Aktuelle Tipps rund um Literatur

Hier diskutieren wir über belletristische Bücher.
Antworten
Carmen

Aktuelle Tipps rund um Literatur

Beitrag von Carmen » Montag 1. August 2005, 18:36

Literatur Live? Wer das möchte, sollte zum 5. internationalen Literatur-festival fahren, das vom 6.- 17.September in Berlin stattfindet. Hier stellen rund 100 internationale Autoren und Autorinnen ihre Werke oder zeitgenössische Werke anderer in Prosa und Lyrik vor. Zu erleben sind u.a. der japanische Nobelpreisträger Kenzaburo, Doris Lessing, Carlos Fuentes , Hans Magnus Enzensberger, Judtith Hermann.
Näheres siehe www.literaturfestival.com

Benutzeravatar
ellen
Beiträge: 276
Registriert: Montag 4. April 2005, 18:47
Wohnort: Stuttgart
Kontaktdaten:

Buchmesse

Beitrag von ellen » Mittwoch 19. Oktober 2005, 15:41

Liebe MitleserInnen, ich will nur ganz schnell erinnern, daß in dieser Woche die Buchmesse begonnen hat. Aber das brauche ich sicher in diesem Kreise nicht zu erwähnen? Vielleicht aber dies, daß am Samstag und Sonntag dieser Woche die Messe von 9 - 18 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich ist!
Wem dies zu beschwerlich ist, kann ja auch auf die reiche Auswahl an Veröffentlichungen der großen Tages- und Wochenzeitungen zur Buchmesse zurückgreifen. Gestern hatte die Süddeutsche Zeitung eine dicke Beilage, heute die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und wer sich beeilt, kann heute noch die ZEIT vom letzten Donnerstag bekommen, der auch eine Sammlung von Neuvorstellungen beilag.
Darf ich dann auch noch daran erinnern, daß unser Themenstrang Buchempfehlungen in diesem Forum ein paar aktuelle Buchvorschläge brauchen könnte? Vielleicht ist die Buchmesse ja ein guter Aufhänger ...

Gruß Ellen

Erna
Beiträge: 878
Registriert: Freitag 1. April 2005, 10:47

Verleihung des Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Beitrag von Erna » Sonntag 23. Oktober 2005, 13:46

Gerade habe ich mir in hr3 die Verleihung des Friedenspreises an Orhan Pamuk gesehen und war sehr beeindruckt. Einmal war die Laudatio von J. Sartorius sehr gut. Er ging auf viele Stellen in den unterschiedlichen Büchern von O.Pamuk ein. Dabei wurde das Anliegen des Schriftstellers Vergangenheit und Gegenwart, Ost und West einander näher zu bringen, sehr gut dargestellt.
In der anschließenden Dankesrede verwies O. Pamuks dann darauf, dass er den Roman, und er nannte große Romanciers des 19. Jahrhunderts, aber auch Th. Mann, für die größte literarische Leistung Europas hält.
Er wurde aber auch politisch und bedauerte die abweisende Haltung vieler Deutscher bei der Aufnahme der Türkei in die EU. Das Klopfen, an die Tür von Europa, das nicht beachtet wird, würde ungeahnte Folgen haben. Leider nannte als den Grund die unterschiedlichen Religionen, worin ich ihme nicht ganz folgen kann.
Gleichzeitig erinnerte er aber auch die Türkei an ihre Aufgaben.
Es war eine sehr gute Veranstaltung.
Orhan Pamuk war mit seiner Tochter erschienen.

ursel

TV: Literatur im Foyer - Gast Imre Kertesz

Beitrag von ursel » Freitag 13. Oktober 2006, 12:07

"Sendung am 13. Oktober um Mitternacht, Wiederholung am 15. Oktober um 7.30 Uhr, im SWR Fernsehen

Gespräch mit Literaturnobelpreisträger IMRE KERTESZ Lesung mit Peter Fitz und André Jung

Imre Kertész, Literaturnobelpreisträger von 2002, hat wie kein anderer das literarische Schreiben über die Vernichtung der europäischen Juden geprägt. Er selbst hat Auschwitz überlebt. Sein "Roman eines Schicksallosen", der die Deportation des 16jährigen György Köves nach Auschwitz und Buchenwald bis zu seiner Befreiung bei Kriegsende erzählt, basiert auf seiner eigenen Geschichte. Auch Kertész' weiteren Romane, Erzählungen und Essays gehen von der eigenen Biografíe aus, seiner Erfahrung der kommunistischen Diktatur in Ungarn, den Schwierigkeiten des Überlebens. Aber so nahe das Werk von Imre Kertész auch an seiner Lebenssituation bleibt, es ist keineswegs mit autobiografischem Schreiben zu verwechseln. Sein neues Buch, "Dossier K.", bezeichnet Kertész als eine Ermittlung. Es basiert auf einem Gespräch, das er mit seinem ungarischen Lektor über sein Leben und das Verhältnis von Dichtung und Wahrheit in seinem Werk geführt hat. Eine "regelrechte Autobiographie" ist dabei entstanden, ein platonischer Dialog, den der Autor im Grunde mit sich selbst führt.
Thea Dorn spricht mit Imre Kertész über sein Leben, über die literarische Bilanz des heute 76jährigen und über sein neues Buch, "Dossier K. Eine Ermittlung", das erneut um die Frage kreist, ob nicht die Fiktion mehr von der Wahrheit eines Lebens weiß als der Tatsachenbericht.
Die Schauspieler Peter Fitz und André Jung werden Teile der Gespräche aus "Dossier K." vortragen."

Dieser Text stammt aus dem Literatur-im-Foyer-Newsletter. Sicher wird es eine interessante Sendung (für Nachtaktive, Frühaufsteher oder Menschen, die so etwas aufzeichnen können)
ursel

ursel

05.11.2006 in Phoenix 11:00 Kehlmann

Beitrag von ursel » Samstag 4. November 2006, 08:45

Sonntag 05.11.2006 in Phoenix: 11:00-11:45 eine Wiederholung der Bühler Begegnungen, Peter Voss im Gespräch mit Daniel Kehlmann

Erna
Beiträge: 878
Registriert: Freitag 1. April 2005, 10:47

Beitrag von Erna » Mittwoch 8. November 2006, 13:58

Wer von den Leserinnen kennt das Buch von Xavier Marias: Mein Herz so weiß und wer hat schon etwas von Schätzing gelesen? Da gibt es jetzt eines, das heißt: Mordshunger? Oder wollen wir noch einen "Werner" lesen?
Gruß
Erna

ursel

Ingrid Noll als Köchin und eine Antwort auf Ernas Frage

Beitrag von ursel » Samstag 11. November 2006, 09:47

Liebe Erna,
ich wollte gerade von Ingrid Noll und Rotweinzwiebeln bei Biolek heute am Samstag in der ARD 13:30 und im WDR 17:50 berichten, aber Du möchtest ja sicher auch gern eine Antwort auf Deine Fragen. Ich lese gerade Javier Marias und finde ihn ziemlich anpruchsvoll. Schätzing kenne ich nur von Talkshows. Ich habe bei Rezensionen gelesen, daß Mordshunger sein erstes Buch war und von späteren übertroffen wurde. Die Froschnacht von Werner würde ich gern lesen, habe aber keine Ahnung, ob sie mir ebenso gefallen würde wie der "Hang".
Ursel

ursel

Literatur im Foyer im SWR-Fernsehen. Thema "Älter werde

Beitrag von ursel » Donnerstag 7. Dezember 2006, 20:21

Literatur im Foyer mit Thea Dorn Sendung am Freitag, 8. Dezember um Mitternacht im SWR Fernsehen, Wiederholung in 3sat : Sonntag, 14. Januar um 13.30 Uhr
GESRPÄCHSRUNDE mit THEA DORN ZUM THEMA "ÄLTER WERDEN"
Jenseits demographischer Panikmache und Methusalemkomplott bedeutet "Älter werden" immer ein persönliches Schicksal, eine ganz individuelle Geschichte. Sind die Alten immer die anderen? Gibt es eine Kultur des Alters in Zeiten des Jugendkults? Ab wann wird man älter? Und: Ist man jemals alt oder wird man einfach immer nur älter? Gibt es -dank steigender Lebenserwartung - ein junges Altsein und ein altes?
Die Gäste:
HELLMUTH KARASEKS autobiographische Gedanken und Erinnerungen "Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten" erzählen vom Jungsein, vom Ewigjungsein und vom dann doch nicht mehr Jungsein.
Die Schriftstellerin BARBARA BRONNEN erzählt in ihrem neuen Roman "Am Ende ein Anfang" eine besondere Liebesgeschichte über zwei, die schon einmal ein Paar waren, vor über 30 Jahren. Jetzt sind sie um die Siebzig und treffen sich wieder. Eine langsame Annäherung beginnt. Aber geht das überhaupt: an die Vergangenheit anknüpfen?
ANNETTE PEHNT hat mit "Haus der Schildkröten" einen Generationenroman geschrieben, der nicht nur unter den Bewohnern eines Altenheims spielt, sondern auch unter den Besuchern, den Angehörigen, den Söhnen, den Töchtern.
MARIE-LUISE VON DER LEYEN versammelt in "Lebenslinien" Gespräche mit "Zeitgenossen über 60": Isabelle Allende, Claude Chabrol, Norman Mailer, Karlheinz Böhm, Martin Walser, sie alle haben Auskunft gegeben über ihr Leben, über die Erfahrung des Älterwerdens.
(Literatur im Foyer. Newsletter 07.12.2006, Auszug)

Erna
Beiträge: 878
Registriert: Freitag 1. April 2005, 10:47

Beitrag von Erna » Freitag 8. Dezember 2006, 19:11

Heute bin ich in der Buchhandlung gewesen und habe gesehen, dass Lelord : Hectors Reise im Augenblick wieder an 1. Stelle steht bei den Romanen.
Liebe Ursel, sind die von dir genannten Bücher alle Neuerscheinungen und sind sie als Taschenbuch erhältlich?
Erna

ursel

Taschenbücher

Beitrag von ursel » Samstag 9. Dezember 2006, 08:53

Liebe Erna,
da die Titel ziemlich neu sind, wird es sie noch nicht als Taschenbücher geben. Ich wollte nur auf die Sendung hinweisen.
Kann es sein, daß jetzt Lelord: Hector und die Entdeckung der Zeit ganz oben auf den Bestsellerlisten ist? Der Buchumschlag ähnelt unserem Hector und seiner Suche nach dem Glück sehr. Gruß Ursel

ursel

Liste der Werke deutscher Autorinnen im Internet

Beitrag von ursel » Mittwoch 31. Januar 2007, 09:17

http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Autorinnen
enthält eine Liste von deutschen und deutschsprachigen Autorinnen, deren Werke als scans oder e-Texte im Internet zu finden sind.
(gelesen in netbib weblog)

ursel

Simplicissimus 1896-1944 Digitale Edition

Beitrag von ursel » Dienstag 27. Februar 2007, 10:11

http://www.simplicissimus.info/
Man muss weit runterscrollen, um zum Punkt "Abruf der Hefte im Pdf-Format hier " zu kommen. Es handelt sich um ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar, des Dt. Literaturarchivs Marbach u.a.
Ursel

Benutzeravatar
ellen
Beiträge: 276
Registriert: Montag 4. April 2005, 18:47
Wohnort: Stuttgart
Kontaktdaten:

simplicissimus

Beitrag von ellen » Dienstag 27. Februar 2007, 21:31

Liebe Ursel, vielen Dank für den tollen Tip, ich habe mir schon zwei Hefte ausgedruckt. Da kann mein neuer Drucker endlich zeigen, was er kann.

Grüße von der Schwäbischen Alb nach Frankfurt Ellen

ursel

Literatur im Foyer SWR bzw. 3sat

Beitrag von ursel » Freitag 9. März 2007, 09:05

Aus dem Literatur-im-Foyer-newsletter:
"Literatur im Foyer" mit Thea Dorn Freitag, 9. März 2007 um 0.00 Uhr im SWR Fernsehen, Sonntag, 11. März 2007 um 13.30 Uhr in 3sat

DORIS DÖRRIE, berühmte Spielfilmregisseurin und gefeierte Erzählerin hat einen neuen Roman veröffentlicht: "Und was wird aus mir?": Ein melancholisch-ironischer Rückblick auf einstige Hoffnungen, auf frühe Filmerfolge, erste Schritte in Hollywood, eingeschlafene und abgebrochene Karrieren. Und dann ist da noch die Tochter, der man ein sinnvolles und geglücktes Leben zumindest vorgaukeln will.
HARTMUT VON HENTIG ist der Doyen der deutschen Pädagogik. Seit vielen Jahren und Jahrzehnten mischt sich der heute 81jährige in die Debatten um die richtige Erziehung. Immer auf der Seite des Dialogs, des vernünftigen Gesprächs. Jetzt hat er den ersten Teil seiner Erinnerungen veröffentlicht: "Mein Leben - bedacht und bejaht." Er erzählt von seiner bewegten Kindheit und Jugend in San Francisco, in der Mark Brandenburg, in Bogota, Amsterdam, Berlin. Er erlebt den Aufstieg des Nationalsozialismus, er wird im zweiten Weltkrieg eingezogen und verwundet. Nach dem Krieg bringt ihn ein Zufall wieder nach Amerika.
SILKE SCHEUERMANN ist Lyrikerin und Erzählerin. "Die Stunde zwischen Hund und Wolf" ist ihr erster Roman, die Sprache klar, kühl und im besten Sinne gegenwärtig. Im Gegensatz zu denen, die als "Fräuleinwunder" in der deutschen Literatur gehandelt wurden, scheut ihre Prosa sich nicht vor den tiefen Krisen der menschlichen Beziehungen, den Rissen im Alltagsleben, die nicht mehr zu kitten sind.
VERANSTALTUNGSHINWEIS:
Am Donnerstag, 22. März zeichnen wir eine Sendung in LEIPZIG auf: Ab 20 Uhr im Werk 2 der Kulturfabrik, Halle A, Kochstr. 132
Gäste: u.a. Wilhelm Genazino, Christina von Braun, Antje Ravic Strubel, Robert Ide und Sascha Lange. Poetry-slam mit "The Boyz and tha Girlz in tha Back".
Einlass: 19.30 Uhr // Eintritt frei, Anmeldung: 0341/3 08 01 12 oder info@werk-2.de

ursel

"Literatur im Foyer" SWR Fernsehen mit Jonathan Fr

Beitrag von ursel » Donnerstag 12. April 2007, 14:35

LITERATUR IM FOYER mit Thea Dorn am Freitag, den 13. April um Mitternacht im SWR Fernsehen
am Sonntag, den 22. April um 13.30 Uhr in 3sat
IM GESPRÄCH MIT JONATHAN FRANZEN
Eine Millionen verkaufte Exemplare in den USA, ein Bestseller weltweit - Jonathan Franzens Roman "Die Korrekturen" hat die Karten der
Weltliteratur neu gemischt: anspruchsvoll, realistisch, erfolgreich, unterhaltsam zugleich. Franzen entfaltet ein ungeschöntes Familienporträt,
eine ganz normale Geschichte. Er erzählt von Helden wie du und ich - ohne überbordende Phantasie, ohne Erzählexperimente, ohne
Panoramablick. Veränderungen, statt Umwälzungen, das Beharrungsvermögen jedes Einzelnen, die Trägheiten des Charakters, das ist, was Franzen interessiert. Er ist ein Meister des Nahblicks, er schreibt mit den Mitteln des Mikroskops. Er entwirft eine Naturgeschichte der
menschlichen Biographien.
Auch sein neues Buch passt in dieses Projekt: "Die Unruhezone". Es geht um "Eine Geschichte von mir". Ihr Held: Jonathan Franzen, der Junge
aus dem Mittelwesten mit seinen Ängsten und Unsicherheiten, der Erwachsene in New York, der aufstrebende Schriftsteller, die Scheidung von seiner Frau, der Tod der Mutter, der Verkauf des Elternhauses. Korrekturen am eigenen Leibe.

Antworten