Projekt Wahlversprechen

2005/2006
WolfgangS

Super-Koch

Beitragvon WolfgangS » Mittwoch 7. September 2005, 09:58

Alles dreht und wendet sich zur Wahl ofenbar m den eigenen Bauchnabel.
25% sind vielleicht für 25% wählbar. Aber nach einer 180 Grad Wende für 75%.
(hier stehen dann 25% fü de über die Lohnnebenkosten zu finanzierenden Anteil an den Sozialleistungen. - So machen es Erfolgreiche in Europa - ganz ohne Zauberei.)

Und ehrlich: LARA - wer will das wirkich? Aso auch hier 180 Grad Wende: ARAL.
Super! - Wir wählen die Ölkonzerne gleich direkt. Da spart die Politknappen un bringtGeld ins Staatssäckel.

Doch schnell rührt Ritter KOCH auf dem "heißen" STEIN unter einer bayernfarbenen BRÜCKe ("Blaues Wunder") sein eigenes Buchstabensüppchen. Bevor ich diese Suppe auslöffeln muss, lese ich die vorbeischwimmenden Buchstaben:RA(A)L - erinnert mich irgendwie an Farbe. ...

O.K. enn sich die LA um 180 Grad wendet, dann klappt es zwar auch nicht mit dem EX (der sah ja gestern wieder blaß aus) - aber vielleicht mit dem RA

Und wen VW seine Mitarbeiter in die Wüste schickt, vielleicht erknnen die dort endlich -eine 180 Grad Wende beim Benzinverbrauch wäre innovativ gewesen.

Oder solle ich doch lieber in Ostwalds Farbenlehre nachschlagen?

Was man alles so beachtn muss vor so einer Nabelschau.
Und alles nur, um nach dem 18. nicht mit dem EX gemeinsam unter dem "Blauen Wunder" zu KOCHen ....

MfG WolfgngS

Horst Glameyer
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Konkrete Fragen

Beitragvon Horst Glameyer » Mittwoch 7. September 2005, 17:28

So kurz vor der Wahl empfiehlt es sich, einige konkrete Fragen zu stellen.
1. Welche Zusagen gibt es von Banken, Handel, Handwerk und Industrie, mehr und neue Arbeitsplätze zu schaffen, nachdem die Mehrwertsteuer um 2 % erhöht und die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um 2 % gesenkt worden sind?
2. Ist damit auch eine größere Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für unsere EnkelInnen verbunden?
3. Wie werden sich die unterschiedlichen Steuerreformvorschläge der Parteien auf das Einkommen von Rentnern, Arbeitslosen, Sozialhilfeempfänger sowie auf Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte auswirken? Pensionen waren schon immer zu versteuern.
4. Welche Vor- oder Nachteile können SeniorInnen nach Einführung einer Kopfpauschale oder Bürgerversicherung von der künftigen Krankenversorgung bzw. den Leistungen in der Altenpflege erwarten?
5. Mit dem zweifellos erforderlichen Bürokratieabbau in vielen staatlichen und kommunalen Bereichen werden auch bisher gesetzlich vorgeschriebene Kontrollmaßnahmen eingeschränkt oder ganz entfallen. Welche Folgen wird das künftig für die Lebensmittel- und Verkehrssicherheit sowie für weitere sicherheitsrelevante Bereiche (z.B.Trinwasserversorgung, Bauausführung) haben?
6. Werden die Erhöhung der Mehrwertsteuer und im Gegenzug mögliche Steuersenkungen die Konsumbereitschaft der Bevölkerung, insbesondere der RuheständlerInnen, erhöhen und damit dem Binnenmarkt mehr Wachstum bescheren?
7. Welche Auswirkungen werden die bereits angekündigten Preiserhöhungen bei der Bahn und seitens der Gaslieferanten auf das Konsumverhalten der BürgerInnen und deren Familien haben? Könnten dadurch die politischen Reformbestrebungen u.U. zunichte gemacht werden?

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ellen
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Anmerkungen zu konkreten Fragen

Beitragvon ellen » Mittwoch 7. September 2005, 19:50

Lieber Horst, das sind wirklich deutliche Fragen, die uns von den Politikern, wenn überhaupt dann nur versteckt beantwortet werden. Meistens erfährt man die Antworten derzeit eher von den Betroffenen.
Zu 4. Es wird eine lange Übergangszeit geben müssen, denn bis die private Vorsorge greift, muß erstmal kräfzig eingezahlt werden. Es bleibt also doch ein Loch, daß es zu stopfen gilt.
Zu 5. So habe ich kürzlich im Radio gehört, daß derzeit z.B. schon die Lebensmittelkontrolle stark zurückgefahren werden mußte und die Ämter ihrem Auftrag nicht mehr so gerecht werden können wie sie laut Gesetz müßten. Die zeitlichen Abstände zwischen den Kontrollen etwa werden immer größer.
Zu 6. Ich denke, daß die Mehrwertsteuererhöhung auch eine psychologische Komponente hat. Wenn es teurer wird gehe ich erstmal nicht mehr alles kaufen. Das mag sich mit der Zeit wieder ändern, aber der Effekt, den man sich erhofft verpufft. Und dann wissen wir ja auch nicht wirklich wo die Mehreinnahmen durch die Steuer bleiben.
Zu 7. Ich fürchte vieles wird zunichte gemacht. Vielleicht sollte man tatsächlich erstmal Subventionen abbauen und dann die Steuern auf 25 % für alle senken. Wenn nicht z.B. Einhalt geboten wird bei Preisen wie für Gas, dann bleibt der normalen Familie nicht viel zum Konsumieren. Ohne daß ich es wirklich überblicke, aber den Gaspreis vom Ölpreis abzukoppeln wäre schon sinnvoll. Oder weiß es jemand anders?
Reformen müssen sein, schon viel zu lange. Und alle wissen wir, daß es nicht ohne kräftige Einschnitte geht. Alle müssen betroffen sein, da gibt es keine Ausnahmen (bis auf die, die sich nicht mehr selber helfen können). Es hat zu oft den Versuch gegeben, daß alle nach Reformen gechrieen haben, aber sich selber immer ausgenommen wissen wollten.

Helmut K.

Weiterdebattieren oder aufhören (bis nach der Wahl)?

Beitragvon Helmut K. » Mittwoch 7. September 2005, 20:55

:?: Wenn ich mir - und das habe ich heute nochmals getan - den immensen Recherche- und Formulierungsaufwand bei diesem Projekt "Wahlversprechen auf dem Prüfstand" anschaue, die Auswahl der Themen und Medienzitate: Alle Achtung und großes Kompliment für Horst Westphal (und für seine Lübecker Gruppe?!) für diese enorme und exemplarisch ausgewogene journalistische Leistung! Und vielen herzlichen Dank, dass er mir / uns einen soliden Informationshintergrund aufbereitet hat, der manchen Medienkonsum in diesem - im Grunde doch ziemlich langweiligen - Wahlkampf ersparte.

Ich frage mich allerdings: War das Thema nicht zu umfassend, zu breit angelegt, um in wesentlichen Fragen in die (z.B. soziale) Tiefe zu gehen? Taugen solche Allround-Themen überhaupt für eine lebendige Diskussion unter ViLE-Mitgliedern? Hätte nicht von Anfang an der Focus auf einzelne Aspekte (auf Altersthemen etwa, wie anfangs angekündigt) gelenkt werden müssen? Die Zahl derer, die sich in die Debatte einmischten, spricht eher dafür, dass ein so breites Spektrum von bundespolitischen Parteien- und Wahlkampfthemen wenig "Haken" oder Aufhänger bot für eine engagierte Diskussion. Also thematisch grundsätzlich falsch angelegt?

Weitere kritische Überlegung: Haben sich nicht eine Vielzahl von Medien (elektronische und Print) mit viel professionellem Aufwand und guten Ergebnissen in den letzten Wochen um eine umfassende Information und Meinungsbildung der interessierten Bürger bemüht und sie auch geboten; man brauchte nur die entsprechenden Blätter zu lesen und die Glotze und/oder das Radio regelmäßig anschalten. Welches "Mehr" bietet uns intensiven Medienkonsumenten dann noch die Arbeit von Horst?

Was mich letztlich aber vom Mitmachen und Mitdiskutieren wirklich abhielt, waren die fast täglichen und - mit Verlaub - bizarren, kaum verständlichen, sprachlich konfusen, vor allem aber gelegentlich nur polemischen und persönlich diffamierenden Äußerungen von Wolfgang S. Um es nett zu sagen: Sie gingen weit über meinen intellektuellen Horizont. Kapiert habe ich auch nie den "Witz" oder den Humor seiner Wortspiele. (ok: mein Problem). Über weite Strecken war das Forum ja nur noch Plattform für dererlei eitle Selbstbespiegelungen. Ging es nur mir so, dass ich total den Appetit verlor, in diesem Forum mich zu Wort zu melden ? Oder waren auch andere MitleserInnen ähnlich genervt?

Kurz, ich schlage vor, die Debatte, die ja sowieso ziemlich am Einschlafen ist, bis nach dem 18. September auf Eis zu legen. Und dann, wenn wir politische Versprechen und Taten vergleichen können, sie neu zu eröffnen. Und zwar mit einer Moderation, die auf klare und faire Spielregeln der Diskussion achtet, die Themen sachgerecht eingrenzt, Äußerungen "ins Blaue" ebenso verhindert wie Unflätigkeiten und persönliche Angriffe und die geltungssüchtige Solisten maßvoll zügelt.

[b] Als künftigen Moderator schlage ich dazu Horst Westphal vor.

Dies, liebe Mitglieder, ist nur eine subjektive Äußerung. Ich bin froh, wenn Ihr Euch zu meinen Fragen und Vorschlägen, zum Projekt "Wahlversprechungen" und zur bisherigen Forumsdiskussion und zu seiner möglichen Fortsetzung des Projekts hier unverblümt äußert.
Dank und herzlichen Gruß!
Helmut K. Doerfler

WolfgangS

Entzauberung

Beitragvon WolfgangS » Donnerstag 8. September 2005, 10:42

Die persönliche Meinung von Helmut K. Doerfler habe ich mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen. Niemand war es untersagt, seine Meinung zu äußern. Selbstdarstellung ist nicht mein Ding. Ich wüßte auch nicht wozu. Sicher ist es richtig, wenn er schreibt, dies sei sein Problem.
Da kann ich aber im Forum kaum helfen. Im angedeuteten Seminar wäre dies sicher anders. Und wenn er sich bis zum 18. zurücknehmen will, so ist das sicher seine Entscheidung. Aber jeder hat das Recht sich selbst zu "entzaubern". Selbstverständlich bin ich gegen ein Abbruch.

Und damit bin ich wieder beim Thema:
In meiner Geschichte hatte sich LA aufrecht aus dem Ring (G)erettet.
Doch jetzt wird deutlich - ich benutzte das falsche "G".
Offenbar war es mit der "Ehrlichkeit" dann nicht so weit her.
Da wird G-etrickst, G-etäuscht und G-elogen.
Was um alles in der Welt hat sie dazu bewogen den Wahlaufruf Reagans von 1980 zu kupfern und das auch noch für zukunftsfähig zu halten.
Und wozu all die anderen Lügen. So etwas ist so kurz vor der Wahl dumm.
Sogar in ROT erscheint die "schwarze" Möchtegern-LARA im Bundestag.
Und schon sieht forsa die bisher sicher geglaubte Schwarz-Gelbe Mehrheit durch ROT-ROT-Grün abgelöst. (Vielleicht ein bischen viel ROT?)
Nein, wer LARA werden will, der kann nicht vergessen haben, was MMM im Osten bedeutet. Messe der Meister von Morgen und nicht Minus-Merkels-Mehrwertsteuergeschwätz.
Wer LARA werden will muss sich durchsetzen - auch gegen falsche Berater. Und da tummeln sich derzeit offenbar zu viele im Umfeld von LA.

Und noch eine Entzauberung. Mancher Journalist hat seine Schulzeit offenbar schnell vergessen. Da erklärt der Lehrer aus Kassel seinen Schülern klein klein, wie er die Staatsfinanzen u.a. durch Subventionsabbau - und dazu gehört selbstverständlich der Abbau durch Lobbyisten ungerechtfertigt erschlichener Vergünstigungen im Bereich der Mehrwertsteuer (7% etc.) - Das aber ist nun keine Mehrwertsteuererhöhung sondern eine Unrechtsbereinigung. Was aber bleibt bei einigen Journalisten hängen? - Plumpe Wahlkampfhilfe, um vom GGG der LA abzulenken.

MfG WolfgangS

Erna
Beiträge: 878
Registriert: Freitag 1. April 2005, 10:47

Beitragvon Erna » Donnerstag 8. September 2005, 18:05

Ich habe mir die meisten Beiträge eben noch einmal durchgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich, wie alle anderen Frauen, aus der politischen Diskussion heraus halten oder wieder heraus halten werde. Es wird vorwiegend kritisiert und alles abwertend beurteilt, nur habe ich keinen einzigen positiven Vorschlag gelesen. Es geht doch nicht, dass ich verändern will und muss und trotzdem alles so bleibt wie es ist.

WolfgangS

Herkulesaufgabe

Beitragvon WolfgangS » Freitag 9. September 2005, 10:40

Ja, Erna, leider gibt es derzeit keine wirkliche Alternative im Angebot.
Wer aber nur über die Beiträge anderer meckert und selbst keinen eigenen Beitrag beisteuert, der wird wohl damit leben müssen.
Unverständlich ist mir, dass sich bisher niemand zum Seminarangebot bekannt hat. - Allerdings kann man da nicht schweigen. Sorry.

Auch ich muss mich berichtigen. Natürlich sind die Bayern Weltmeister.
Im Starkbierbrauen. 25,4% Alkohol im Bier sollen jetzt die Stoi-PR-Welle WEG-spülen. Doch unverhofft kommt oft. Der Osten entscheidet die Wahl.
Im Wahlkreis 160 in Dresden (219000 Wähler) voraussichtlich am 2.10.
Eine Direktkandidatin erlitt Gehirnschlag. (Mein Beileid.)

Aber keine Angst. Wir Sachsen werden zur Wahl gehen und genau das wählen, was wir für richtig halten. Da bin ich mir ganz sicher.
Vielleicht wählen wir ja sogar eine LARA.

Junge Unternehmer (die nur zu oft das auslöffeln müssen, was ihnen alte Politiker einbrocken) haben sich mit einer Chemnitzer Erklärung (12 Punkte) u.a. zum Thema Arbeit zu Wort gemeldet und diskutieren dies heute mit Politikern der verschiedenen RA(A)L-Farben.

Und schon erklärt sich eine West(ER)-Welle zum HERKULES, um "Anstehendes" anzupacken.

Andere wollen ein LA-HAUS (Achse Thüringen-Mecklenburg) errichten und schlechte Finanzpolitik in einigen Ländern mit neuen Fördermittelzugängen WEG-spülen. Wer derartige "Kompetenz" wählt, der soll hinterher nicht mehr über "verjubelte" Mrd. meckern. - Es ist ein offenes Geheimnis: Nur Sachsen hat die erhaltenen Fördermittel ordentlich gegenfinanziert und zweckentsprechend eingesetzt. Andere haben "ge" oder "ver"-jubelt.
Vielleicht sollten wir am 3.10., wenn das endgültige Wahlergebnis vorliegt, auf eine Neuauflage derartigen Jubels verzichten. 15 Jahre Mrd.-Grab-Politik ist genug. Denke ich zumindest. Und so muss ich auch hier kritisieren.

Aber warum nur gefallen mir die Nachrichten aus Sachsen soo viel besser im Vergleich mit jenen aus Bayern und Thüringen. Als gebürtiger Thüringer mit bayrischen Großeltern kann ich mich nur schämen. Sorry.

MfG WolfgangS

P.S.: Leider haben bisher die Grünen nicht auf meine Wahlfrage geantwortet. Sobald die Antwort da ist, kann ich auch dies beisteuern.
- Wer war übrigens noch in seinem Wahlkreis aktiv und hat Politiker befragt?

Werner

Zwischenruf

Beitragvon Werner » Freitag 9. September 2005, 11:18

Wenn ich mir die letzten vier, fünf Beiträge zu Gemüte führe, packt mich die Lust doch noch meinen Senf dazu zu geben.
Horsts Fragenkatalog, dem ist kaum etwas hinzuzufügen.
Nur, in der jetzigen Phase sind ehrliche Antworten der Wahlkämpfer wohl kaum zu erwarten. Solange das jetzige Wirtschaftssystem nicht kritisch hinterfragt wird ist auch keine zukunftsträchtige Politik möglich.
Knackpunkte, aus meiner Sicht, Finanzierung der Gesellschaft aus Arbeit statt aus Produktivität sowie den Bedeutungswandel des Geldes vom Hilfsmittel zur Ware.
Helmuts Vorschlag den Disput bis nach dem 18. auszusetzen halte ich nicht für sinnvoll. Die Situation wird sich nicht so schnell ändern, dass es im Forum zu einem neuen Diskussionsstrang kommen könnte.
Helmuts zweiter Vorschlag, den Themenkreis einzugrenzen, ist zwar verführerisch aber meiner Meinung nach nicht ertragreich. Seit einigen Jahren befasse ich mich mehr oder weniger freiwillg mit "sozialer Gerontologie". Was für mich dabei an Erkenntnis herausgekommen ist?
Was an Hänschen in seiner frühen Sozialisierung verbockt worden ist kann keine noch so wohl wollende "Altenweiterbildungsinitiative" reparieren. Unsere Gesellschaft ist zu komplex um Lösungen in Teilbereichen zu finden.
Helmuts Vorschlag eine rigidere Moderation einzuführen, würde ich nur dann zustimmen, wenn es ehrverletzende Beiträge gäbe.
Konnte ich bisher aber nicht entdecken.
Offensichtlich hat Helmut mit Wolfgangs Beiträge Schwierigkeiten.
Ja, lieber Wolfgang die habe ich auch. Bisher ging ich davon aus, dass Deine Beiträge sich eines Insider-Jargon bedienten, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Nichts gegen Deine Vorliebe für Wortspiele, für die kaberettistische Form. Wahrscheinlich stimme ich auch mit Dir in der politischen Zielsetzung überein, aber sicher bin ich nicht. Dein Vokabular entzieht sich meiner Deutungskompetenz. Schieb es getrost auf meine Bildungslücken.
Liebe Erna, natürlich wird häufig alles kritisiert. Wie sollen mündige Bürgerinnen und Bürger sich sonst gegenüber der Politik, gegenüber der Wirtschaft verhalten? Wer die Notwendigkeit einer Änderung zu sehen glaubt, muss doch begründen, warum! Dass dies nicht immer mit konkreten Zielen und Wegen benannt werden kann ist schade aber auch nicht zu erhoffen.
Aber deswegen lässt man doch nicht die Gelegenheit sausen den Männern mal die Meinung zu geigen :lol: [/img]
Tschuess
Werner R.

WolfgangS

Ich-AG oder Wir-AG

Beitragvon WolfgangS » Dienstag 13. September 2005, 10:50

o.k. Werner, nicht jeder Mernsch muss Politsatire mögen.
Eine delfinische Wagnisgesellschaft bedarf aber auch des Mutes zur "Deutungslücke".
Die LARA-Idee ist ein Wagnis, um komplexe Zusammenhänge herunter zu brechen. Nicht jedes Wortspiel ist gut gelungen. Eine Zeitfrage - vielleicht auch meine Bildungslücke?
Die Vieldeutigkeit aber ist gewollt. Klarheit wäre eine Lüge - eingespart.
Vielleicht ist ja der Teich doch größer?

Im Kern geht es mir um die Frage: Brauchen WIR das (z.B.: die seit 25 Jahren angeblich so innovative "ICH-3,14..(ER)²-AG") wirklich, was wir da am 18. wählen sollen - oder brauchen die Politknappen ohne Direktmanadat unsere Stimmen, um ihre staatliche Alimentierung frei von jeglicher Leistung zu sichern?

Die Auflösung des LARA-Spiels ergibt sich erst, wenn WIR es von den realen Personen trennen und es dann mit virtuellen, netzwerkfähigen, delfinischen und vielfarbigen Personen nei zusammensetzen. Das kann man dann auch gern als eine nachhaltig-tragfähige 180-Grad-Wende in Richtung eines zukunftssichernden Werte- und Gesellschaftssystems nennen. - Das kann - wie bereits vorgeschlagen in einem Seminar untersetzt werden.

Hier nur ein Beispiel mit aktuellem Bezug:
Wenn in einer Kleinstadt mit einer verdeckten Zustimmung von ca. 25% für die NPD unter Jugendlichen und hoher Arbeitslosigkeit die 40000 EUR, die für einen Streetworker erforderlich wären, lieber als Zuschuss zu einem Fest (das kann man auch selbsttragend organisieren) "verjubelt" werden, so trifft das auf meine Kritik. Sorry.
(Eine Testwahl mit ca. 5000 Jugendlichen unter 18 in Sachsen ergab:
24% SPD, 19% Linke, 16% CDU, 16% NPD)

Ja - ich gönne manchem Bayern sein Maß 25%-Starkbier und die Zustandsfarbe "blau", wenn ich ihn nicht hier in Sachsen nüchtern ertragen muss. Leider bleibt mir aber nur die schwache Hoffnung, die vielzitierten 25% "führen" am Vorabend des 15. Jahrestages der "Einheit" im Dresdener Wahlkreis 160 nicht zum Sieg des bayrischen NPD-Direktkandidaten. Doch trotziog weht unser Banner - "grün-weiß". Vielleicht ist es ja gut, ein Trotzkopf zu sein.
ICH wähle WIR!

MfG WolfgangS

WolfgangS

Nimm2

Beitragvon WolfgangS » Donnerstag 15. September 2005, 11:50

Ja, ich habe heute schon gelacht. U.a. über das "Kartoffelkochen" bei VW.
Einfach Spitze, wie so ein VW-ler seinen Arbeitsplatz "verdampft" und auch gleich die der Zulieferer mit in Luft auflöst. - Und plötzlich will ich es gar nicht mehr wissen, wie ein Berater im Kompetenzteam Kartoffeln zubereitet. - Vorfahrt für was???

Da back ich mir meinen Traumtypen doch selbst. (kanzlergenerator.de)

"JoMerkGreSchWelle" -d.h. offenbar, merke die jede Crashwelle am Arbeitsmarkt.
Und schon purzelt der DAX vor lauter "Kraft" in die Tiefe.
Dabei wäre der geheime Wählerwunsch: Politiker sollen sich zusammensetzen und gemeinsam an den besten Lösungen für unser Land arbeiten. Dafür werden sie doch bezahlt?

Aber welche Partei soll ich nun wählen? - Vielleicht hilft wahlomat.de?
30 Thesen - Ein Ergebnis: Wähle anders herum! - Warum?
Ich glaube, ich nehme jetzt den PublikumsJOKER - und den Toster und das Dampfbügeleisen - oder doch lieber den Schnellkochtopf? (Kartoffeln!)

Meine Hand greift zu MAO(am) ... und ich träumte ich wäre plötzlich wach.
Ich wähle "Nimm2". UNGÜLTIG. - ich bin raus und bekomme den Zonk.

Kommt doch schon wieder der Wanderer des WÄGS und sagt:
Mensch ärgere dich nicht. Spätestens in 4 Jahren ist schon wieder (Wieder)wahl. Und ich erwache und schaffe auch mit meiner Stimme Arbeitsplätze - für die Politknappen. - Vielleicht. - Hurra.Hurra.Hurra.

MfG WolfgangS

P.S.: In Kurzform die Antworten auf die Frage nach selbsttragenden OST-Regionen:

SPD: + will für starke eigenständige wirtschftliche Strukturen kämpfen
+ sieht bei einem Scheitern in diesem Feld unsere Zukunft in Gefahr.

CDU: + orientiert auf die bisherigen Erfolge sächsischer Politik
+ stellt diese als Beispiel für alle (Ost)Deutschen heraus.

Linke: + will Fördermittel umlenken, um neue Erkenntnisse an Hochschulen schneller in Kooperation mit Unternehmen umzusetzen
+will alternative politisch-soziale Netzwerke.

Grüne: + erklärt am Beispiel Döbeln, dass eine hohe Anzahl an Autobahnauffahrten keine Garantie für eine geringe Arbeitslosigkeit sind
+ will mehr Bildung statt Beton.

FDP: + erkennt den Osten als verlängerte Werkbank und Konjunkturhilfe für den Westen
+will Sonderwirtschaftsgebiete im Osten einrichten.

WolfgangS

Welt der Wunder

Beitragvon WolfgangS » Montag 19. September 2005, 11:35

Der Wähler hat gesprochen. Er traut uns Sachsen eine wichtige Entscheidung zu. Im Wahlkreis 160. (Neben der offenen Frage der fragwürdigen Briefwahlereignisse in Dortmund, die natürlich rigoros aufgeklärt werden müssen.)

Noch gibt es nur gefühlte Sieger hier wie dort. Doch derartige Siege erinnern mich an Phyrrus bei Asculum - "Noch so ein Sieg und wir sind verloren" - bisher sehe ich aber auch Verlierer. Eine neue Brille?

Gewonnen haben die Wähler - die Demokratie. Und das ist für mich wirklich ein Wunder. Hatten doch "falsche" Umfrageergebnisse und Prognosen und die (private) Meinung manches Journalisten und Medienvertreters dem Wahlvolk vorschreiben wollen, was es gefälligst zu wählen habe. Doch die Wähler haben sich nicht "verarschen" lassen.
Die erste Lehre, die man aus dem 18.09. ziehen muss: Schluss mit derartiger Medienarroganz. Das gilt auch für die "Elefantenrunde".
Den Namen der dortigen Medienvertreter habe ich vergessen und ich hoffe ich muss diese Namen nie wieder hören und sehen.

Der Wähler hat ein Teilergebnis vorgelegt. Am 2.10. wird es auf- oder abgerundet. Die Politknappen haben nicht frei. Sie haben ihre Arbeit zu tun. So, wie es ihnen der Wähler aufgetragen hat - und nicht so wie sie es gerne hätten. Wer keinen Bock hat, seine Arbeit zu tun, der muss sein Mandat zurückgeben. Alles andere ist Lüge und Missachtung des Wählers.
Also: An die ARBEIT!

MfG WolfgangS

WolfgangS

Nachruf

Beitragvon WolfgangS » Donnerstag 22. September 2005, 15:49

Der 25%-Zauberlehrling ist weg. Der 100%-Joschka auch? - Wäre wirklich schade.

Jetzt kann sich ja jeder selbst grün und blau zaubern - oder schwarz und rot ärgern und gelb vor Neid werden. Vielleicht ist ja auch Lila die letzte Chance. - Jedenfalls ist es doch RA(A)L-bunt geworden.

Und was ist eigentlich mit Deutschland=Jamaika? Ich dachte immer Sachsen liegt in Deutschland. Und was ist mit dem sächsischen Wappen?

Hier noch ein Zaubertipp für alle Fälle:

Man nehme fünf 1-Cent Münzen, fünf 1-Euro-Münzen, fünf Teelöffel Mohn, fünf Sesamkörner und fünf tiefrote Rumkirschen. Alles in ein grünes Glas.
Zuschrauben. Dann 5 mal 5 Minuten an 25 Tagen kräftig schütteln.
Dabei die Worte sprechen: Sesam öffne dich ... ?- Quatsch -
Richtig gilt: "Samen sucht Silber, Münzen machen Millionäre!"
Und jetzt stets das Portemonnaie vor dem Verlassen des Hauses auf dem Glas ablegen. Vielleicht gelingt es. - Viel Glück.

MfG WolfgangS

hwest

Wie geht es weiter?

Beitragvon hwest » Freitag 23. September 2005, 19:05

Nun ist die Wahl vorbei und das Ergebnis liegt vor. Das ViLE-Projekt: „Wahlversprechen auf dem Prüfstand“ ist damit nicht etwa beendet. Eigentlich fängt es erst jetzt richtig an.

Wir wollten bei der vorgezogenen Bundestagswahl die Versprechungen der Parteien kritisch begleiten und beobachten, ob und wie sie ihre Ankündigungen umsetzen und wie sie die Interessen und Rechte der Bürger, insbesondere auch der älteren Menschen, berücksichtigen. Daran hat sich nichts geändert.

Bisher haben wir Material gesammelt, das zur Meinungsbildung beitragen konnte, haben auch die Wahlprogramme unter die Lupe genommen und darüber diskutiert. Nun müssen wir eine Pause machen, bis die Parteien sich zu einer neuen Regierung durchgerangelt haben. Dann werden wir die Frage stellen, welche der im Wahlkampf gemachten Ankündigungen und Zielvorstellungen denn nun realisiert werden sollen und wie es mit dem Worthalten aussieht.

Dazu wird es dann eine neue Diskussionsreihe im Forum geben. Die bisherige Diskussionsreihe wollen wir beenden.

ViLE-Lübeck, 21. September 2005