Protokolle des Literaturkreises Mitte

Hier diskutieren wir über belletristische Bücher.
ihahn
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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon ihahn » Dienstag 6. Dezember 2016, 18:45

Protokoll des Treffens des Literaturkreises „Gemeinsam Lesen“
am 2.12.2016 bei Hildegard, Bad Homburg Kurstift
Unsere Lektüre: „Der Stift und das Papier“ von Hanns-Josef Ortheil.
Teilnehmende: Annelie, Annemarie, Brigitte, Hildegard, Inge, Sigrid und Renate
•Als erstes teilte uns Brigitte ihren Entschluss mit, aus dem Vorstand von ViLE auszusteigen. Dies wurde zwar allgemein bedauert - aber auch verstanden.
•Brigitte berichtet von einem Vorschlag an den Vorstand von ViLE, ein neues Leseprojekt im Sachbuchbereich zu starten. Markus informiert, dass von der Stiftung Forum für Verantwortung ein neuer Sammelband herausgegeben wird über „Mut zur Nachhaltigkeit“.
•Diese Stiftung widmet sich auf wissenschaftlicher Basis Grundfragen des Lebens und großen gesellschaftlichen Herausforderungen. In ihrem Auftrag stellen international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den aktuellen Forschungsstand allgemein verständlich dar und zeigen Handlungsoptionen auf. Seit 2004 tritt das Thema Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus der Stiftungsaktivitäten. Gemeinsam mit der ASKO EUROPA-Stiftung und der Europäischen Akademie Otzenhausen rief die Stiftung Forum für Verantwortung 2006 die Bildungsinitiative „Mut zur Nachhaltigkeit“ ins Leben.“ (vergl. Homepage Klaus Wiegandt)
•Brigitte schlug der Gruppe vor, diesen Sammelband als nächste Lektüre zu wählen und erhielt unsere Zustimmung.
Interview mit Klaus Wiegandt (Vorsitzender der Stiftung Forum für Verantwortung) findet Ihr: :https://www.youtube.com/watch?v=gWoYZ-3eHk8
•Bei Problemen mit PC haben wir als ViLE-Mitglied das Angebot von HelmutF (mail vom 5.11.16) und das Angebot von Levato (HelmutF mail vom 30.11.16) erhalten.
Vielen Dank für dieses „Weihnachtsgeschenk“.
•Der Notruf des Teams vom Lerncafé hat uns erreicht ………
•Brigitte bedauert die geringe Beteiligung der Lesegruppe im Forum.
Sie trägt die Beiträge vor und es entsteht wieder eine interessante Diskussion über unseren Lesestoff:
Unklar ist für alle, dass H-J O. als Kind sprechen konnte und es dann wieder verlernt hat durch die sprachlose Umgebung. Brigitte meinte, dass der Junge unter einem Trauma litt und alles tat, damit es der Mutter gut geht. Er hat sich wohl total mit seiner Wahrnehmung auf ihre Befindlichkeit konzentriert und sich nicht mehr selbst wahrgenommen. Erst als der Junge von der Mutter völlig getrennt wurde, konnte er auch sich und seine Bedürfnisse wahrnehmen, die der Vater mit bemerkenswerter Einfühlung und großem Ideenreichtum und Geschick wieder „entwickelte“. Das Schreiben ist für den Jungen ein Festhalten seiner Beobachtungen und Gedanken und er verfügt dadurch über einen chronologisch gegliederten Bestand seiner Erlebnisse und Erfahrungen. Diese helfen ihm, den Zusammenhang seiner Lebensphasen erklären und einordnen zu können. Durch das Schreiben hält er „Zwiesprache“ mit sich selbst, da ihm der sprachliche Austausch mit seinen Altersgenossen eher schwerfällt.
•Es lagen noch einige Buchvorschläge vor:
Mankell „Die schwedischen Gummistiefel“ Klaus Modick „Konzert ohne Dichter“.
Wir haben aber nun zuerst vor, mit „Mut zur Nachhaltigkeit“ (s.o.) uns in das Thema „Klimaschutz“ einzuarbeiten.
Wir bedanken uns nochmals herzlich bei unserer Gastgeberin Hildegard für die köstliche Bewirtung und den schönen Rahmen.
Unseren Lesefreundinnen Erna, Angelika und Karin wünschen wir ebenfalls eine entspannte und frohe Adventszeit und alles Gute für das neue Jahr 2017.
Der nächste Termin zum Treffen wurde auf den 20.1.2017 festgelegt. Eine Einladung erfolgt noch (mit Ortsangabe).
3.12.2016 Protokoll Inge Hahn

ihahn
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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon ihahn » Sonntag 22. Januar 2017, 15:17

Protokoll des Treffens des Literaturkreises „Gemeinsam Lesen“
am 20.1.2017 bei Inge in Oberursel

Teilnehmende: Angelika, Annelie, Annemarie, Brigitte, Inge, Bernd
Neue Lektüre: Mut zur Nachhaltigkeit – Forum für Verantwortung – Klaus Wiegandt (Hg.)
12 Wege in die Zukunft
Wir haben uns beim letzten Treffen am 3.2.2016 für den Vorschlag von Markus (Schreiben von ViLE v. 14.11.2016) entschieden und wollen o.a. Sachbuch „Mut zur Nachhaltigkeit“ gemeinsam lesen und erarbeiten.
Brigitte hatte einen Vorschlag für unsere Gruppe ausgearbeitet und schriftlich vorgelegt. Danach wird der Stoff in 6 Themenbereiche aufgeteilt, für die wir jeweils festgelegt haben, wer dieses Thema ausarbeitet und auch einen Bericht in das Forum stellt:
Thema 1 (Konsum): Diskussion darüber gegen Ende April von allen Mitgliedern
Thema 2 (Ressourcenverbrauch und Energie): Brigitte und Erna
Thema 3 (Klimaschutz): Inge und Bernd
Treffen der Frankfurter Gruppe am 17.2.: Bilanz der Ergebnisse
Thema 4 (Wasser, Ernährung und Bevölkerung): Annelie und Annemarie
Treffen der Frankfurter Gruppe am 17.3.: Bilanz der Ergebnisse
Thema 5 (Wirtschaft und neue Weltordnung): Brigitte
Thema 6 (Thema mehr Demokratie wagen): Angelika
Treffen der Frankfurter Gruppe nach Ostern und Bilanz. - Danach Vorschlag einer neuen Lektüre.
Brigitte berichtete von ihren ersten Kontakten mit dem Thema Umweltschutz aus den 1970er Jahren und einem Seminar in Otzenhausen und legte uns Bücher aus dieser Zeit vor. Wir alle können uns noch an die Diskussionen in dieser Zeit mit Ölkrise, Erderwärmung, Waldsterben usw. erinnern und müssen feststellen, dass zwar einiges getan wurde, aber die Gefährdung unserer Lebensbedingungen auf diesem Planeten zunehmend fortschreitet.
Wir fragten uns, warum das Wissen um diese Gefahren keine Veränderungen bewirkt.
Bildung ist wichtig! Es entwickelte sich eine längere Diskussion, was ist Bildung?

Einige Gedanken :
Bildung: Erziehung zum Überleben - Formen zu einer Persönlichkeit, die Verantwortung übernehmen kann – ein Prozess der ständigen Anpassung an die Situationen – usw.
Annelie führte Beispiele von J.W. v.Goethe an.
Alte Kulturen schätzten die „Mutter Erde“ und gingen achtsam mit ihr um.
Wir haben heute Forschungsergebnisse und Erkenntnisse über die Gefahren und alle schauen zu...
Das Gespräch hat uns wohl alle sehr nachdenklich gemacht.
Weitere Info zu finden:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bildung
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 29316.html
Die Mitglieder unserer Gruppe, die nicht anwesend waren, mögen sich ein Thema auswählen und sich bei den bereits Eingetragenen melden.
Der Vorschlag, eine extra Rubrik im Forum mit der Überschrift „Sachbuch“ zu eröffnen, wird von Brigitte weitergeleitet.
Wir wünschen allen eine gesunde Zeit bis zum nächsten Treffen und
grüßen alle unsere liebe Erna und Hildegard und wünschen Ihnen baldige Genesung.
21.1.2017 Protokoll Inge Hahn

ihahn
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Protokolle des Literaturkreises Mitte vom 20.2.2017

Beitragvon ihahn » Montag 20. Februar 2017, 12:22

Protokoll des Treffens des Literaturkreises „Gemeinsam Lesen“
am 17.2.2017 15.00 – 17.30 Uhr bei Inge in Oberursel
Teilnehmende: Annelie, Annemarie, Brigitte, Heidi, Inge, Renate
Unsere Lektüre: Mut zur Nachhaltigkeit – Forum für Verantwortung – Klaus Wiegandt (Hg.)
Diskussion der Themen Klimawandel und Zustand der Ozeane:
Im Forum waren die Berichte rechtzeitig eingestellt:
über den Ressourcenverbrauch und neue Energiekonzepte von Brigitte und Erna
und über den Klimawandel und den Zustand der Ozeane von Inge.
„Mit den zentralen Fragen: Was ist das Klimasystem? Welches sind die Ursachen des Klimawandels? Wie beeinflussen sich Klima und Meere? Was können Wirtschaft und Gesellschaft tun? – beschäftigt sich das Kapitel „Klima und Ozeane“. Von außen – die Erde aus dem Weltall betrachtend – nach innen – in die Tiefen der Meere wandernd – wird das komplexe System des Klimas und der Ozeane vorgestellt. Die beeinflussenden Faktoren, die Wechselwirkungen zwischen dem Klima und den menschlichen Aktivitäten werden erforscht und beschrieben und die Folgen diskutiert.“
Wir haben viele Informationen erhalten, sie werden immer bedrohlicher. Es wird geforscht, Projekte werden finanziert und die Zeit läuft davon. Wir sind in unserer Gruppe sehr nachdenklich geworden und auch hilflos - was können wir tun?
Diese Entwicklung geht uns alle an, wir haben festgestellt, dass wir persönlich bereits energie- und ressourcenschonende Verhaltensweisen praktizieren, soweit das möglich ist. Wir unterliegen aber auch einem gewissen gesellschaftlichen Zwang zum Verbrauch und Konsum von Gütern, die unsere Zugehörigkeit zu dieser Gesellschaft versinnbildlichen. Es ist sehr schwer, sich diesem Zwang zu entziehen.
Brigitte hat auf zusätzliches Material hingewiesen, das im Internet kostenlos herunterzuladen ist: http://www.forum-fuer-verantwortung.de/publikation
Wir grüßen alle, die nicht anwesend waren und wünschen uns Lichtblicke und Aktivitäten für eine Erholung unseres Planeten.
Unser nächster Termin wurde auf den 7. April 2017 festgelegt und wird voraussichtlich wieder im Mittelweg sein. Eine Einladung erfolgt noch.
19.2.2017 Protokoll Inge Hahn

Brigitte Höfer
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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon Brigitte Höfer » Freitag 21. Juli 2017, 21:29

Protokoll des Treffens des Literaturkreises „Gemeinsam Lesen“
am 7.4. 2017 15.00 – 17.30 Uhr bei Erna in Kursana-Villa Frankfurt

Teilnehmende: Angelika, Annelie, Annemarie, Brigitte, Erna, Inge, Renate
Unsere Lektüre: Mut zur Nachhaltigkeit – Forum für Verantwortung– Klaus Wiegandt (Hg.)
Diskussion der Themen: Kapitel 5, 6 und 7, Seite 147 bis 271: Migration, Ernährung und Wasser- und Nachhaltigkeit.
Die Berichte von Annemarie und Renate hatten wir rechtzeitig zugestellt bekommen.
Annemarie berichtet von der wissenschaftlichen Ansicht, dass die Ernährung unserer Weltbevölkerung (7,5 Mil.) möglich sei, durch die Weitergabe von Erfahrungen und Wissen, durch Frühwarnsysteme der klimatischen Einflüsse, durch bessere Verteilung der Produkte, durch Resistenzzüchtung (Genmanipulation) durch bessere Ressourcennutzung und Veränderung der Nahrungsmittel (Insekten) und Essgewohnheiten. Dies setze allerdings eine fachliche Ausbildung, eine soziale und technologische Infrastruktur, Eigentumsrechte, einen besseren Status der Frauen und politische Stabilität und faire Bezahlung der Lebensmittel überall voraus.
Renate berichtet von ihrer starken Betroffenheit bei der Lektüre ihres Artikels, der bewirkt, dass sie sich einer Organisation anschließen wird. „Der gesellschaftliche Wandel muss von unten erfolgen – aus der Zivilgesellschaft.“
In der Demokratie müssen wir Einfluss nehmen und Politik gestalten!
Wir alle sind nach unserer Lektüre aufgebracht und haben uns nun die Aufgabe gestellt, unsere Wünsche und Meinungen in Form von Briefen an unsere Politiker weiterzugeben.
Die fehlenden Kapitel 2, 13 und 14 übernimmt Brigitte.
Vorschläge für einen neuen Lesestoff:
von Erna (ein fröhliches Buch): “Die Sehnsucht der Schwalbe“ von Rafik Schami , dtv-Taschenbuch
von Annelie: „95 Anschläge - Das Buch.“ Herausgegeben von Friederike v. Bünau & Hauke Hückstädt | S. Fischer Verlag | Hardcover | 20 Euro |
Unser nächster Termin wurde auf den 2. Juni 2017 15.00 Uhr festgelegt, wieder bei Erna in Kursana-Villa Frankfurt .
Ein frühlingshaftes Ostern – nachhaltig und sonnig für alle Lesefreunde.

9.4.2017 Protokoll Inge Hahn

Brigitte Höfer
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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon Brigitte Höfer » Freitag 21. Juli 2017, 21:29

Protokoll des Treffens des Literaturkreises „Gemeinsam Lesen“
am 2.6. 2017 15.00 – 17.30 Uhr bei Erna in Kursana-Villa Frankfurt

Teilnehmende: Angelika, Annelie, Brigitte, Erna, Inge, Sigrid
Unsere Lektüre: Mut zur Nachhaltigkeit – Forum für Verantwortung– Klaus Wiegandt (Hg.)
Diskussion der Themen: Kapitel 2 „Was verträgt unsere Erde noch?“ (S. 15-79) und
Kapitel 13 „Nachhaltige Weltpolitik“ (S. 442ff)
Die nachfolgende Lektüre ist bereits festgelegt: „die Sehnsucht der Schwalbe“ von Rafik Schami;
sie wird beim nächsten Treffen besprochen.
Folgende Vorschläge werden zur nächsten Buchwahl gemacht:
1. „Unterleuten“ von Juli Zeh
2. „Weit über das Land“ von Peter Stamm
3. „Sozusagen Paris“ von Navid Kermani
4. „95 Anschläge“ Thesen für die Zukunft
Einstimmig haben wir uns für „Unterleuten“ entschieden.

Brigitte brachte uns einige Info-Bände der Verbraucherzentrale von Nordrhein-Westfalen e.V. mit.
Die Beiträge versuchen eine Wissensbasis als Grundlage für effizientes verbraucher- und wirtschaftspolitisches Handeln zu schaffen und wollen damit die Diskussion zwischen Wissenschaft, Politik und Verbraucherorganisationen anregen.
www.vz-ratgeber.de www.verbraucherforschung-nrw.de

Brigitte begann die Diskussion mit der nun bestätigten Befürchtung, dass Trump die USA-Beteiligung am Pariser Abkommen aufkündigt. „Wir haben nun die Möglichkeit „change by desaster“ oder „change by design“…“
Reduzierung unseres Ressourcenverbrauchs ist das notwendige Umdenken. Erna fragt sich, wie sie persönlich etwas dazu beitragen kann, auf was sie verzichten müsste oder könnte. Da Verzicht im Konsumverhalten auch gleichzeitig die Arbeitsplätze verringern würde, wäre diese Lösung bei gleichen Bedingungen nicht anzustreben.
Brigitte will den Begriff „Verzicht“ nicht benutzen, es geht nach ihrer Meinung um bewußter und anders konsumieren und um Einfluß zu nehmen auf die wirtschaftlichen und politischen Zielsetzungen. Die Arbeitssituation könnte durch bessere Belohnung für bessere Qualität erhalten bleiben, wenn der Konsument bereit ist, dies anzuerkennen und nicht nur das billigste Produkt vorziehen würde (Beispiel Bioprodukte).
Ebenso ist viel Eigeninitiative aller Bürger notwendig, neue Wege zu gehen, z. Bsp. kleine Unternehmen zu gründen, Risiken einzugehen und neuen Ideen auf den Arbeitsmarkt zu bringen (z. Bsp PC-Hilfe Levato – nachträgliche Bemerkung der Protokollantin) .
Inge hat versucht etwas über die von K. Wiegandt aufgeführten zivilgesellschaftlichen Bewegungen zu erfahren: Gemeinwohl-Ökonomie www.ecogood.org Gruppe Rhein-Main
Transition-town Gruppe Frankfurt/M www.transition-town-frankfurt.de

An dieser Diskussion über „Mut zur Nachhaltigkeit“ haben alle mit Interesse teilgenommen.

Unser nächster Termin wurde auf den 21. Juli 2017 15.00 Uhr festgelegt, wieder bei Erna in Kursana-Villa Frankfurt.

5.6.2017 Protokoll Inge Hahn
Zuletzt geändert von Brigitte Höfer am Montag 24. Juli 2017, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon Brigitte Höfer » Freitag 21. Juli 2017, 21:31

Protokoll des Treffens „Gemeinsam Lesen“ am 21.7.2017 bei Erna

Teilnehmerinnen: Erna, Sigrid, Annelie und Brigitte. Protokoll: Brigitte

Unsere Lektüre: Rafik Schami: Die Sehnsucht der Schwalbe, Roman, dtv 2002, 330 Seiten

Als Sommerlektüre hatten wir uns den Roman „Die Sehnsucht der Schwalbe“ von Rafik Schami ausgesucht.
Mehr über den Autor bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Rafik_Schami.
Er hat auch eine eigene Website: https://de.wikipedia.org/wiki/Rafik_Schami

Er steht in der orientalischen Erzähltradition. Wir stellten fest, dass seine Erzählungen Märchen sind, die in der Realität angesiedelt sind.
Aus dem Klappentext des Romans: „Sieben Tage wird die arabische Hochzeitsfeier dauern. Zeit genug für Lutfi den Syrer, um dem Bruder der Braut seine Lebens- und Liebesgeschichte zu erzählen. Die Geschichte seiner Kindheit und seiner aufregenden Abenteuer – in Damaskus und in Deutschland. Immer wieder hat es ihn mit falschen Papieren nach Frankfurt gezogen und immer wieder ist er alsbald aufgegriffen und abgeschoben worden. Diesmal jedoch hofft er für länger zurückzukehren ins Land seiner Träume, zu seiner deutschen Freundin Molly und zum Flohmarkt am Main, wo beide Samstag für Samstag das „Paradies auf Erden“ finden...“
Das Buch ist keine Autobiographie, aber es ist viel Persönliches darin. Viele Geschichten in den 24 Kapiteln – von den Urgroßeltern bis zur Geschichte mit dem Polizisten auf dem Frankfurter Flohmarkt am Mainufer. Von der ersten Liebe bis zur Abschiebehaft in Preungesheim – eine ungeheure Vielfalt. Märchenhaft – aber dennoch real. Sehr unterhaltsam: unbedingt lesen!
Unterbrochen wurden wir in unserem Gespräch von Frau Ycay aus den Philippinen, die als 11jähriges Mädchen nach Frankfurt kam und eine ausgebildete Altenpflegerein und –betreuerin ist. Ihre Mutter war Hebamme und kam 1970 nach Höchst.
Erna bemerkte, dass es zwei wichtige Wissenschaftlerinnen gibt, die eine Untersuchung über den Umgang mit Demenzkranken gemacht haben: Naomi Feil und Nicole Richard https://de.wikipedia.org/wiki/Naomi_Feil Nicole Richard war Diplom-Pädagogin und Diplom-Psychogerontologin. Sie entwickelte im Rahmen einer bundesweiten Arbeitsgruppe den Ansatz der Validation nach Naomi Feil weiter und machte diesen später unter eigenem Namen als Integrative Validation nach Richard (IVA) bekannt. Das von ihr gegründete Institut für Integrative Validation in Kassel bietet Grund- und Aufbaukurse zur Umsetzung des validierenden Ansatzes in der Begleitung von Menschen mit Demenz an.
Annelie berichtete von einem Interview mit Anne Siegel, die die Biographie einer Wiener Jüdin in Panama geschrieben hat: „Senora Gerta“, im Europaverlag erschienen.
Erna will unseren Vorschlag prüfen, ob wir uns evtl. in Ernas Zimmer treffen können. Das fasst aber nur fünf Personen, d.h., es können nicht alle zu den Treffen kommen, nur vier. Dieser Vorschlag soll diskutiert und danach entschieden werden. Als nächster Termin wird der 18. August ins Auge gefasst. (Annelie kann diesen Termin nicht wahrnehmen.) Dann besprechen wir den Roman von Juli Zeh: Unterleuten.
Brigitte wird die Bücher ins Forum stellen, sie sollen aber nicht mehr unter „Aktuelles“ auf der homepage von ViLE erscheinen.
Protokoll Brigitte 21.7.2017

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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon Brigitte Höfer » Dienstag 29. August 2017, 20:07

Protokoll des Treffens der ViLE-Gruppe Gemeinsam Lesen bei Erna am 25.8.2017
Teilnehmerinnen: Erna, Sigrid, Inge und Brigitte. Protokoll: Inge und Brigitte

Wir saßen bei gutem Wetter im Garten im Schatten und waren mit einem Glas Wasser zufrieden. Wir wollten über den Roman von Juli Zeh: „Unterleuten“ sprechen. Der Roman hatte Erna sehr persönlich berührt (sie hatte ihn als Hörbuch gehört), aber sie wollte nicht darüber sprechen „Das erinnert mich so sehr an das Dorf, in dem ich früher lebte! Das war eine schreckliche Zeit.“ sagte sie.
Sigrid, Brigitte und Inge führten an, dass ihnen das Buch in seinem Aufbau und den miteinander verzahnten Berichten, den überzeugenden Charakterstudien und den vernetzten Ereignissen sehr gut gefallen hat.
Erna bat um die Entscheidung für das nächste Buch und wollte „auf jeden Fall nicht so was dickes und ein Buch, das Freude macht. Ich möchte mich nicht mit so traurigen Themen befassen.“ Auf die Rückfrage, welches Buch sie denn vorschlage, sagte sie kurzentschlossen „Effie Briest“.
Wir beschlossen also, uns in vier Wochen wieder bei Erna zu treffen, um über Effie Briest zu sprechen. Ob es eine Weiterführung der Einträge im Forum gibt, müssen wir beim nächsten Treffen beraten. Ernas Computer macht nicht mehr richtig mit und sie sagt auch, dass sie nicht ins Forum kommt.

Nächstes Treffen Gemeinsam Lesen: Freitag, 22. September, 15:00 Uhr bei Erna.
Lektüre: Effie Briest von Theodor Fontane.

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Re: Protokolle des Literaturkreises Mitte

Beitragvon Brigitte Höfer » Montag 25. September 2017, 08:38

Protokoll des Treffens der ViLE-Gruppe Gemeinsam Lesen bei Erna am 22.9.2017
Anwesend: Annemarie, Brigitte, Erna, Inge, Renate und Sigrid

Wir trafen uns bei Erna am runden Tisch. Die zuerst vorgesehene Lektüre „Effie Briest“ hatten wir mit Zustimmung aller - per Mail – abgeändert. Statt dessen lasen wir „Verdi“ von Peter Härtling.
Angesprochen wurde die recht bildhafte und wenig chronologische Schreibweise von P. Härtling als Autor dieser Biographie, die dadurch ansprechend und berührend wirkt.
Brigitte hatte Informationen über Verdis Leben und Lebenswerke mitgebracht und wir unterhielten uns über Vorliebe oder Distanz allgemein zur Oper und der Musik dieser Zeit.
Die vielseitigen Interessen, Reisen, sozialen Aktionen und vor allem sein künstlerisches Schaffen durch Kompositionen und Aufführungen an verschiedenen Orten - in dieser Zeit! haben uns sehr beeindruckt.
Nächstes Treffen der Gruppe Gemeinsam Lesen: Freitag, 20. Oktober, 15:00 Uhr bei Erna (Abschließendes Gespräch über „Verdi“).
Danach wollen wir kürzere Essays lesen von Stefan Zweig aus dem Buch „Sternstunden der Menschheit“. (Die erste Geschichte heißt: „Flucht in die Unsterblichkeit“, Untertitel: „Die Entdeckung des Pazifischen Ozeans – 25. September 1513 – und handelt von der Suche nach dem Eldorado.)

Protokoll Inge 22.9.2017

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Protokoll des Literaturkreises Mitte vom 20.10.2017

Beitragvon ihahn » Freitag 27. Oktober 2017, 21:41

Protokoll des Treffens der ViLE-Gruppe Gemeinsam Lesen bei Erna am 20.10.2017
Anwesend: Annelie, Annemarie, Brigitte, Erna, Inge und Sigrid
Annemarie berichtet von einer Lesung von Ulla Hahn aus ihrem neuen Buch „Wir werden erwartet“.
U. Hahn erzählte nach ihrer Lesung, eine Frage hätte sie sehr bewegt „Warum bin ich in die DKP eingetreten?“ und das hätte sie herausfinden wollen.
Brigitte fragt im Auftrag von Ute Lenk, ob jemand aus unserer Gruppe einen Beitrag für das Lerncafe´ schreiben würde; Thema: Theater. Annemarie übernahm diese Aufgabe, da sie demnächst zu einer Theateraufführung nach Meiningen fährt.
Brigitte bedauert, dass keine Diskussion im Forum geführt wird. Sie schlägt vor, dass in Zukunft keine Bücher mehr wie bisher ins „Forum“ eingestellt werden und auch nicht unter „Aktuelles“. Die Protokolle werden weiterhin eingestellt.
Annemarie plädierte dafür, dass zumindest die Bücher noch vorgestellt werden mit einer Rezension und kurzen Angaben über den Autor.
Brigitte wird das Buch „Verdi“ von Peter Härtling noch einmal einstellen und den Strang mit einer Begründung schließen.
Erna kam noch einmal auf das Buch „Unterleuten“ von Juli Zeh zu sprechen. Sie meinte, wer im Dorf aufgewachsen sei oder gelebt habe, brauche dieses Buch nicht, um das Erlebte noch einmal zu lesen. Sigrid vertrat die Ansicht, dass die „Nachwendezeit“ in diesem Dorf gut dargestellt und das Buch wichtig sei.
Sodann kehrten wir zu unserem derzeitigen Buch „Verdi“ von Peter Härtling zurück.
P. Härtling beschreibt im Vorwort seine Intension: „ Verdi ist zwar unantastbar in seinem Ruhm, aber er ist mir nah sein in seinen Schwächen und in seiner Furcht, aus der Fantasie zu stürzen, das Handwerk nicht mehr zu können. Ich erzähle meine Erfahrungen als seine und seine als meine, und es ist mir nicht wichtig, mich an die Chronologie zu halten.“ (S. 9) Daher ist die Biografie so menschlich nah und berührend. Verdi wird als zielorientiert und geschäftlich klar orientiert dargestellt, der sich gut beraten lässt, ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut hat, in einer sehr glücklichen Beziehung lebt und eine soziale Verantwortung in sich trägt. Er wurde gewürdigt und verehrt und war zufrieden durch seine künstlerische, kreative Schaffenskraft.
Annemarie stellt fest, dass man gut alt werden könne, wenn man in solchen sozialen und finanziellen Verhältnissen lebe wie Guiseppi Verdi. Er sei doch sehr umsorgt worden z. Bsp. auf seinen vielen Reisen.
Inge weist auf die Überschriften der Kapitel hin, die durch „Spielanweisungen“ aus der Musiktheorie den Inhalt charakterisieren.
Wir sind erstaunt, dass Peter Härtling der Zeit, die Verdi seine Frau Peppina überlebte, nur wenige Seiten widmete. Wollte er sich vielleicht nicht vorstellen, ohne seine Mechthild leben zu müssen?
Erna zieht eine Verbindung zu unserem neuen Schriftsteller Stefan Zweig und vergleicht den Schreibstil der beiden Autoren. Die Stile sind sehr unterschiedlich, es liegen viele Jahrzehnte zwischen dem Entstehen der beiden Bücher. Auch der Altersunterschied der beiden Autoren zur Zeit der Entstehung ist groß. Vielleicht werden wir bei der neuen Lektüre wieder darauf zurückkommen.

Verdi hat im hohen Alter von 80 Jahren die lyrische Komödie „Fallstaff“ (nach Shakespeare) komponiert, was uns sehr verwundert.
Verdi war auch politisch interessiert. So kamen wir auf die italienischen Freiheitskämpfe (z. Bsp. die Schlacht von Solferino 1859, bei der Henri Dunant zufällig anwesend war und den Ruf verbreitete „Tutti fratelli“)
Inge weist daraufhin, dass heute Abend im HR 2 live aus der Alten Oper die „Messa da Requiem“ von Verdi übertragen wird.
Wir beginnen mit der neuen Lektüre „Sternstunden der Menschheit“ mit dem 1. Aufsatz:
„Flucht in die Unsterblichkeit
Die Entdeckung des Pazifischen Ozeans 25.September 1513“
Das nächste Treffen ist bei Erna am 24.11.2017
Protokoll Annelie und Inge 26.10.2017
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