Wir warten auf Arbeitsplätze

Ein Projekt der ViLE Gruppe Lübeck.
Die Gruppe lädt alle zu einer regen Diskussion ein.
RenateBowen
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Briefwechsel

Beitrag von RenateBowen » Dienstag 11. April 2006, 13:53

Ich kann Ingeborgs Argumenten nur zustimmen.
Es enttäuscht mich sehr, dass wir uns bei ViLE schon wieder in dieser Debatte befinden. Seit unsere Regierung aus einer großen Koalition besteht, sind die scharfen Töne in der täglichen Auseinandersetzung verschwunden. Wir haben weniger Diskussionen, bei denen es um Prestigegewinn der einen oder anderen Partei, aber nicht um Lösungen der Probleme dieses Staates geht. Es wird auch bei unserer Diskussion im Forum keine Partei angegriffen, keine Partei verunglimpft, wenn die Regierung kritisiert wird, oder sogar nur Aktivitäten angemahnt werden.

Lasst uns doch bitte unsere verschiedenen Meinungen austauschen. Wir sind als Senioren Teil dieser Gesellschaft und sollten deshalb Einfluss nehmen. Ich bewundere es, wenn es Menschen gibt, die ihrer Meinung auch als Bürger eines demokratischen Staates bei ihrer Regierung Ausdruck verleihen.

Horst Glameyer
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Koalitionsvertrag u. Tagespolitik

Beitrag von Horst Glameyer » Dienstag 11. April 2006, 15:44

Wieder zurück zum Thema „Wir warten auf Arbeitsplätze“:
Wer hat gestern Abend (10.04.) die ARD-Fernsehsendung „Report“ aus Mainz gesehen? Ein Beitrag darin passte zu unserem Thema.
Nach einer internen Vorschrift der Bundesarbeitsagentur sind Langzeitarbeitslose, am Beispiel eines 50jährigen gezeigt, als „Betreuungskunden“ zu behandeln, mit denen nur noch zweimal im Jahr (alle 6 Monate) in der Agentur Gespräche zu führen sind, weil für sie ohnehin keine Aussicht mehr auf Vermittlung eines Arbeitsplatzes besteht. Das soll mit dem Bundesministerum für Arbeit und Soziales abgestimmt worden sein. Das Ministerium äußerte sich auf Anfrage des „Report“-Teams unbefriedigend. Ein Vertreter der kommunalen Jobcenter befürchtete in der Sendung, dadurch würden erst Langzeitarbeitslose geschaffen.

Mark

Beitrag von Mark » Dienstag 11. April 2006, 23:48

Statt sich Gedanken zu machen und darüber zu diskutieren, ob mündige, aber nicht parteigebundene Bürger – außer bei Wahlen – überhaupt eine Chance haben, Politiker in ihrem Handeln zu beeinflussen, werden anhand irgendwelcher Formalitäten Hahnenkämpfe ausgefochten, die, so dachte ich, bei der Generation 60+ nicht mehr nötig sind.

Erna
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Beitrag von Erna » Mittwoch 12. April 2006, 10:50

Wer bitte ist Mark?
Erna

Gast

Beitrag von Gast » Mittwoch 12. April 2006, 17:10

Entschuldige Erna: ich bin Friedel Mark

hwest

Neutralität oder politische Aussage

Beitrag von hwest » Mittwoch 12. April 2006, 19:19

Hallo Clemens,
nun bist Du etwas aus Deiner Deckung herausgekommen. Nicht die Neutralität eines Moderators (was auch immer Du darunter verstehen magst) ist Dir wichtig, sondern die politische Aussage des Moderators. So lese ich jedenfalls Deine Antwort vom 9. April auf den Beitrag von Rita B. Dann wäre es sicher besser gewesen, Du hättest Dich an der Diskussion beteiligt und Deine Sicht vertreten.

Du äußerst oft Vermutungen. Es trifft z.B. nicht zu, dass mit dem Brief an Frau Merkel die Meinung einer ViLE-Gruppe vorgetragen wurde. Es war meine ganz persönliche Initiative. Das wird auch deutlich, da alle Briefe von mir unterschrieben sind. Der Entschluß der Lübecker Gruppe, den Briefwechsel im Projekt darzustellen, erfolgte erst, als sich herausstellte wie exemplarisch er deutlich macht, wie mit den Sorgen der Bürger umgegangen wird.

Deine Frage, ob sich die Bundeskanzlerin aufgrund dieser Aufforderung nun an die Arbeit machen und zur Tat schreiten werde, ist ziemlich absurd. Ich hatte nicht erwartet, von ihr zu einem Gespräch bei Tee und Gebäck eingeladen zu werden. Ich hatte auch nicht erwartet, das sie selbst den Brief liest. Aber ich hatte erwartet, dass das mit kompetenten Mitarbeitern sicher reichlich ausgestattete Kanzleramt so gut funktioniert, dass die darin enthaltenen Fragen auch beantwortet werden. Die Weiterleitung an ein Referat des Wirtschaftsministeriums, das den Jahreswirtschaftsbericht schickt, halte ich nicht für ausreichend.

Den Vorwurf, dass Frau Merkel sich keine Gedanken um das Wohl des Landes macht, wie Du anführst, hat niemand erhoben.

Zum Schluß noch ein Hinweis: Alle Meinungsbeiträge im Projekt werden vor Veröffentlichung der ViLe-Gruppe Lübeck vorgelegt. Entwürfe werden häufig auf Anregung von einzelnen Gruppenmitgliedern oder als Ergebnis von Diskussionen noch abgeändert oder ergänzt.

Übrigens: Wir sollten jetzt zur inhaltlichen Diskussion übergehen.
Horst

Clemens

Ergänzung

Beitrag von Clemens » Mittwoch 12. April 2006, 21:15

Hallo Horst W.,
auch mir ist an einer Versachlichung der Argumente im Forum gelegen.
Aus den von mir oben genannten Gründen will ich jedoch jetzt in die inhaltliche Diskussion nicht einsteigen. Dafür bitte ich um Verständnis.

Auf Deinen heutigen Beitrag möchte ich aus Gründen eben dieser Sachlichkeit erwidern und Dich zitieren:

Zitat aus Deinem Schreiben am 16.03.2006 an den Generaksekretär der CDU, Herrn Ronald Pofalla:
...."Nun zu unserer Anfrage: Als Leiter der Gruppe ViLE-Lübeck habe ich am 21. Januar 2006 einen Brief an die Bundeskanzlerin geschrieben."...
Soweit zu Deiner "ganz persönlichen Initiative", wie Du schreibst.
Es ist eben dem Leser nicht klar, ob es sich um Horst Westphal persönlich, den Leiter des ViLE-Projektes oder um die Meinung der Lübeck-Gruppe (Gruppenmeinung?) handelt und wo diese explizit geäußert wird.
Dies ist ja ein entscheidender Punkt meiner Einlassungen. Es muß eben eindeutig sein, um wessen Meinung es sich handelt. Da möchte ich jetzt aber nichts wiederholen.

Dem eigentlich gut gemeinten Projekt (SOLL-IST-Abgleich) wünsche ich trotzdem ein gutes Gelingen, auch weil ich schätze, dass viel Engagement und Zeit dahinter steckt.

Clemens

Birgit

Beitrag von Birgit » Donnerstag 13. April 2006, 10:39

Hallo ihr Lübecker,

mich würde interessieren, ob ihr den Briefwechsel
an den Westdeutschen Rundfunk zu Herr Thebrath gemailt habt. Und wenn, ob es dazu schon eine Reaktion gab.

Viele Grüße,
Birgit Böttger

helmutf

Koalitionvertrag und Tagespolitik.

Beitrag von helmutf » Donnerstag 13. April 2006, 14:00

Schade, ich hatte mir vorgenommen an einer an der sache orientierten diskussion teilzunehmen. Das thema ist interessant und ich bin hwest und der lübecker gruppe dankbar, dass sie diese thematik aufgegriffen haben. Es kann doch nicht verkehrt sein sich mit der arbeit der politik und den politikern kritisch auseinander zu setzen. Von dem was vor einer wahl versprochen wird bleibt im allgemeinen in der regierungsverantwortung nicht mehr viel übrig. Dies trägt wesentliche zu einer weit verbreiteten politikvertrossenheit in der bevölkerung bei.
Nun ist die ganze sache zu einer, mir nicht ganz verständlichen, grundsatzdiskussion über form und art geraten. Clemens macht hier etwas, was er hwest vorwirft, er vertritt seine meinung (was ihm ja auch niemand streitig macht), wobei er eine elegante kurve fährt, denn er gibt uns zu verstehen, dass er dies nicht in seiner eigenschaft als mitglied des vorstands von ViLE tut. Sicher soll ein moderator als ein lenkender vermittler auftreten, aber er sollte auch eine diskussion am laufen halten und anregungen geben, ggf. auch einmal provozieren.
Das argument mit der BpB kann ich nicht ganz nachvollziehen. Nimmt die BpB diese unsere diskussion überhaupt war? Was könnte diese institution gegen eine kritische evtl. einseitig geführte auseinandersetzung vorbringen?
Ach, ich wollte eigentlich nur zum sachthema schreiben und habe mich nun doch zu grundsätzlichen eingelassen.
helmutf.

hwest

Nicht weitergeleitet

Beitrag von hwest » Donnerstag 13. April 2006, 21:15

Hallo Birgit,
zu Deiner Frage: Den ganzen Briefwechsel habe ich nicht an den WDR weitergeleitet, nur den Brief an Ffrau Merkel wegen der Sendung zu diesem Thema.
Schöne Ostergrüße von Horst

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Uwe Bartholl
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Zur Kritik von Clemens

Beitrag von Uwe Bartholl » Dienstag 18. April 2006, 10:42

Ich möchte die Stimmen bestärken, die sich gegen die formale Diskussion aussprechen, wie sie von Clemens für notwendig gehalten wird. Ich gestehe offen: Mir fehlt die Lust, den vorgetragenen Argumenten so genau auf den Grund zu gehen, dass ich in die Nähe eines Nachvollzuges gerate. Mit meinem Lese- und Denkverhalten vermag ich die Notwendigkeit dieser Diskussion nicht einzusehen. Ich vermag bisher nichts zu erkennen, wo ich eine Korrektur für erforderlich hielte. Die Diskussion hält mich eher fern von diesem so engagiert vorbereiteten Projekt, wie ich es auf der Testseite studierte. Ich habe Clemens mit seinem Engagement und seiner Sorgfalt gut kennen gelernt. Ich schätze das sehr. Mir scheint nur hier, Clemens, es ist zuviel des Guten. Ich weiß, ich liefere keine Argumente, das ist unqualifiziert. Ich liefere mein Stimmungsbild.

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