und
trockeneren Sommer. Hitzewellen werden genauso zunehmen wie starke
Niederschläge und Stürme. Auf diese Prognosen soll mit neuen Produkten
reagieren werden. Im Odenwald werde zum Beispiel überlegt, mit
Schneekanonen stärker in den Wintersport zu investieren, berichtet
Lena Herlitzius von der TU Darmstadt. Der sinkenden Schneesicherheit
stehe die Hoffnung eines boomenden Mittelgebirgstourismus gegenüber.
Denn wenn es woanders zu heiß wird, sei beispielsweise der Odenwald
ein willkommenes Ziel für "abwandernde" Mittelmeertouristen. Die
Starkenburger Bauern planen Feldversuche mit neuen Kulturpflanzen. Sie
hoffen, durch die größere Hitze Früchte wie Melonen und Kiwis anbauen
zu können. Und: Merlot oder Cabernet Sauvignon könnten schon bald zu
typisch deutschen Wein-Marken werden.


Medienkontakt: Dipl.-Ing. Lena Herlitzius,
l.herlitzius@iwar.tu-darmstadt.de
Telefon: 06151/16-6862



Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.tu-darmstadt.de
http://www.iwar.bauing.tu-darmstadt.de/ ... LARA01.htm


Zu dieser Mitteilung finden Sie Bilder unter der WWW-Adresse:
http://idw-online.de/pages/de/image44214
Neuer deutscher Exportschlager? Klimawandel verlangt auch Mut zur Anpassung


Die gesamte Pressemitteilung inkl. Bilder erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news198120

Erna
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Klimawandel im Februar 2007

Beitrag von Erna » Sonntag 4. März 2007, 12:48

http://service.tagesschau.de/multimedia ... limawandel
Unter oben stehendem Link findet man interessante audiovisuelle Berichte über den Klimawandel im Februar 2007.
Erna

Klaus Rüger

Meine Mailadresse

Beitrag von Klaus Rüger » Montag 5. März 2007, 16:29

Lieber Rolf,
ich habe nunmehr für Dich und alle anderen in mein Profil meine Mailadresse eingetragen :
RuegerKlaus @web.de !!

Klaus Rüger

Moderatoreneröffnungen in diesem Forum

Beitrag von Klaus Rüger » Dienstag 13. März 2007, 11:45

Meine Frage ist, wann die jeweiligen Moderatoren für die nächsten Artikel des Buches ihr Eröffnungsthema ins Forum stellen ?
Bis jetzt ist nur für den ersten Artikel das Thema zur Diskussion "anmoderiert" worden !!
Mfg
Klaus

MariaGM
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Beitrag von MariaGM » Montag 19. März 2007, 09:32

Liebe Mitdiskutierende,
Da mit Ernas Beitrag ein neues Kaptitel zur Diskussion steht, möchte ich zu meiner Moderation noch einige Bemerkungen machen.
Ich gehe davon aus, dass wir nach der Diskussion nicht wie bei den „kulturellen Werten“ eine Zusammenfassung erstellen, die dann veröffentlicht wird.
Ich hätte damit aus mehreren Gründen Probleme.
Obwohl sich die Diskussion zum ersten Kapitel lange hingezogen hat, gab es nicht viele Beiträge. Diese lassen sich in zwei Gruppen teilen:
1. Es gab interessante Hinweise und Anregungen zum Klimawandel. Sie gehören aber nicht in eine Zusammenfassung über die Diskussion zum Beitrag von Herr Reichholf.
2. Ich hatte schon bei der Inhaltsangabe Probleme, weil ich sehr vieles nicht für richtig hielt. Meine persönliche Meinung deckt sich vollkommen mit dem, was Klaus Rüger geschrieben hat. Ich zitiere hier nochmals:
„Herr Reichholf ist ein mehrfach ausgezeichneter Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe, der viele Bücher publiziert und Vorträge gehalten hat.
Er hat zu allem, nicht nur auf seinem Fachgebiet, eine Meinung!“
Meiner Meinung nach hat hier jemand einen Vortrag übernommen, der zwei Wissenschaftsbereiche miteinander verbinden sollte, von denen er aber nur für den einen der zuständige Fachmann war. Eine wirklich Diskussion über diesen Vortrag hätte die einzelnen Behauptungen genauer untersuchen müssen, dazu hatte aber niemand von uns Lust und außerdem fehlte wahrscheinlich auch das nötige historische Detailwissen.
Für mich ist dieses Kapitel also abgeschlossen.

Ich möchte aber noch eine grundlegende Frage aufwerfen, die mich beschäftigt, ich hoffe, dass sie nicht falsch verstanden wird.
Ist es überhaupt sinnvoll über solche Vorträge zu diskutieren? Wir haben es hier mit Fachleuten zu tun, die vor anderen Fachleuten einen Vortrag halten. Es sind Themen, über die sie Bescheid wissen, sie haben recherchiert und wollen sicher ihr Bestes geben.
Wir können ihre Aussagen zu Kenntnis nehmen, wir können daraus etwas lernen, aber können wir wirklich darüber diskutieren?
Könnte es sein, dass das mangelnde Interesse vieler ViLE Mitglieder sich damit erklären lässt?
Ich will mit diesen Äußerungen nicht unsere Arbeit klein reden, ich selber bin aber nicht sehr motiviert, über Fakten zu diskutieren, die häufig allgemeiner Konsens sind und die wir als gegeben akzeptieren müssen.
Der Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle bewegt, über das wir uns informieren müssen, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Diskussion über „Die Zukunft der Erde“ dazu der richtige Weg ist.

MariaGM
Beiträge: 23
Registriert: Samstag 4. Juni 2005, 12:07
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Beitrag von MariaGM » Montag 19. März 2007, 10:23

Liebe Mitdiskutierende,
Da mit Ernas Beitrag ein neues Kaptitel zur Diskussion steht, möchte ich zu meiner Moderation noch einige Bemerkungen machen.
Ich gehe davon aus, dass wir nach der Diskussion nicht wie bei den „kulturellen Werten“ eine Zusammenfassung erstellen, die dann veröffentlicht wird.
Ich hätte damit aus mehreren Gründen Probleme.
Obwohl sich die Diskussion zum ersten Kapitel lange hingezogen hat, gab es nicht viele Beiträge. Diese lassen sich in zwei Gruppen teilen:
1. Es gab interessante Hinweise und Anregungen zum Klimawandel. Sie gehören aber nicht in eine Zusammenfassung über die Diskussion zum Beitrag von Herr Reichholf.
2. Ich hatte schon bei der Inhaltsangabe Probleme, weil ich sehr vieles nicht für richtig hielt. Meine persönliche Meinung deckt sich vollkommen mit dem, was Klaus Rüger geschrieben hat. Ich zitiere hier nochmals:
„Herr Reichholf ist ein mehrfach ausgezeichneter Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe, der viele Bücher publiziert und Vorträge gehalten hat.
Er hat zu allem, nicht nur auf seinem Fachgebiet, eine Meinung!“
Meiner Meinung nach hat hier jemand einen Vortrag übernommen, der zwei Wissenschaftsbereiche miteinander verbinden sollte, von denen er aber nur für den einen der zuständige Fachmann war. Eine wirklich Diskussion über diesen Vortrag hätte die einzelnen Behauptungen genauer untersuchen müssen, dazu hatte aber niemand von uns Lust und außerdem fehlte wahrscheinlich auch das nötige historische Detailwissen.
Für mich ist dieses Kapitel also abgeschlossen.

Ich möchte aber noch eine grundlegende Frage aufwerfen, die mich beschäftigt, ich hoffe, dass sie nicht falsch verstanden wird.
Ist es überhaupt sinnvoll über solche Vorträge zu diskutieren? Wir haben es hier mit Fachleuten zu tun, die vor anderen Fachleuten einen Vortrag halten. Es sind Themen, über die sie Bescheid wissen, sie haben recherchiert und wollen sicher ihr Bestes geben.
Wir können ihre Aussagen zu Kenntnis nehmen, wir können daraus etwas lernen, aber können wir wirklich darüber diskutieren?
Könnte es sein, dass das mangelnde Interesse vieler ViLE Mitglieder sich damit erklären lässt?
Ich will mit diesen Äußerungen nicht unsere Arbeit klein reden, ich selber bin aber nicht sehr motiviert, über Fakten zu diskutieren, die häufig allgemeiner Konsens sind und die wir als gegeben akzeptieren müssen.
Der Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle bewegt, über das wir uns informieren müssen, ich bin mir aber nicht sicher, ob die Diskussion über „Die Zukunft der Erde“ dazu der richtige Weg ist.

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