Wie will die Regierung die CO2-Emissionen senken?

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hwest

Wie will die Regierung die CO2-Emissionen senken?

Beitrag von hwest » Samstag 17. Februar 2007, 18:14

Wie will die Regierung die CO2-Emissionen senken?

Nach dem alarmierenden Klimabericht der UN und der Ankündigung der EU, niedrigere Abgaswerte für Autos einzuführen, führen unsere Politiker wieder einmal Scheingefechte jeder Art, um die Bürger über ihre Absichten im Unklaren zu lassen.

Unsere Bundeskanzlerin steigt in den Umfragewerten, aber sie ist bedauerlicherweise ein Musterbeispiel für Inkonsequenz und Wankelmütigkeit. „Die Regierungskunst der Kanzlerin scheint in großen Teilen darin zu bestehen, ihre wahre Position - so sie denn eine hat - zu verschleiern“, heißt es zum Beispiel in einem Leitartikel der Berliner Zeitung.

Wir erinnern uns: „Ich teile das Ziel der Kommission, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 30 % zu senken ...“ sagte Angela Merkel am 13. Februar vor dem EU-Parlament in Straßburg. Vorher klang es anders. Sie werde entsprechende Pläne in der EU-Kommission „mit aller Härte“ bekämpfen, hatte sie vor der Presse gesagt. In nichtöffentlicher Sitzung des CDU-Präsidiums wiederum äußerte sie Kritik an der deutschen Automobilindustrie. Sie hätten wichtige technologische Entwicklungen im Bereich Benzinverbrauch und Schadstoffemissionen versäumt. Was soll man nun glauben?

Ihr Verkehrsminister Tiefensee eifert ihr nach. In einer n-tv-Dikussion über die EU-Abgaswerte verstieg er sich zu der Behauptung, die Einführung eines Tempolimits zur CO2-Reduzierung sei eine „Bevormundung“ der Autofahrer und eine „Bestrafung“ derjenigen, die schneller fahren wollen. Besser hätte es ein bezahlter Lobbyist der Autoindustrie auch nicht formulieren können. Wenig später will er plötzlich die Autohersteller zu einer expliziten Kennzeichnung des Schadstoffausstoßes drängen. Käufer sollten auf einen Blick erkennen können, wie viel CO2 ein Neuwagen ausstoße.
Und bei Kurzfahrten in Berlin will Tiefensee künftig seine Dienstlimousine stehen lassen und mit einem umweltfreundlichen Erdgas-Wagen fahren.

Man könnte mit Michel Friedmann fragen: "Warum lügen Politiker?" In der Frage des Klimaschutzes scheinen sie sich jedenfalls aus dem falschen Fenster gelehnt zu haben. Ich denke, die meisten Menschen wissen inzwischen, dass es nicht so weitergehen kann und fragen, was wird die Bundesregierung tun?. Der Versuch unserer Politiker, der Lobby der Autoindustrie willfährig zu sein, dürfte wohl gescheitert sein.

Horst Westphal

helmutf

28 neue kohlekraftwerke geplant !!

Beitrag von helmutf » Sonntag 18. Februar 2007, 10:02

Zurzeit laufen planungen und genehmigungsverfahren für 28 kohlekraftwerke, die in den nächsten 10 jahren in Deutschland gebaut werden sollen.
Kohlekraftwerke sind die grössten produzenten des treibhausgases CO2. Nach heutiger erkenntnis liegt mit einem anteil von 45% am gesamtausstoss von treibhausgasen die stromerzeugung in Deutschland vorn. Davon entfallen wiederum 80% auf kohlekraftwerke.
Wie ist der bau von 28 kohlekraftwerken mit der von der bundesregierung zugesagten verringerung des CO2 ausstoss für unsere land zu vereinbaren.
Es ist anzunehmen, dass neue kraftwerke mit einer besseren technologie arbeiten, der CO2 ausstoss geringer ist als bei alten anlagen, aber es gibt noch keine nullemissions-kohlekraftwerkstechnologie. Auch wird die bei der verbrennung der kohle erzeugte wärme als energie nur in sehr geringen umfang genutzt. (in älteren anlagen liegt die energieausbeute bei max. 50%) Die betriebsdauer der neuen kraftwerke liegt im allgemeinen bei mindestens 40 jahren. Im laufe der nächsten 10-20 jahre soll die produktion von treibhausgasen nach planung der EU drastisch gesenkt werden. Wie soll das unter diesen voraussetzungen gelingen?
Und dabei ist Deutschland auch bei dem energieträger kohle zu 62% von importen abhängig. Der importanteil wird kontinuierlich steigen, da bis 2018 alle deutschen zechen geschlossen werden.

Bis auf Bayern, Brandenburg und Thüringen sind in allen bundesländern mindestens 1 neues kohlekraftwerk geplant; in NRW sogar 11!!
Die planung und der bau dieser kraftwerke wird von der bundesregierung durch die grosszügige zuteilung vom emissionszertifikaten noch gefördert. Dies kostet in den nächsten 10-12 jahren den steuerzahlern ca. 5 milliarden €. Dabei wäre es dringend erforderlich den einsatz von erneuerbarer energie mit allen mitteln zu erforschen und zu fördern. Denn alle fossilen ressourcen stehen nur endlich zur verfügung. Wichtig ist weiterhin den verbrauch von energie unbedingt zu reduzieren. Energiesparen muss das ziel in allen produktions- und lebensbereichen sein![/b]

Clemens

Mitschuld der Verbraucher

Beitrag von Clemens » Sonntag 18. Februar 2007, 11:07

Die Diskussion zur CO2 – Verschmutzung der Luft hat die Automobilkonzerne zu Recht in Verruf gebracht. Die „Autobauer“ haben den Trend zu umweltschonenderen Fahrzeugen verschlafen. Aber sind sie die alleinigen Übeltäter?

Geschwindigkeit, das wollen die Deutschen (nicht alle, aber viele, wenn nicht die meisten). Mit 170 Sachen über die Autobahn brausen, wo es denn noch geht. Leistung in PS, Hubraum, hoher Radstand, Überblick aus Allrad-Van, Imponiergehabe und Luxus waren und sind des deutschen Fahrers beliebteste Attribute. Und was tut die Autoindustrie? Sie bedient den Kunden.
Eine freiwillige Selbstverpflichtung, bis 2008 den Ausstoß von CO2 auf Durchschnitt 140 Gramm/ Kilometer je Neuwagen zu drücken, ist kläglich gescheitert. Daher ist die Europäische Kommission auf einen noch niedrigeren Grenzwert gegangen.
Dies wird grundsätzlich europaweit begrüßt, auch unsere Regierung hat dies getan. Aber, und nun muss man auch realistisch bleiben: was wäre in Deutschland kurzfristig der Preis?
Erstens ist es nicht die Autoindustrie alleine, zweitens steht das Thema Energie zu Recht auf der Agenda – da hat Helmut Recht – und drittens, ob man will oder nicht, es stehen tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Der Exportweltmeister Deutschland exportiert etwa 70% seiner Neuwagen ins Ausland! Sparsame Kleinwagen lassen sich in Deutschland nicht mehr preiswert produzieren. Also, lieber Leser, hat das die Kanzlerin vielleicht bedacht?

Die Personifizierung der gesamten CO2 – Problematik und einer zukunftsweisenden deutschen Energiepolitik lässt sich m.E. nicht auf Personen – auch nicht auf Politiker - fokussieren. Da muss ich Horst widersprechen. Natürlich sollte die Kanzlerin nicht heute Dies und morgen Das sagen, aber die Europäische Vorgabe war der Spatenstich an die Grundmauer zehntausender deutscher Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie. Das Thema Arbeitsplätze hatte sich die Koalition schon auf ihre Fahne geschrieben.

Ich bin für ein 3-Liter-Auto zu einem „fairen“ Preis, möglichst mit Hybridantrieb! Alle sind dafür! Wer kann es sich leisten? Die allzu bescholtene Oberschicht. Wobei wir wiederum beim Beck’schen Unterschichten-Thema wären. Aber das passt zusammen.
Nein, ich meine, auch die Verbraucher tragen Mitschuld. Denn wer kauft die großen, hochgerüsteten Fahrzeuge? Wir Verbraucher,…………..aber wer will davon schon etwas wissen? Einfacher ist es ja, auf „die Politiker“ oder noch besser „die Heuschrecken“ zu zeigen. Dabei werden diese von uns ins Amt gehievt, als Wähler und als Verbraucher.

Eckpositionen in Koalitionen macht unsere Demokratie aus, eben der Kompromiss.
Wir sollten ihn suchen! Das Thema CO2 und Auto alleine taugt da nicht. Energieeinsparung, mindestens europaweit, das halte ich für eine gute Vision. Da bin ich dann dabei, auch und vor allen Dingen der Kinder wegen.

helmutf

Energiesparen wo und wie ?

Beitrag von helmutf » Montag 19. Februar 2007, 14:37

Das totschlagargument “arbeitsplätze“ ist in den letzten jahre so oft missbraucht worden, dass man es kaum noch hören kann. Und in bezug auf die automobilindustrie ist es ja auch kein argument. Wenn ein industriezweig nicht zukunftsweisend innovativ ist und marktchancen verschläft ist dies dem management anzulasten und nicht zu hohen arbeitskosten oder einer regierung. Als beispiel hier die automobilindustrie der USA. Die derzeitige krise hat nichts mit den produktionskosten zu tun, sondern ist auf eine falsche modellpolitik zurück zuführen. Man hat weiter grossmotorige fahrzeuge mit hohem spritverbrauch produziert und viel zu spät erkannt, dass die kunden auf grund der stark gestiegenen benzinpreise sparsame modelle bevorzugen.
Ich bin davon überzeugt, dass die automobilindustrie in Deutschland sehr wohl auch weiterhin in der lage ist kostengünstig in Deutschland zu produzieren. Wobei zu berücksichtigen ist, dass auch heute schon sehr viele teile aus ausländischer produktion auf innerdeutschen fliessbändern montiert werden, also im prinzip „internationale“ autos hergestellt werden. Die deutsche industrie ist im allgemeinen flexibel und wird sich recht bald auf neue gegebenheiten einstellen und in der regel schaffen herausforderungen, innovatives denken und handeln arbeitsplätze. Wahrscheinlich werden wir erstaunt sein, wie schnell deutsche hersteller abgasarme und sparsame modelle auf dem markt bringen. Des müssen nicht unbedingt kleinwagen sein.

Bei der produktion von treibhausgasen sind autos mit ihrem ausstoss von CO2 sicher ein wesentlicher faktor. Dabei sind aber nicht nur die PKW zu berücksichtigen sondern auch die LKW, die sehr viel mehr km auf den strassen zurücklegen. Eine drastische reduzierung der abgase durch die ausnutzung aller technischen möglichkeiten und eine vernünftige fahrweise liegen im bereich der möglichkeiten jedes einzelnen verkehrsteilnehmers.

Dies ist aber nur eine möglichkeit einer reduzierung von treibhausgasen und den sparsamen umgang mit energie. Eine aufteilung des energieverbrauch zeigt die nachstehende tabelle

Anteil der verbrauchsbereiche am energieverbrauch in %
Industrie 26,8
verkehr 28,6
haushalt 28,8
gewerbe/handel+
dienstleistungen 15,8
(diese zahlen sind entnommen einer statistik des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

Wie zu ersehen ist der anteil am verbrauch von energie in den haushalten sogar noch leicht höher als der des verkehrs. Ich wage zu behaupten, dass in fast allen haushalten kräftig energie eingespart werden könnte. Es gibt schätzungen nach denen im durchschnitt in allen haushalten die stromkosten um ca. 20% und die heizkosten um bis zu 50% gesenkt werden könnten. Kontrollierter stromverbrauch, verbesserte heizsysteme und eine verstärkte isolierung bei älteren gebäuden sind hier die richtigen ansätze.

hwest

Autofahren ist nicht "Sport"

Beitrag von hwest » Mittwoch 21. Februar 2007, 14:08

Autofahren ist nicht „Sport“

Clemens meint, die Autoindustrie sei nicht der alleinige Übeltäter. Richtig. Aber das Argument, sie bediene nur die Kundenwünsche, greift zu kurz. Diese Wünsche werden doch seit Jahrzehnten von der Autoindustrie mit millionenschweren Werbekampagnen erst geweckt. Man lese nur einmal die Autoseite seiner Zeitung oder sehe sich die Autosendungen der Fernsehsender an: Jedes zweite Wort ist „Sport“. Als ob die Kunden alle Rennfahrer wären. Und jedes dritte Argument ist „Abenteuer“ und „Erlebnis“, um die tonnenschweren und spritfressenden Geländewagen zu verkaufen, mit denen nachher die Mutti die Kinder zur Schule bringt und zum Supermarkt fährt.

Unsere Automanager wissen seit vielen Jahren, dass das Klimaproblem ungelöst ist. Sie dürfen es jedoch nicht des schnellen Gewinns wegen einfach ignorieren. Sie haben – gerade wegen ihrer Machtfülle – eine Verantwortung für die Menschheit.

Wenn sie aber diese Verantwortung nicht wahrnehmen, dann müssen unsere Politiker, die dem Gemeinwohl der Bürger verpflichtet sind, sie dazu zwingen. Klare Entscheidungen erwarte ich und nicht das Herumlavieren, das uns unserer Regierung derzeit bietet.

Wir können nicht warten, bis unsere Autoindustrie in zehn oder zwanzig Jahren einen Wasserstoffantrieb entwickelt und serienreif gemacht hat. Aber einen ersten kleinen Schritt zur CO2-Reduzierung können wir mit einem Tempolimit auf den Autobahnen ganz schnell tun. Wenn unser Verkehrsminister meint, das wäre eine Bestrafung der Schnellfahrer, dann kann ich das nur so kommentieren: Ein dämlicheres Argument habe ich noch nicht gehört.
Horst

helmutf

Tompolimit auf autobahnen.

Beitrag von helmutf » Mittwoch 21. Februar 2007, 14:53

Vorab: ich habe nichts gegen ein tempolimit auf den deutschen autobahnen.
Nur sollte man die schadstoffeinsparungen bei PKW's nicht überschätzen. Auf sehr vielen autobahnabschnitten gibt es bereits geschwindigkeitsbegrenzungen und auf weiteren grossen abschnitten sind auf grund des verkehrsaufkommens nicht einmal 120km/h möglich. Aber es geht ja nicht nur um treibhausgase sondern auch um das einsparen von energie. Bisher ist stets nur von den PKW die rede. Was ist mit den vielen tausend LKW? Vielleicht bin ich ja nicht richtig informiert, aber von partikelfilter für LKW habe ich, bisher jedenfalls, noch nichts gehört oder gelesen. Alle verkehrsteilnehmer sollten zur verminderung von CO2 herangezogen werden.

hwest

Tempolimit nicht unterschätzen

Beitrag von hwest » Mittwoch 21. Februar 2007, 19:54

Lieber Helmut, man sollte die Auswirkungen eines Tempolimits auch nicht unterschätzen. Die Argumente, es gebe schon an vielen Stellen Geschwindigkeitsbeschränkungen, hat auch unser Verkehrsminister als Argument gegen ein Tempolimit, vorgebracht. Doch würde ein Limit den Verkehr sehr viel gleichmäßiger machen und die zahllosen Sprints der Überholer, die besonders viel Treibstoff kosten, vermeiden lassen.

Natürlich, auch über die Lastwagen sollte gesprochen werden. Die Zahl nimmt ständig zu. Warum? Weil die Wirtschaft einen großen Teil ihrer Lagerhaltung auf die Allgemeinheit, d.h. auf die Straßen, abgewälzt hat.

Es gibt natürlich noch viele andere Bereiche, in denen CO2- Emissionen eingespart oder gedrosselt werden müssten. Nur: In der öffentlichen Diskussion ist zur Zeit der Verkehr.
Horst

Eberhard
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CO2-Reduzierung im Haushalt, Energieversorgung. Export

Beitrag von Eberhard » Donnerstag 22. Februar 2007, 22:31

Die Diskussion über eine CO2 Verringerung ist nicht neu, sie wird nur wieder einmal populistisch von den Politikern vorgetragen, und beim Auto, des Deutschen liebstes Kind, findet man die größte Resonanz. In allen Zeitungen wird das Thema derzeit weitschweifend erörtert, der Durchblick geht langsam verloren. Manchmal wünschte ich mir von der Politik, aber auch in den Medien, eine sachlichere Diskussion. Auch ein Hybridfahrzeug hat Nachteile, und die geplante Umweltabgabe bei Politiker-Dienstreisen ist doch nur ein sich Freikaufen. Wo bleibt in Berlin die Vorbildfunktion und der Sparwille – auch beim Thema Umwelt?

Wenn die Diskussion nur auf die breite Masse der Haushalte verlagert wird, so sprechen wir hier über den Energieverbrauch von je ca. 49% Heizung, 8% Heißwasser, 35% Auto, 8% Strom. Bei der Vielzahl der Altbauten ist es gewagt, 50% der Heizkosten einsparen zu wollen. Trotz ausgeklügelter Wärmeisolierung einschl. der neuen Heizungstechniken, was hohe Investitionskosten nach sich zieht, glaube ich nicht, auf 4 Liter/m² Heizöl eines Passivhauses zu kommen. Das 3-Liter-Auto (Zielsetzung 1-Liter-Auto) kam auf den Markt, nur: es wurde nicht gekauft. Das Kaufverhalten geht vielmehr zu großen, spritfressenden Autos. Wer denkt noch an den VW-Käfer zurück und die notwendige Logistik, das Gepäck unterzubringen? Können unsere EU-Nachbarn mit kleinen Autos besser umgehen? So kommt man zu der Dikussion über arm und reich oder wieviel Wohlstand können wir uns leisten? Bis zu 60% der Bauteile für ein Auto werden im Ausland gefertigt und trotz hoher Transaktionskosten an die deutschen Autofirmen geliefert.

Nach heutiger Pressemitteilung will Australien alle Glühlampen verbieten. Stromsparen ist sicherlich der richtige Ansatz, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Die Grundlaststromversorgung unseres gesamten Stromnetzes gliedert sich lt. GGMS in Kernenergie 47,4%, Braunkohle 45,9% und Laufwasserkraftwerke 6,7%. Nur - die Kernernergie hat keine gesellschaftliche Akzeptanz (obwohl umweltfreundlich ohne CO2-Emission), ein CO2-armes Kohlekraftwerke mit 40 MW ist in Planung und muß sich erst im Betrieb bewähren. Bis 2020 andererseits müssen etwa 40.000 MW an Kraftwerksleistung erneuert werden. Wie sieht der Energiemix für eine sichere Stromversorgung bei den großen Planungsvorlaufzeiten aus heutiger Sicht aus?

Der Ruf nach regenerativer Energie wird laut, allerdings sind hier die Stromerzeugungskosten hoch und wegen der nicht kontinuierlichen Verfügbarkeit von Sonne, Wind etc. für die Grundlaststromversorgung nicht geeignet. Etwa das 10 fache an Ernergie wird für die Fertigung der Solarzellen benötigt. Energiepflanzen verdrängen konventionelle Getreidesorten und damit werden Lebensmittel teurer (Beispiel Magarinepreise oder Tapas in Mexico). Außerdem werden die Pflanzen mit Stickstoff gedüngt, was u.a. Auswirkungen auf das Grundwasser hat. Die Diskussion über die derzeit hohen Stromkosten verschweigt, daß wir künftig noch mehr zahlen müssen, da auch regenerative Ernergien subventioniert werden.

Unsere gesellschaftpolitischen Werte wie Freiheit, Frieden, Gerechtigkeit, Sicherheit und Wohlfahrt müssen wir auch im Zusammenhang mit den wirtschaftspolitischen Zielen wie Preisstabilität sehen. Sind wir wirklich Exportweltmeister? Wir sprechen hier immer von der Warenbilanz, doch zu dem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht gehören noch Dienstleistungs- sowie Übertragungsbilanzen, und in diesem Kontext sieht es anders aus.

Mark
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Beitrag von Mark » Dienstag 27. Februar 2007, 22:39

Finde ich gut, dass Eberhard auch die anderen CO2 Verursacher sachlich diskutiert. Die Diskussion nur um das „richtige“ Auto ist etwas einseitig.

Im meine, grundsätzlich gilt: es muss Energie gespart werden und es kann Energie gespart werden, bzw. es gibt Alternativen zu den großen CO2 Verursachern und die werden auch zum Zuge kommen, ABER er wird erst dann gespart bzw. die „gute“ Energie eingesetzt werden, wenn die derzeitige Energie noch sehr viel teurer ist. Nur mit Appellen wird nicht viel passieren.

helmutf

Mit alternativer energie erzeugung und sparsameren verbrauch

Beitrag von helmutf » Mittwoch 28. Februar 2007, 16:56

Umweltminister Gabriel gab am 27.02.2007 bekannt, dass bis ende dieses jahres bereits 12,5 % des stroms als öko-strom erzeugt werde. Bei der planung sei dieser wert erst für das jahr 2010 vorgesehen gewesen. Nun strebt man einen wert von ca. 27% bis zum jahre 2020 an. Weiter sieht Gabriel in der ökostrombranche einen wichtigen export- und beschäftigungsfaktor. Wenn dies so ist wäre das ein wichtiger fortschritt.
Es ist richtig, kernkraftwerke habe nur eine geringe akzeptanz in Deutschland. Diese erzeugen im betrieb kein CO2, sind aber – nach meinen informationen – nicht besonders effektiv, da die bei der stromerzeugung anfallende wärme nicht genutzt wird. Das grösste problem der kernkraftwerke ist die entsorgung des strahlenden mülls – zum teil über jahrhunderte. Und auch uran ist eine ressource die nur begrenzt vorhanden ist. Die betreiber der kernkraftwerke versichern immer wieder ihre anlagen seien sicher. Das schwedische kernkraftwerk forsmark, betreiber Vattenfall, musste in den letzten wochen immer wieder störfälle und pannen einräumen. Sollte im dicht besiedelten mitteleuropa ein kernkraftwerk ausser kontrolle geraden wären die folgen verheerend.

Die nachstehenden zahlen geben über erzeugung und verbrauch von energie einigen aufschluss:
Erzeugung von primärenergie in %
Kohle 23,9
Mineralöl 35,7
Gas 22,8
Kernkraft 12,6
wind+alternat. 5,0

Anteil der verbrauchsbereiche am energieverbrauch in %
Industrie 26,8
verkehr 28,6
haushalt 28,8
gewerbe/handel+
dienstleistungen 15,8
(diese zahlen sind entnommen einer statistik des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für 2005)

Dies sind daten für die jahre 2004/2005. Interessant dabei ist, dass der verbrauch für verkehr und haushalte in etwa gleich hoch ist und zusammen bei über 50% liegt. Bei sparsamen verbrauch könnten also erhebliche mengen an CO2 eingespart werden. In meinem beitrag vom 19.02.2007 habe ich angegeben, das bei den heizkosten einsparungen bis zu 50% möglich seien. Diese einschätzungen beruhen darauf, dass gerade in der altbau sanierung grosse potentiale stecken.
Sparsamere kraftfahrzeuge und energiesparen in den haushalten können einen wichtigen beitrag zur vermeidung von CO2 leisten.

helmutf

Politik und klimaschutz.

Beitrag von helmutf » Montag 5. März 2007, 18:59

Die schlagzeilen des wochenendes zeigen einmal mehr, dass politiker an keinem hingehaltenen mikrofon vorbei können ohne ein mehr oder weniger geistreiches statement abzugeben. Zu CO2, klimaschutz und/oder umweltschutz konnte man die unterschiedlichsten aussagen und meinungen hören und lesen.
Umweltminister Gabriel ist für ein tempolimit auf autobahnen, er erhofft sich davon weniger verkehrsunfälle (neben geringeren CO2 emissionen). Verkehrsminister Tiefensee ist gegen ein generelles tempolimit auf autobahnen. Dafür will er fluggesellschaften mit nach emissionsausstoss gestaffelten landegebühren zur kasse bitten und findet den beifall Gabriels. Naja und dann ist da noch die glühbirne die man eigentlich verbieten sollte.
EU-kommissar Verheugen warnt vor CO2-hysterie, denn Europa verursache nur einen geringen teil der CO2-emissionen und daran habe der PKW nur einen ausserordentlich kleinen anteil. (Das freut die automobilindustrie.)
Wirtschaftsminister Glos bringt die kernenergie wieder ins spiel. Das umweltministerium mit herrn Gabriel steht weiter klar zum ausstieg aus der kernenergie.
CSU-generalsekretär Söder will fahrzeuge mit verbrennungsmoteren ab dem jahre 2020 verbieten bzw. nur noch autos mit einem umweltfreundlichen antrieb zulassen.
Verzicht auf fernreisen, dieser ruf kommt kommt praktisch aus allen fraktionen und parteien, u.a. auch von herrn Schnappauf. Sein parteigenosse Beckstein dagegen sieht im verzicht auf fernreisen keine lösung des klimaproblems.
Frau Merkel will die EU auf eine radikale CO2 minderung einschwören. Die CO2 emissionen sollen danach EU weit bis 2020 um 30% und bis 2050 um 80% gesenkt werden. Für den ersten teil dieses vorschlags erhält frau Merkel die volle unterstützung des ehemaligen UN-beauftragten für klimaschutz herrn Töpfer.
Die meisten dieser vorschläge sind wahrscheinlich wenig durchdacht und insgesamt hat die koalition kein erkennbares konzept zu bieten. Vieles klingt einfach nur populistisch. Die themen klimaschutz und CO2 sind zur zeit eben sehr aktuell.
Zuletzt geändert von helmutf am Donnerstag 8. März 2007, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.

Eberhard
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CO2 und Energieversorgung

Beitrag von Eberhard » Dienstag 6. März 2007, 17:29

Ich möchte doch noch einige Gedanken zum Beitrag von helmutf einbringen:

Die Angaben von Umweltminister Gabriel sind richtig, sie geben m.E. die installierte Leistung an und nicht die in Betrieb befindliche Leistung. Für eine Windkraftanlage wird derzeit abhängig vom Wind eine durchschnittliche jährliche Betriebsdauer von 2400 Stunden angegeben. Wir wollen aber rund um die Uhr, jederzeit, das ganze Jahr über sicheren Strom beziehen – 8760 Stunden. Hier ist die Lücke, die derzeit von sogenannten Schattenkraftwerken wie Kern- und konventionelle Kraftwerke abgesichert ist.

Die Tabelle des statistischen Amtes über Erzeugung und Verbrauch würde ich daher auch gern unterteilen in Grundlast-, Mittellast- und Spitzenlaststrom bzw. Erzeugungsanlagen, wie es der tägliche Strombedarf unter Beachtung des Verbraucherverhaltens erfordert. Welche regenerative Energiequelle eignet sich für dieses Anforderungsprofil einer sicheren Stromversorgung?

Bei der zweiten Tabelle habe ich die CO2-Emmissionen für Deutschland lt. European Energy Exchange gegenübergestellt, die mir zu unserem Thema mehr ausdrückt:

........................Anteil der Verbrauchsbereiche...........CO2-Emissionen in Deutschland
........................am Energieverbrauch in %............................in %
Industrie.....................26.8....................................................18
Verkehr......................28,6....................................................19
Haushalt......................28.8....................................................13
Gewerbe/....................15,8......................................................7
Handel + Dienst-
leistungen
Energiesektor..............----.....................................................43

2004 waren es insgesamt 885,9 Millionen Tonnen CO2.

Die Studie des BMU von 2004 „Erneuerbare Energien“ geht davon aus, daß im Jahre 2050 etwa 70% des heutigen Stromverbrauchs durch Wasser, Wind, Photovoltaik, Biomasse und Geotherme erzeugt wird. Hinzu kommen noch Erdgas-, Öl- und Kohlekraftwerke (CO2-freie Kraftwerke haben ca. 6% geringeren Wirkungsgrad). Energieeinsparmöglichkeiten und technische Verbesserungen sollen weiterhin 30% bringen. Etwa 4 bis 6 Millionen ha Fläche werden für Energiepflanzen benötigt. Die CO2-Minderung wird - bezogen auf 1999 - im Jahre 2008/2012 auf -21% und im Jahre 2050 auf -80% geschätzt.

An dieser Stelle sei mir erlaubt, einmal die Kernkraftwerke im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarstaaten zu betrachten:

...................Anzahl der Kernkraftwerke.........Anteil der Kernenergie an der
.....................................................................Gesamtstromerzeugung

Deutschland...............17............................................28%

Frankreich..................59...........................................78%
Belgien........................7............................................56%
Niederlande..................1.............................................4%
Tschechien...................6............................................31%
Slowakei......................6............................................56%
Schweiz.......................5............................................32% FAZ 30.4.06

Finnland und Rumänien bauen bereits neue Kernkraftwerke, andere haben den Ausstieg vom Ausstieg beschlossen, in den letzten Tagen sogar die Schweiz. Wo führt der Weg unserer Nachbarn hin? Beziehen wir künftig Kernenergie vom Ausland? Oder ist die Kernenergie als Zwischenlösung
notwendig?

Unsere Kernenergie-Industrie, einst ein führender und international anerkannter Industriezweig, gibt es fast nicht mehr. Die ungelöste Endlagerfrage ist offen, doch in der Kernforschung versucht man neue Wege zu gehen, z.B. die Transmutationsanlage. Hier sollen hoch radioaktive Isotopen in den Brennstäben in harmlose Stoffe umgewandelt werden können (FAZ 23.4.06). Die Forschungsgelder wurden nur sehr stark gekürzt.

Der Stromausfall im November 2006 in weiten Teilen West-Europas hat viele Fragen aufgeworfen. Ich bin gespannt, wo die Entwicklung in Europa hinführt.

Aktuell muß ich mir jetzt die „Feinstaubplakette“ für mein Auto kaufen, damit ich ab 1.7.2007 weiterhin nach Stuttgart und in die benachbarte Städte fahren darf, die als Umweltzonen ausgewiesen werden. Als nächstes kommt laut Minister Tiefensee die „CO2-Plakette“ .......

helmutf

Die größten klimasünder

Beitrag von helmutf » Donnerstag 8. März 2007, 16:37

Die nachstehenden zahlen fand ich heute bei Welt-online. Sie geben auskunft darüber welches land wieviel CO2 in die amtmosphäre entlässt. Es werden
- die absoluten mengen und der prozentuale anteil angegeben
- der menge pro kopf/einwohner (diese zahlen sind sehr interessant)
- die prozentuale anstiege 1990-2003.

Die größten Klimasünder
Hamburg (dpa) - Die internationale Klimaschutzpolitik läuft nach wie vor ihren Zielen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen hinterher. Trotz mancher klimaschutzpolitischer Maßnahmen sind die teilweise krassen Abweichungen zwischen den im Kyoto-Protokoll vereinbarten Klimaschutzzielen und den bisher erreichten Ergebnissen unübersehbar. Nach Daten des «World Resources Institute» (WRI) aus dem Jahr 2003 sind diese Länder derzeit die größten Klimasünder:

INSGESA MT
Rang Land CO2-Ausstoß in Mio. Tonnen(in %)

1 USA 5778 (22 %)
2 China 4497 (17)
EU-25 4003 (15)
3 Russland 1581 (6)
4 Japan 1258 (5)
5 Indien 1148 (4)
6 Deutschland 865 (3)
7 Großbritannien 553 (2)
8 Kanada 544 (2)
9 Südkorea 489 (2)
10 Italien 468 (2)

PRO KO PF
Rang Land CO2-Ausstoß pro Kopf in Tonnen

1 Katar 45
2 Kuwait 26
3 Verein. Arab. Emirate 24
4 Luxembourg 23
5 Bahrain 23
6 USA 20
7 Trinidad & Tobago 20
8 Brunei 18
9 Australien 17
10 Finnland 14
..
26 Deutschland 11


PROZENTUALER ANSTIEG VON 1990 BIS 2003 (nur Kyoto-Länder berücksichtigt)
Rang Land Anstieg des CO2-Ausstoßes in Prozent

1 Spanien 49 %
2 Türkei 47
3 Portugal 47
4 Neuseeland 44
5 Finnland 37
6 Irland 34
7 Australien 29
8 Griechenland 29
9 Österreich 26
10 Kanada 26
26 Deutschland -13 %

© Welt erschienen am 08.03.2007 um 14:33 Uhr welt-online

Eberhard
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Registriert: Donnerstag 22. Februar 2007, 22:14

CO2 Ausstoß in der EU, CO2-Frage in Vietnam

Beitrag von Eberhard » Sonntag 1. April 2007, 21:38

Interessante Vorträge konnten wir bei der ZAWIW-Frühjahrsakademie vom 26.-30.3.07 hören. Bezogen auf unser Thema CO2 fand ich insbesondere die Aussage vom Herrn Prof. Tillmetz gut, als er aktuelle Zahlen der EU aus Brüssel nannte. Laut Beschluß von EU und Bundesregierung soll bis zum Jahr 2020 eine CO2-Reduktion um -20% erfolgen. Tatsächlich läuft es aber aus heutiger Sicht bis 2030 auf eine Erhöhung hinaus: in Europa auf +7% und weltweit auf +60%. Die Zahlen sind erschreckend, doch aus Fachkreisen konnte man bereits mehrfach hören, daß die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Ich bin gespannt, wann und wie die Politik reagiert.

Die Tabelle von helmutf fand ich interessant, möchte sie aber ergänzen und mein Augenmerk nur auf Europa richten. Von den insgesamt 28 europäischen Staaten (Quelle: Stuttgarter Zeitung 8.3.07) habe ich die ersten dargestellt, um aus deutscher Sicht zu zeigen, wie bei einer Statistik die Bewertung unterschiedlich ausfallen kann. Bei der Gesamtemission stehen wir auf Platz 1, bei der Pro-Kopf-Betrachtung auf Platz 10.

CO2-Emissionen CO2-Emissionen
in Mio. Tonnen pro Jahr in Tonnen pro Kopf und Jahr

Deutschland................865-----------------------Luxemburg.................22,1
Großbritanien..............557-----------------------Estland.......................13,9
Frankreich..................408-----------------------Finnland......................13,5
Italien........................332-----------------------Tschechien..................11,3
Spanien.....................332-----------------------Belgien........................11,2
Polen.........................321-----------------------Dänemark...................10,6
Niederlande................177-----------------------Irland.........................10,5
Tschechien..................127-----------------------Niederlande................10,4
Belgien.......................126-----------------------Tschechien..................11,3
Rumänien...................111-----------------------Deutschland................10,2
Griechenland...............110-----------------------Griechenland...............9,2
Finnland........................77-----------------------Großbritanien..............9,2
Österreich.....................76-----------------------Zypern.......................8,8
Portugal........................64-----------------------Österreich...................8,3
Ungarn..........................60-----------------------Polen..........................8,1
Dänemark.....................59-----------------------Portugal......................7,5
Schweden......................56-----------------------Slowakei.....................7,5
Bulgarien.......................53-----------------------Slowenien...................7,5
etc. etc.

Wir sehen immer gern bei Umweltfragen auf Asien, und da hatte ich in den letzten Wochen wieder Gelegenheit, während einer Studienreise - diesmal durch Vietnam, dem Land der Moped-Fahrer - mich mit der Realität zu beschäftigen. Vor 10-15 Jahren fuhr man dort noch generell mit dem Fahrrad, wie sieht es nun in 10–15 Jahren aus? Kann das Auto aufgrund der fehlenden Infrastruktur die Zukunft sein? Die CO2 Frage wird in dem Land sehr wohl diskutiert, aber der wirtschaftliche Aufschwung drängt manche Frage in den Hintergrund. Der Kohlevorrat in Vietnam ist nach 50 Jahren erschöpft, es wird bereits ein Kernkraftwerk geplant. Weiterhin ist am Mekong eine Staustufe vorgesehen, um Strom zu gewinnen. Die gleiche Idee haben aber auch die anderen Anrainerstaaten China, Thailand, Laos und Kambodscha. Welche negativen Auswirkungen ein Staudammbau haben kann, ist Berichten aus China zu entnehmen. Der jeweils folgende Staat flußabwärts sorgt sich um den kontinuierlichen Wasserzulauf. Vietnam bangt zusätzlich um seinen Fischreichtum im Mekongdelta, denn wegen der fehlenden Sedimente, verursacht durch Staudämme, kann der Fischreichtum einschl. verarbeitender Industrie vernichtet werden (siehe Beispiel Assuan-Staudamm).

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