Peter Härtling: Verdi

Hier diskutieren wir über belletristische Bücher.
Antworten
Brigitte Höfer
Beiträge: 440
Registriert: Donnerstag 9. Februar 2006, 17:51
Wohnort: 61440

Peter Härtling: Verdi

Beitrag von Brigitte Höfer » Montag 23. Oktober 2017, 15:04

Peter Härtling, geboren 1933 in Chemnitz, seit1967 Cheflektor des Fischer-Verlags, seit 1974 freier Schriftsteller, starb am 10. Juli 2017.
Sein letzter Roman "Verdi" beschreibt die letzten Jahre (ab 70 Jahre) des italienischen Komponisten. Aus dem Klappentext: "Peter Härtling, profunder Musikkenner und Autor hochgelobter Künstlerromane, von Schumann über Schubert bis zu Hölderlin und Fanny Mendelssohn, nähert sich dem alternden Verdi und lässt seine Fantasie schweifen. Die Geschichte beginnt auf der Höhe seines Schaffens und gleichzeitig an einem kritischen Punkt. Verdi hat mit !Aida! einen phänomenalen Erfolg gefeiert und versucht nun etwas Neues. Mit dem Streichquartett in e-Moll und dem Requiem überrascht er sich, sein Publikum und Peppina, seine zweite Frau und engste Vertraute. Und er beginnt, sich neben der Musik um anderes zu kümmern: seinen Landsitz Sant'Agata, in dessen Umgebung er ein Krankenhaus gründet, und die Casa die Riposi dei Musici, ein Altersheim für ehemalige Musiker in Mailand. Es folgen weltberühmte Kompositionen, besonders der "Otello" und der "Falstaff" in der spannungsreichen Zusammenarbeit mit dem Librettisten Arrigo Boito.
Härtling erzählt von einem Mann, der immer auf der Suche ist - nach sich, der Liebe, der Erfüllung, dem künstlerischen Ausdruck. Einem Mann mit Erfahrung, der doch immer wieder von Neuem anfängt und am Vertrauten hängt, vor allem an Peppina. Ein beglückender Roman, leicht erzählt, mit musikalischem Gespür für Dissonanzen, Zwischentöne und das große Finale."

Antworten